Ein Fischerboot kentert vor Phuket – wie konnten alle neun Männer überleben?
Ein erfolgreicher Rettungseinsatz vor der Küste Phukets: Neun Fischer überlebten nur dank ihrer Schwimmwesten, als ihr Boot gestern Nachmittag in rauer See kenterte. Die thailändische Marine startete eine Großaktion – mit Happy End!
Schicksalshafte Welle bringt Boot zum Kentern
Gegen 14:50 Uhr am 12. August kehrte die „W. Chokmana 1“ von einem Fischereieinsatz zurück, als eine plötzliche Monsterwelle das Schiff traf. Vor der Südwestküste von Koh Racha Yai konnte die Besatzung der Strömung nicht mehr standhalten – das Boot sank innerhalb weniger Minuten.
„Alle trugen zum Glück Schwimmwesten“, berichtet Vizeadmiral Suwat Donsakul, Kommandant des thailändischen Küstenschutzes. Der Notruf ging sofort ein, und die Rettungskette sprang an: Ein SAR-Hubschrauber und das Marineschiff HTMS Hua Hin machten sich auf den Weg, während benachbarte Fischerboote wie die „Chai Trakan“ als erste Hilfe leisteten.

Marine und Zivilisten Hand in Hand
Während der Hubschrauber die in den Wellen treibenden Männer ortete, war es ein privates Fischerboot, das als erstes zur Stelle war. „Wir haben nur gemacht, was jeder Seemann tun würde“, sagt der Kapitän der „Chai Trakan“. Die Geretteten wurden später auf die HTMS Hua Hin gebracht und gegen 20:30 Uhr am Marinestützpunkt Cape Panwa an Land gesetzt.
Erleichterung bei den Familien: Kein Crewmitglied wurde verletzt, obwohl das Wetter in der Andamanensee weiterhin rau bleibt. Vizeadmiral Suwat traf die Überlebenden persönlich und lobte die schnelle Koordination zwischen Marine, Luftwaffe und zivilen Helfern.

Warum diese Rettung ein Lehrstück ist
Der Vorfall zeigt zwei Dinge deutlich: Schwimmwesten retten Leben – und Thailands Küstenwache ist einsatzbereit. „Wir überwachen die Andamanensee rund um die Uhr“, betont Suwat. Wer in Seenot gerät, soll unter der Notrufnummer 1465 Hilfe anfordern.
Für die neun Fischer geht die Angst nun vorbei – doch ihr Boot liegt auf dem Meeresgrund. Ob es geborgen wird, ist noch unklar. Eins steht fest: Dieser Tag hätte weitaus schlimmer enden können.




