PATTAYA, THAILAND – Eine 38-jährige Motorrad-Taxifahrerin ist in der Küstenstadt Pattaya in Tränen ausgebrochen, nachdem sie eine Kundin über rund zwei Stunden von Bangkok nach Pattaya gebracht hatte und am Ende ohne den vereinbarten Fahrpreis zurückblieb. Die Polizei in Pattaya hat die Anzeige der Fahrerin aufgenommen und will nun die mutmaßliche Betrügerin ermitteln und strafrechtlich verfolgen.
Nachtfahrt von Bangkok nach Pattaya
Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 9. Februar 2026, als Phennapha Sitthidet gegen 2.19 Uhr bei der Pattaya City Police Station vorsprach und schilderte, wie sie von einer unbekannten Frau um den Lohn ihrer Arbeit gebracht worden sei.
Nach ihren Angaben hatte sie die Frau zuvor am Eingang der Sukhumvit Soi 4 im Bangkoker Bezirk Khlong Toei aufgenommen, nachdem diese sie zunächst gebeten hatte, sie nur zum Ekamai Bus Terminal zu fahren, um dort einen Bus nach Pattaya zu nehmen.
Vom Busbahnhof direkt zur Polizeiwache
Als beide am Busbahnhof in Ekamai angekommen seien, hätten sie feststellen müssen, dass bereits alle Busse nach Pattaya abgefahren waren, woraufhin die Kundin sie inständig gebeten habe, die gesamte Strecke per Motorrad direkt bis zur Polizeistation in Pattaya zu übernehmen.
Nach einer kurzen Verhandlung einigten sich Fahrer und Passagierin laut Aussage von Phennapha auf einen Fahrpreis von 1.500 Baht, nachdem sie ursprünglich 2.000 Baht gefordert hatte und aus Mitgefühl für die angebliche Notlage der Frau dem niedrigeren Betrag zugestimmt habe.
Verschwunden vor der Polizeistation
Die beiden Frauen legten den rund zweistündigen Weg von Bangkok nach Pattaya zurück, wobei das Ziel nach Darstellung der Fahrerin ausdrücklich die Pattaya City Police Station gewesen sei.
Direkt vor der Wache habe die etwa 20 bis 35 Jahre alte Thailänderin, bekleidet mit weißem Oberteil, kurzen weißen Jeans und Schultertasche, erklärt, sie müsse nur kurz hineingehen, um bei ihrem angeblich anwesenden Vater Geld abzuholen und damit den Fahrpreis zu bezahlen, sei dann jedoch nicht wieder erschienen.
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Verdacht auf bekannte Betrugsmasche
Nachdem sie mehr als eine Stunde gewartet hatte, sei Phennapha misstrauisch geworden und habe andere Motorrad-Taxifahrer vor der Wache gefragt, ob sie die Frau gesehen hätten, doch niemand habe eine entsprechende Person beim Betreten oder Verlassen der Station bemerkt.
Die Fahrer vor Ort hätten ihr zudem berichtet, es habe bereits mehrere ähnliche Fälle gegeben, bei denen vermeintliche Fahrgäste aus Bangkok angereist seien, behaupteten, kein Geld und keinen Kontakt zu Angehörigen zu haben, und dann spurlos verschwunden seien, sodass die Motorrad-Taxifahrer leer ausgingen.
Verzweiflung und Appell der Fahrerin
Im Gespräch mit Medienvertretern schilderte Phennapha unter Tränen, sie verdiene ihren Lebensunterhalt von Tag zu Tag und jeder Baht sei hart erarbeitet, weshalb der Verlust des Fahrpreises sie besonders hart treffe.
Sie richtete einen eindringlichen Appell an die Unbekannte und sagte wörtlich: „Wenn du diese Nachricht siehst, bring das Geld bitte zur Sukhumvit Soi 4 zurück, selbst wenn es nur die Hälfte ist, es würde mir trotzdem helfen, und bitte tu so etwas nie wieder jemand anderem an.“
Ermittlungen der Polizei eingeleitet
Nach Abgabe ihrer Aussage bei der Pattaya City Police Station fuhr Phennapha sichtlich mitgenommen mit ihrem Motorrad zurück in ihren Wohnort im Gebiet Huai Kapi in der Provinz Chonburi.
Die Beamten in Pattaya haben die Anzeige als Beweismittel registriert und wollen den Fall nun an das zuständige Ermittlungsteam weiterleiten, das die Verdächtige identifizieren und die nächsten rechtlichen Schritte vorbereiten soll.
🚨 Dreiste Masche – wie schützt man Fahrer vor solchen Tricks?
Eine Fahrerin zeigt Mitgefühl, fährt mitten in der Nacht über zwei Stunden – doch die Passagierin verschwindet einfach ohne zu zahlen. Berichten zufolge könnte es sich sogar um eine bekannte Betrugsmasche handeln.
Sollten Fahrer grundsätzlich Vorkasse verlangen – oder zerstört das das Vertrauen im Alltag?
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