CHONBURI, THAILAND – Eine mutmaßlich aus Eifersucht geplante Autobomben-Attacke auf eine Frau in Chonburi ist gescheitert, weil nur ein Teil der Sprengsätze unter ihrem Wagen explodierte und das Opfer den Anschlag überlebte. Die Polizei hat inzwischen drei Verdächtige festgenommen, darunter die 38-jährige Kasama, die laut Ermittlern zwei Männer angeheuert haben soll, um die vermeintliche Geliebte ihres Partners zu töten.
Explosion im Don-Hua-Lo-Gebiet
Der Fall war am 24. Dezember 2025 im Bereich der Don Hua Lo Police Station in Chonburi bekannt geworden, als Zeugen plötzlich Rauch, Flammen und einen lauten Knall unter einem geparkten Auto bemerkten.
Kurz zuvor war der Polizei ein verdächtiger Gegenstand unter dem Fahrzeug gemeldet worden, woraufhin Beamte den Bereich absicherten und die Frau im letzten Moment gewarnt wurde.
Vier Sprengsätze unter dem Tank
Spezialisten fanden unter dem Wagen insgesamt vier improvisierte Brandbomben in Flaschen, von denen nur eine teilweise explodiert war, während drei weitere noch Sprengstoff enthielten.
Laut Ermittlern waren alle vier Vorrichtungen direkt unter dem Kraftstofftank montiert und über ein fernbedientes Zündsystem verbunden, dessen fehlerhafte Verdrahtung jedoch verhinderte, dass die volle Sprengladung detonierte.
Ermittlungen und Festnahmen
Der stellvertretende Regionskommandeur Pol. Maj. Gen. Chokchai Ngamwong ordnete daraufhin eine ausgeweitete Untersuchung an und beauftragte Pol. Maj. Gen. Pongphan Wongmanithet, den Kommandeur der Provinzpolizei Chonburi, mit der Leitung der Operation.
Teams sichteten umfangreiche CCTV-Aufnahmen, befragten Anwohner und rekonstruierten so die Tatnacht, bis drei Verdächtige identifiziert und beim Rayong Provincial Court Haftbefehle erwirkt wurden.
Zugriff in zwei Provinzen
Am 24. Februar 2026 durchsuchten Einsatzkräfte mehrere Orte in den Provinzen Chonburi und Rayong und nahmen Kasama (38) sowie die beiden 34-jährigen Männer Somkid und Thinawat fest.
Bei den Razzien stellten die Beamten unter anderem ein mutmaßlich für den Anschlag genutztes Fahrzeug, gefälschte Kennzeichen und einen ferngesteuerten Zündmechanismus sicher, dazu mehr als zwanzig weitere Beweisstücke.
Tatmotiv und Vorbereitung
Nach Polizeiangaben glaubte die Hauptverdächtige, das Opfer habe eine Beziehung zu ihrem Ehemann, und habe aus Rachsucht zwei Bekannte angeheuert, die ihr bei Planung und Durchführung helfen sollten.
Ermittler erklärten, Kasama habe sich das Wissen zum Bau der Sprengsätze über YouTube-Videos angeeignet, Zündkomponenten im Internet bestellt und die Vorrichtung vorab getestet, um deren Funktionsfähigkeit zu prüfen.
GPS-Überwachung und Anschlagsnacht
Einer der Mitverdächtigen, Thinawat, soll auf Anweisung der Frau einen GPS-Tracker am Auto des Opfers angebracht haben, um dessen Fahrten genau zu überwachen.
Die Gruppe mietete laut Polizei am 22. Dezember 2025 ein Auto in Rayong, erkundete am Folgetag das Zielgebiet und montierte schließlich am 23. Dezember die vier Bomben unter dem Tank, bevor sie an einem vereinbarten Punkt wartete und den Fernzünder auslöste, als das Opfer vorbeifuhr.
Geständnisse und Anklagen
Nach dem teilweisen Versagen der Zündung produzierten die Sprengsätze zwar Rauch und sichtbare Flammen, richteten aber nur begrenzten Schaden an, sodass die Fahrerin stoppen und den Sprengsatz entdecken konnte.
Forensische und digitale Spuren, Videoaufnahmen sowie Zeugenaussagen führten laut Pol. Lt. Gen. Chatchai Surachetphong, dem Kommandeur der Provincial Police Region 2, zur Erwirkung der Haftbefehle, und alle drei Festgenommenen haben den Angaben zufolge ihre Beteiligung an Planung und Ausführung gestanden.
Juristische Konsequenzen
Die Ermittler stufen den Fall wegen der Platzierung unter dem Tank klar als versuchten Mord mit Vorsatz ein.
Zusätzlich sehen sich die Verdächtigen Anklagen wegen gemeinschaftlich verursachter Explosion mit Gefährdung von Menschen und Sachwerten sowie wegen unerlaubter Herstellung und Besitzes von Sprengstoffen gegenüber, der Fall wird nun im formellen Justizverfahren weiterverfolgt.



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