Drogen-Getränke an Jugendliche verkauft – Razzia in Pattaya

Drogen-Getränke an Jugendliche verkauft – Razzia in Pattaya
The Pattaya News

BANGLAMUNG, THAILAND – Behörden im Bezirk Banglamung haben einen vermeintlich gewöhnlichen Lebensmittelladen durchsucht und den Betreiber wegen des Verdachts auf illegale „4×100“-Kratomgetränke festgenommen. Die Aktion folgte einer Serie von Bürgerbeschwerden über nächtliche Jugendtreffen und Störungen in der Nachbarschaft.

Hinweise aus der Nachbarschaft

Auslöser des Einsatzes waren wiederholte Meldungen von Anwohnern beim Bang Lamung District Damrongtham Center, wonach ein kleiner Laden in der Gemeinde heimlich als Verteilstelle für die verbotenen Mischgetränke fungiert habe.

Die unter Jugendlichen populären „4×100“-Getränke gelten den Angaben zufolge als Auslöser für Ansammlungen junger Leute, verbunden mit Lärmbelästigungen, Sicherheitsbedenken und spürbaren Beeinträchtigungen des Umfelds.

Auftrag von oben und Zielobjekt

Der Bezirksleiter Anusak Piriyamorn beauftragte daraufhin seinen Stellvertreter für Sicherheitsangelegenheiten Kamphai Laosae, ein spezielles Schnellreaktionsteam der Distriktverwaltung zusammenzustellen und die Hinweise vor Ort zu überprüfen.

Die Ermittler lokalisierten den fraglichen Betrieb als Lebensmittelgeschäft „Mae Mae Luk Luk“ im Bereich Moo 10 in der Soi Chaloem Phrakiat 35.

Razzia im vermeintlich normalen Laden

Als die Einsatzkräfte eintrafen, präsentierte sich die eingeschossige Wohn- und Geschäftseinheit zunächst wie ein gewöhnlicher Convenience-Store ohne erkennbare Auffälligkeiten nach außen.

Vor dem Laden saß jedoch eine Gruppe Jugendlicher, die offen Kratomgetränke konsumierte, wobei für die Beamten klar erkennbar war, dass die Getränke ohne jede Zurückhaltung an Kunden ausgeschenkt wurden.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Festnahme des Ladenbesitzers

Die Beamten gaben sich zu erkennen, durchsuchten das Gebäude und nahmen Amor, 33 Jahre alt, fest, der nach eigener Aussage Eigentümer des Ladens ist.

Bei der anschließenden Kontrolle der Räumlichkeiten und des Umfelds stießen die Behörden nach eigenen Angaben auf umfangreiche Belege für den unerlaubten Betrieb.

Beweismittel und rechtliche Grundlage

Im Inneren fanden die Ermittler Gerätschaften zum Auskochen von Kratomblättern, die mit Hustensaft nach dem sogenannten „4×100“-Rezept vermischt wurden, sowie zahlreiche Flaschen des fertigen Getränks in Kühlschrank und Eisbehältern.

Zusätzlich wurden mehrere Flaschen Hustensaft, die als wesentlicher Bestandteil der Mischung gelten, in einem Lagerraum am hinteren Teil des Grundstücks entdeckt und sämtliches Material als Beweismittel sichergestellt.

Rechtliche Lage und weitere Schritte

Die Behörden betonten, Kratomblätter seien seit 2022 zwar entkriminalisiert und würden traditionell etwa als Tee oder zum Kauen genutzt, doch die Herstellung und der Verkauf starker Mischgetränke mit Hustensaft ohne entsprechende Lizenz der thailändischen FDA blieben ausdrücklich verboten.

Amor sowie die konfiszierten Gegenstände wurden zur Pattaya City Police Station gebracht, wo er sich wegen illegaler Herstellung und des Verkaufs von mit Hustensaft versetzten Kratomgetränken sowie weiterer möglicher Verstöße verantworten muss.

Deutliche Warnung der Distriktverwaltung

Vertreter der Banglamung District Administration sprachen im Anschluss eine deutliche Warnung an alle aus, die weiterhin an Produktion, Verkauf oder Verteilung von „4×100“-Kratomgetränken beteiligt sind.

Sie kündigten an, in enger Abstimmung mit der Polizei die Kontrollen im gesamten Bezirk mit strikter Durchsetzung der gesetzlichen Vorgaben fortzusetzen, um Ruhe, Sicherheit und Lebensqualität der Bevölkerung zu sichern.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: The Pattaya News

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert