PATTAYA, THAILAND – Die Polizei im Bezirk Banglamung hat ein Netzwerk für Crystal Meth zerschlagen, das über private Paketdienste Drogen in andere Provinzen verschickt haben soll. Zwei mutmaßliche Händler, darunter ein 36-Jähriger, wurden festgenommen, nachdem ein beschädigtes Paket mehr als 58 Gramm der Droge enthüllt hatte.
Hinweis aus Paketshop führt zu Ermittlungen
Der Fall nahm am 16. Februar seinen Anfang, als der Besitzer eines privaten Paketshops im Bezirk Banglamung ein beschädigtes Päckchen öffnete und darin über 17 Tütchen Crystal Meth mit einem Gesamtgewicht von rund 58,5 Gramm entdeckte.
Der sichtlich beunruhigte Ladeninhaber informierte umgehend die Polizei, die den Fund sicherstellte und noch vor Ort erste Spuren sicherte.
Polizei identifiziert und fasst mutmaßlichen Haupttäter
Unter Leitung von Pol. Col. Sarawoot Nuchanart, Leiter der Polizeistation Banglamung, beauftragten die Ermittler Pol. Lt. Col. Yongyuth Wan Nuea und Pol. Lt. Col. Wuttipong Kasa mit der Aufklärung des mutmaßlichen Drogenversands.
Anhand von CCTV-Aufnahmen und weiteren Beweisen identifizierten die Beamten den Absender als den 36-jährigen Natthawat „Nat“ Wichaidit, nahmen ihn fest und stellten zusätzlich Crystal Meth, Versandkartons, Aluminiumfolie und weiteres Verpackungsmaterial sicher.
Scheinübergabe am Tempel deckt Lieferant auf
Bei Vernehmung und weiterer Recherche gab Natthawat laut Polizei an, die Drogen von einem Mittelsmann aus der Gegend zu beziehen, der später als Tong Saengsakun identifiziert wurde.
Die Ermittler arrangierten daraufhin einen kontrollierten Ankauf an einem Tempel im Unterbezirk Na Kluea, griffen beim Drogendeal zu und nahmen den mutmaßlichen Lieferanten fest, wobei sie mehr als 5 Gramm Crystal Meth sicherstellten.
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Werbung im Netz und Versand per Kurierdienst
Nach Polizeiangaben gestand Natthawat, in sozialen Netzwerken Werbeanzeigen geschaltet zu haben, um Käufer für Methamphetamin zu finden, die ihn dann über seine persönliche Line-Anwendung kontaktierten.
Er habe die Bestellungen entgegengenommen und die Ware über private Paket- und Kurierdienste an Kunden in anderen Provinzen verschickt und dies seit etwa sechs Monaten betrieben.
Finanzielle Not als Motiv und harte Gesetze
Als Grund für seinen Einstieg in den Drogenhandel nannte der Verdächtige finanzielle Schwierigkeiten, da seine Frau kürzlich ihr erstes Kind zur Welt gebracht habe und die gestiegenen Familienausgaben mit seinem regulären Einkommen nicht zu decken gewesen seien.
Die Polizei erklärte gegenüber The Pattaya News, dass alle Beteiligten nach den strengen Betäubungsmittelgesetzen des Landes vollständig strafrechtlich verfolgt würden und kündigte an, Netzwerke ins Visier zu nehmen, die Paketdienste gezielt zur Umgehung der Kontrollen nutzen.
📦 Drogen per Paket – wie sicher sind Lieferdienste noch?
Ein beschädigtes Paket bringt ein Meth-Netzwerk ans Licht. Der Fall zeigt, wie kreativ Schmuggler inzwischen vorgehen.
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