Drei Tote nach Unfall – mysteriöse Telefone im Auto

Drei Tote nach Unfall – mysteriöse Telefone im Auto
KhaoSod English

KAMPHAENG PHET – Ein tragischer Unfall hat eine möglicherweise kriminelle Organisation aufgedeckt. Ein SUV mit zwei Chinesen und einem Thailänder an Bord krachte in einen Baum. In dem Wrack fanden Polizisten 23 Handys – ein klarer Hinweis auf eine internationale Betrügerbande.

Frühmorgendlicher Crash mit tödlichem Ausgang

Gegen 6:20 Uhr am Donnerstag, dem 22. Januar, klingelte bei der Polizei das Notruftelefon. Ein schwarzer Toyota Fortuner war auf der Landstraße in Pran Kratai von der Fahrbahn abgekommen.

Mit voller Wucht war der SUV frontal in einen großen Baum geprallt. Die Karosserie war auf der Beifahrerseite völlig zerstört.

Alle drei Insassen – der 57-jährige thailändische Fahrer Phanthip Selamat und zwei chinesische Männer – kamen noch an der Unfallstelle ums Leben. Sie waren im Wrack eingeklemmt.

Der verdächtige Fund im Schulterrucksack

Bei der Durchsuchung des Unfallwagens machten die Ermittler einen atemberaubenden Fund. In einem Rucksack fanden sie 23 moderne Smartphones.

Die Geräte waren offenbar speziell vorbereitet: Jedes war mit separaten SIM-Karten und Nummern ausgestattet, die großen US-amerikanischen Städten wie Miami und Texas zugeordnet waren.

Diese Konfiguration ist ein klassisches Indiz für den Betrieb eines internationalen Call-Centers oder Scam-Netzwerks. Die Bande könnte von Thailand aus Opfer in Übersee angerufen haben.

Auto stand bereits unter Beobachtung

Die Ermittlungen ergaben schnell: Der Toyota Fortuner war den Behörden nicht unbekannt. Die Einwanderungspolizei hatte das Fahrzeug auf einer Watchlist für grenzüberschreitenden Menschenschmuggel.

Bereits im November 2025 war es in der Provinz Kamphaeng Phet gesichtet worden, konnte damals aber der Verfolgung entkommen. Der Fahrer wurde offenbar dafür bezahlt, Ausländer in ein Nachbarland zu transportieren.

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Jetzt prüft die Polizei, ob die Kennzeichen echt oder gefälscht sind. Die Daten der 23 beschlagnahmten Handys werden nun forensisch analysiert.

Die mysteriösen Umstände des Unfalls

Laut Polizei zeigt eine Überwachungskamera in der Nähe ein rätselhaftes Manöver. Der SUV fuhr mit mäßiger Geschwindigkeit, bog dann aber plötzlich und ohne zu bremsen direkt auf den Baum zu.

Es gab keine Ausweichbewegung, kein Bremslicht. Die Ermittler stellen sich die Frage: Handelt es sich um einen Unfall – oder etwas anderes? Ermüdung? Ein technischer Defekt? Oder vielleicht sogar ein gezielter Akt?

Die Ermittlungen zu den genauen Unfallursachen laufen auf Hochtouren. Die Handys stehen nun klar im Mittelpunkt.

Schlag gegen die internationale Cyber-Kriminalität

Der tragische Unfall könnte unfreiwillig einen großen Schlag gegen ein kriminelles Netzwerk bedeuten. Die 23 Handys sind eine Fundgrube für Ermittler.

Über die Geräte lassen sich Kontakte, Chatverläufe und Opferlisten nachverfolgen. Die Polizei hofft, so die gesamte Struktur der mutmaßlichen Betrügerbande aufrollen zu können.

Thailand wird immer wieder als Operationsbasis für internationale Scammer genutzt. Dieser Fund zeigt das erschreckende Ausmaß.

Warnung an die Hintermänner

Für die Drahtzieher im Hintergrund ist dies ein schlechter Tag. Ihre teure Ausrüstung ist in den Händen der thailändischen Polizei.

Die Ermittler betonen, dass sie die Spur der Daten konsequent verfolgen werden. Das Ziel ist es, nicht nur die Handys, sondern die gesamte kriminelle Organisation zu zerschlagen.

Der tödliche Crash auf einer ruhigen Landstraße könnte so der Anfang vom Ende einer ganzen Bande werden.

🗣 Wenn ein Unfall mehr ist als ein Unfall

Ein Baum. Drei Tote. Und ein Beutel voller Telefone, die offenbar für etwas Größeres bestimmt waren.
War das nur ein tragischer Verkehrsunfall – oder das plötzliche Ende einer laufenden Operation im Schatten digitaler Kriminalität?
Wie viele solcher Fahrten gehen gut aus, ohne je entdeckt zu werden?
Und was sagt es über unsere Zeit, wenn selbst ein Wrack noch Daten trägt, die ein ganzes Netzwerk entlarven könnten?

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Quelle: KhaoSod English

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