BANGKOK, THAILAND – Ein spektakulärer Überfall auf ein Goldgeschäft im Sukhumvit-Gebiet mit Beute im Wert von rund 15 Millionen Baht ist nach einer dreiwöchigen Fahndung mit der Festnahme des Verdächtigen im Norden des Landes vorläufig aufgeklärt worden. Die Polizei spricht von einer aufwendigen Verfolgung quer durchs Land, bei der sich der mutmaßliche Täter immer wieder mit Kappen und Perücken tarnte, um den Zugriff hinauszuzögern.
Dreiwöchige Jagd auf flüchtigen Verdächtigen
Der als Jalor identifizierte 29-jährige Verdächtige wurde nach Polizeiangaben an einer Unterkunft nahe dem Mae-Suai-Staudamm im Bezirk Mae Suai in der Provinz Chiang Rai festgenommen, als er sich offenbar auf die Flucht über die nahe Grenze vorbereitete.
Laut Pol Lt Gen Noppasin Poolsawas, Kommandeur im Büro des Commissioner General, hatten Ermittler die Bewegungen des Mannes nahezu drei Wochen lang verfolgt, während dieser sein Äußeres mehrfach mit Kappen und Perücken veränderte und ständig den Aufenthaltsort wechselte.
Überfall in Hypermarkt-Goldshop
Der bewaffnete Raub ereignete sich am 30. Januar gegen 23.30 Uhr im Aurora-Goldgeschäft innerhalb eines Lotus’s-Hypermarkts im Bangkoker Bezirk Klong Toey, als die vier weiblichen Angestellten gerade schließen wollten.
Auf Aufnahmen der Überwachungskameras war ein Mann in langärmligem blauem Hemd, langer Hose und Sonnenhut zu sehen, der den Laden stürmte, Benzin ausgoss und die Mitarbeiterinnen mit einer Pistole bedrohte.
Beute, Flucht und Tatvorbereitung
Die Ermittler stellten fest, dass 179 Baht-Gewicht an Goldschmuck des Geschäfts und 19 Baht-Gewicht an gebrauchtem Gold sowie 170.000 Baht in bar entwendet wurden, insgesamt im Wert von rund 14,8 Millionen Baht.
Nach Polizeiangaben hatte Jalor den Standort bereits an den beiden Tagen vor dem Überfall ausgespäht und nutzte dann ein Motorrad mit gefälschtem Kennzeichen zur Flucht in den späten Nachtstunden, als das Einkaufszentrum weitgehend leer war.
Vorwürfe und laufende Ermittlungen
Gegen den Verdächtigen liegt ein Haftbefehl unter anderem wegen bewaffneten Raubs bei Nacht, Tatbegehung hinter einer geschützten Barriere und Nutzung eines Fahrzeugs zur Flucht und zum Abtransport der Beute vor.
Jalor habe den Raub laut Polizeiangaben gestanden und werde nun zur Polizeistation Phra Khanong zurückgebracht, wo er im Zuständigkeitsbereich des Tatorts vernommen und strafrechtlich verfolgt wird.
Sicherheitsdebatte und Goldpreis auf Rekordniveau
Die Royal Thai Police ordnete nach dem Überfall landesweit verstärkte Präventionsmaßnahmen in Goldgeschäften an und beriet mit dem Goldhändlerverband über mögliche Sicherheitsverbesserungen.
Der Verband drängt die Geschäfte auf eine rasche Aufrüstung ihrer Sicherheitsstandards, da der Goldpreis im Inland um mehr als 70 Prozent gestiegen ist und pro Baht-Gewicht inzwischen über 80.000 Baht erreicht hat, was die Attraktivität für Täter erhöht.
Aktuelle Goldkurse und finanzielle Dimension
Am Donnerstag stiegen die Goldpreise um weitere 800 Baht im Vergleich zum Schlusskurs des Vortags, was die finanzielle Dimension des Raubzugs zusätzlich unterstreicht.
Bei Barren lagen die Ankaufs- und Verkaufspreise bei 73.500 beziehungsweise 73.700 Baht, während Goldschmuck mit 72.025,16 im Ankauf und 74.5500 Baht im Verkauf notiert wurde.
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