BANGKOK – Gute Nachrichten für alle Autofahrer in Thailand! Die Regierung hat eine Senkung der Verbrauchsteuer auf Diesel um einen Baht pro Liter beschlossen. Die Maßnahme soll die steigenden Kosten für die Bevölkerung abfedern. Doch die Umsetzung verzögert sich noch – und der Staat muss tief in die Tasche greifen!
Entlastung kommt – aber nicht sofort
Die thailändische Regierung reagiert auf die anhaltend hohen Spritpreise. Der Kabinett-Beschluss zur Senkung der Diesel-Steuer ist bereits gefallen. Doch ganz so schnell können die Autofahrer nicht aufatmen. Die Umsetzung muss noch von der Wahlkommission genehmigt werden. Erst dann steht fest, wann die Preise tatsächlich sinken.
„Wir müssen schrittweise vorgehen“, erklärte Vize-Premierminister Phiphat Ratchakitprakarn am Freitag. „Frühere Regierungen haben die Steuer auf null gesenkt – aber wir müssen die finanziellen Auswirkungen sorgfältig abwägen.“
So viel sparen Autofahrer
Konkret geht es um eine Senkung um einen Baht pro Liter Diesel. Derzeit liegt die Verbrauchsteuer auf Diesel je nach Sorte zwischen fünf und sechs Baht. Für einen 50-Liter-Tank bedeutet das eine Ersparnis von 50 Baht (etwa 1,25 Euro). Für Vielfahrer summiert sich das schnell.
Besonders Lkw-Fahrer, Taxifahrer und alle, die beruflich auf Diesel angewiesen sind, können von der Entlastung profitieren. Auch die Transportbranche würde entlastet – was sich wiederum auf die Preise vieler Waren auswirken könnte.
Das kostet die Steuersenkung den Staat
Doch die Entlastung hat ihren Preis: Die Steuersenkung wird dem Staat voraussichtlich zwei Milliarden Baht pro Monat (etwa 50 Millionen Euro) an Einnahmen kosten. Das Finanzministerium prüft daher, woher die Ausgeglichen werden können. Eine Möglichkeit ist höhere Mehrwertsteuer-Einnahmen durch Importe.
Finanzministeriums-Ständiger Sekretär Lavaron Sangsnit betonte: „Die Maßnahme dient ausschließlich dazu, die Not der Bevölkerung zu lindern. Es handelt sich um eine vorübergehende Senkung.“
Warum die Regierung nicht länger warten will
In der Diskussion gab es auch Stimmen, die eine Verschiebung der Maßnahme bis nach der Regierungsbildung forderten. Doch das Kabinett lehnte ab. „Das ist ein dringendes öffentliches Anliegen“, so Lavaron. „Wir können nicht zwei Wochen warten, während die Preise bereits gestiegen sind. Sofortmaßnahmen sind nötig, um die Auswirkungen auf die Bürger abzumildern.“
Die Energiekrise und die Konflikte im Nahen Osten belasten weiterhin die thailändische Wirtschaft. Der Dieselpreis ist ein entscheidender Faktor für die Inflation und die Lebenshaltungskosten vieler Menschen.
Keine Engpässe in Sicht – Regierung sichert Versorgung
Gute Nachrichten gibt es auch zur Versorgungslage: Nach einer Überprüfung von 22 Treibstoffdepots in sieben Provinzen wurden keine Unregelmäßigkeiten festgestellt.
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Die durchschnittlichen Lagerbestände liegen bei etwa 10.000 Litern pro Depot. Größere Depots von PTT und Shell in Songkhla sind zu weniger als 50 Prozent gefüllt. Die Produktion und Verteilung von Diesel und Benzin bleibt stabil. Für April sind 24 Millionen Barrel Rohöl-Importe geplant, für Mai weitere 8 Millionen Barrel.
Thailand sichert seine Energie-Unabhängigkeit
Premierminister Anutin Charnvirakul hat angeordnet, dass im Inland raffiniertes Benzin vorrangig für den thailändischen Markt verwendet wird. Exporte gehen stattdessen nach Laos. Dadurch wird die nationale Energiesicherheit um schätzungsweise fünf Millionen Liter pro Tag erhöht. Ein wichtiger Schritt, um die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten zu verringern.
Die Lage bleibt angespannt – doch die Regierung zeigt, dass sie handelt. Die geplante Steuersenkung ist ein klares Signal: Die Bürger sollen nicht allein mit den steigenden Kosten dastehen.
Wann kommt die Entlastung?
Wann genau die Senkung an den Zapfsäulen ankommt, hängt nun von der Wahlkommission ab. Sobald diese grünes Licht gibt, kann die Verbrauchsteuerbehörde die Maßnahme umsetzen.
Autofahrer sollten die Ankündigungen der Regierung und der Tankstellenbetreiber genau verfolgen. Wer regelmäßig Diesel tankt, kann sich auf eine baldige Entlastung freuen – und der Staat zeigt, dass er in der Krise nicht tatenlos zusieht.



Wow, eine Ersparnis von 1 BAHT / Liter !
Da weiss man ja ueberhaupt nicht mehr wohin mit der Kohle.
OK, fuer Unternehmer, die dieselbetriebene Fahrzeuge oder Maschinen nutzen muessen, ist das vielleicht spuerbar.
Aber fuer Otto-Normalverbraucher, der 1000 Kilometer / Monat faehrt und dafuer um die 60 – 70 Liter Sprit braucht, ist das praktisch egal. Mit einer Flasche Bier im Monat mehr oder weniger kann man das ausgleichen.