Ehefrau legt Bombe an Auto der Rivalin (Video)

In Chon Buri wurde eine Ehefrau festgenommen, die laut Anklage einen Sprengsatz am Fahrzeug einer anderen Frau angebracht haben soll. Zwei weitere Tatverdächtige wurden in den Provinzen Chon Buri und Rayong gefasst. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen versuchten Mordes.

Ehefrau legt Bombe an Auto der Rivalin (Video)
Photo via KhaoSod

CHON BURI – Eine Ehefrau aus der Provinz Chon Buri ist wegen des Verdachts auf versuchten Mord festgenommen worden. Sie soll am 24. Dezember 2025 einen Sprengsatz am Fahrzeug einer anderen Frau angebracht haben. Die Polizei ermittelt gemeinsam mit zwei weiteren Tatverdächtigen.

Sprengstoffanschlag am 24. Dezember 2025

Am 24. Dezember 2025 ging bei der Polizeistation Don Hua Lor in der Provinz Chon Buri die Meldung über eine Explosion ein. Ein Sprengsatz war an einem geparkten Fahrzeug detoniert. Die Fahrzeughalterin blieb unverletzt, das Fahrzeug erlitt geringen Sachschaden.

Nach Angaben der Ermittler handelte es sich um einen selbst zusammengebauten Sprengsatz, der aus mehreren Komponenten bestand. Nur ein Teil davon löste sich. Die Polizei leitete sofort eine Spurensicherung ein und nahm die Ermittlungen auf.

Sprengsatz am Fahrzeug angebracht

Die technische Untersuchung ergab, dass der Sprengsatz am Unterbodenbereich des Fahrzeugs befestigt worden war. Eine Fernzündung über eine Fernbedienung war vorgesehen. Der Sprengsatz zündete nach Polizeiangaben nur teilweise, weshalb das Fahrzeug keinen Totalschaden erlitt.

Die Ermittler stellten fest, dass am Fahrzeug des Opfers zuvor ein GPS-Ortungsgerät angebracht worden war. Auf diesem Weg verfolgten die Tatverdächtigen den Aufenthaltsort des Fahrzeugs, bevor sie den Sprengsatz anbrachten.

Drei Tatverdächtige festgenommen

Die Polizei identifizierte drei Tatverdächtige und nahm diese in den Provinzen Chon Buri und Rayong fest. Dabei handelt es sich um Kasama (38), Somkid (34) und Thinnawat (34). Bei ihrer Festnahme wurden die Fernbedienung sowie das Tatfahrzeug sichergestellt.

Im Verhör räumte Kasama laut Polizeiangaben ein, von einer außerehelichen Beziehung ihres Ehemanns erfahren zu haben und daraufhin den Plan entwickelt zu haben. Die beiden weiteren Festgenommenen sollen bei der Vorbereitung und Ausführung beteiligt gewesen sein. Alle drei wurden in Untersuchungshaft genommen.

Tatablauf nach Ermittlungsstand

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand brachte Thinnawat das Ortungsgerät am Fahrzeug des Opfers an. Kasama und Somkid fuhren anschließend mit einem gemieteten Fahrzeug mit gefälschten Kennzeichen zum Abstellort des Zielfahrzeugs und befestigten dort den Sprengsatz.

Die Tatverdächtigen gaben an, sich zur Herstellung des Sprengsatzes Anleitungsvideos auf der Videoplattform YouTube angesehen zu haben. Die Ermittler werten diesen Umstand im Rahmen der Anklageerhebung aus. Das Tatmotiv wird nach Polizeiangaben mit persönlichen Beziehungskonflikten beschrieben.

Anklage wegen versuchten Mordes

Die Staatsanwaltschaft erhebt gegen alle drei Tatverdächtigen Anklage wegen versuchten Mordes gemäß dem thailändischen Strafgesetzbuch. Hinzu kommen Anklagepunkte wegen des unerlaubten Besitzes von Sprengstoff sowie wegen vorsätzlicher Herbeiführung einer Explosion.

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ZUM ANGEBOT

Die Polizei übergab die Verdächtigen nach Abschluss der ersten Vernehmungen der zuständigen Staatsanwaltschaft. Das Verfahren läuft ordentlich durch die zuständigen Gerichte in der Provinz Chon Buri.

Strafrahmen nach thailändischem Recht

Versuchter Mord wird in Thailand nach Paragraf 288 des Strafgesetzbuches mit der Hälfte der für vollendeten Mord vorgesehenen Strafe geahndet. Für Mord sieht das thailändische Recht die Todesstrafe, lebenslange Freiheitsstrafe oder eine Freiheitsstrafe zwischen 15 und 20 Jahren vor.

Der unerlaubte Besitz von Sprengstoff kann zusätzlich mit bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe bestraft werden. Das vorsätzliche Herbeiführen einer Explosion ist mit bis zu sieben Jahren Freiheitsstrafe belegt. Den drei Tatverdächtigen drohen damit bei einer Verurteilung empfindliche Gesamtstrafen.

Einordnung: Eifersuchtstat mit strafrechtlichen Konsequenzen

Der Fall zeigt, wie persönliche Konflikte in schwerwiegende Straftaten münden können. Thailändische Gerichte behandeln derartige Fälle konsequent nach den geltenden Strafgesetzen, unabhängig vom persönlichen Hintergrund der Beteiligten. Das Opfer kooperiert nach Polizeiangaben mit den Ermittlungsbehörden.

Die Ermittlungen dauern an. Weitere Details zum genauen Tatablauf sowie zu möglichen weiteren Beteiligten werden im Rahmen des laufenden Verfahrens geprüft. Ein Urteilstermin wurde noch nicht festgesetzt.

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Quelle: The Thaiger