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Dollar schwach, Baht stark: Thailand profitiert UND verliert

Dollar schwach, Baht stark: Thailand profitiert UND verliert
AseanNow

Baht im Höhenflug: 
Steht bald 32 zum Dollar bevor? 

Die thailändische Währung könnte in Kürze die Marke von 32 Baht pro US-Dollar durchbrechen. Hintergrund sind die erwarteten Zinssenkungen der US-Notenbank und eine allgemeine Schwäche des Greenback auf den globalen Märkten.

Fed-Entscheidung befeuert Baht-Aufschwung

Am Donnerstag bewegte sich der Wechselkurs zwischen 32,24 und 32,26 Baht pro Dollar, nachdem die thailändische Zentralbank ihren Leitzins um 25 Basispunkte gesenkt hatte. „Die Märkte rechnen mit einer deutlichen Zinssenkung der Fed im September“, erklärt Kanjana Chockpisansin, Forschungsleiterin bei K-Research. Nach Angaben des CME FedWatch Tools liegt die Wahrscheinlichkeit für eine 25-Punkte-Senkung bei 99,9%.

US-Finanzminister Scott Bessent ging sogar noch weiter: Angesichts schwacher Arbeitsmarktdaten forderte er eine Zinssenkung um bis zu 0,50%. „Der Dollar verliert an allen Fronten an Boden“, so Bessent gegenüber der Bangkok Post. Diese Entwicklung kommt den asiatischen Währungen zugute – insbesondere dem Indonesischen Rupiah und Malaysischen Ringgit, die bereits deutliche Zugewinne verbuchen.

Thailands Zentralbank zwischen Freude und Sorge

Während die Aufwertung des Baht für Importeure und Auslandsreisende gute Nachrichten bedeutet, bereitet sie der thailändischen Exportwirtschaft Kopfzerbrechen. Die Bank of Thailand beobachtet die Entwicklung mit gemischten Gefühlen: Einerseits stärkt ein robuster Baht das internationale Ansehen des Landes, andererseits leiden Exporte und Tourismus unter der teureren Währung.

Analysten der Maybank Securities prognostizieren sogar einen weiteren Anstieg auf 31,50 Baht bis Jahresende. Die Zahlen von K-Research zeigen: Seit Jahresbeginn hat der Baht 5,6% an Wert gewonnen – weniger als der japanische Yen (+7,5%), aber deutlich mehr als der chinesische Yuan (+1,8%).

Asiens Währungen im Aufwind

Die regionale Währungsentwicklung zeigt ein klares Bild:
• Philippinischer Peso: +1,3%
• Indonesische Rupiah: +0,3%
• Malaysischer Ringgit: +6,5%

„Der Baht könnte bis Jahresende die Range von 32,00–32,10 erreichen“, so Kanjana. Die Kasikornbank bleibt dagegen vorsichtiger und hält an ihrer Prognose von 33,70 Baht bis Ende 2025 fest.

Was bedeutet das für Thailand?

Für die thailändische Wirtschaft ergeben sich ambivalente Konsequenzen:
• Vorteile: Günstigere Rohstoffimporte, mehr Kaufkraft für Auslandsurlauber
• Nachteile: Teurere Exporte, mögliche Einbußen im Tourismus

Experten raten Unternehmen, sich auf verschiedene Szenarien vorzubereiten. „Die Währungsvolatilität wird uns noch länger begleiten“, warnt ein Devisenhändler aus Bangkok. Für Anleger könnte der starke Baht jedoch attraktive Chancen bieten – vorausgesetzt, die Entwicklung hält an.

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