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EILMELDUNG: Erdbeben erschüttert Thailand – Panik in Bangkok

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Erdbeben der Stärke 5,4 erschüttert Thailand: 
Hochhäuser schwanken 
Menschen fliehen auf die Straßen 

Bangkok – Ein mittelstarkes Erdbeben hat am Vormittag weite Teile Thailands in Aufregung versetzt. Das Beben der Magnitude 5,4 ereignete sich um 9:58 Uhr vor der Küste Myanmars, nur 211 Kilometer südwestlich von Mae Sot (Provinz Tak). In zahlreichen Hochhäusern Bangkoks und anderer Provinzen schwankten die Wände, Gegenstände fielen von Regalen – Hunderte verließen panisch ihre Büros.

Die Epizentrum-Daten

Laut der Erdbebenüberwachungsabteilung des meteorologischen Departments hatte das Beben eine Herdtiefe von nur 10 Kilometern – ein Grund, warum die Erschütterungen trotz der Entfernung in Thailand so deutlich spürbar waren. Das Epizentrum lag im Meer zwischen Myanmar und Thailand, doch die Wellen erreichten binnen Sekunden das Festland.

Schauplätze der Erschütterungen

Am stärksten betroffen war die Hauptstadt Bangkok. Im Din Daeng Bezirk, wo sich das Arbeitsministerium befindet, evakuierten Mitarbeiter hastig ihre Büros. „Die Wände haben gezittert, ich dachte zuerst an eine Explosion“, berichtet eine Augenzeugin aus dem 15. Stock.

Weitere Meldungen aus der Metropole:

• Silom Road (Bang Rak Bezirk): Bürogebäude schwankten spürbar, Mitarbeiter klagten über Schwindel

• Samsen Nai (Phaya Thai): Ein Kronleuchter in einem 11-Stockwerk-Hochhaus schwang minutenlang

• Khlong Toei: Im 12. Stock eines Condominiums schlug das Wasser in den Tanks Wellen

• Khlong San: Bewohner des 18. Stocks hörten „knarrende“ Geräusche und sahen ihre Küchenlampen schwanken

Auch außerhalb Bangkoks meldeten sich Betroffene: In Nonthaburi klagten Menschen im 9. Stock eines Bürogebäudes über Übelkeit und Schwindel durch das anhaltende Schwanken.

Keine Schäden – aber viel Angst

Glücklicherweise wurden keine strukturellen Schäden oder Verletzten gemeldet. Die Erschütterungen dauerten in den meisten Gebieten nur 10-20 Sekunden – lang genug, um Panik auszulösen, aber zu kurz, um ernsthafte Gefahr zu verursachen.

Die Katastrophenschutzbehörde gab um 10:30 Uhr Entwarnung: „Es besteht keine Tsunami-Gefahr, und es sind keine Nachbeben zu erwarten.“ Dennoch blieben viele Thais verunsichert. In den sozialen Medien kursierten Videos wackelnder Lampen und schwankender Hochhäuser.

Warum war das Beben so spürbar?

Experten erklären die ungewöhnliche Reichweite mit der flachen Herdtiefe und den geologischen Gegebenheiten Bangkoks. Die Stadt steht auf einem weichen Sedimentboden, der Erdbebenwellen verstärkt. Hochhäuser können wie gigantische Pendel reagieren, selbst bei schwachen Beben.

Thailands Erdbeben-Vorsorge

Der Vorfall offenbarte Lücken in der Erdbeben-Vorsorge. Viele Thais wussten nicht, wie sie sich verhalten sollten. Die Behörden riefen die Bevölkerung zur Ruhe auf und veröffentlichten Verhaltensregeln:
• Nicht aus dem Gebäude rennen (Gefahr durch herabfallende Trümmer)
• Unter stabilen Tischen Schutz suchen
• Aufzüge unbedingt meiden
• Nach dem Beben Gebäude zügig verlassen

Thailand liegt zwar nicht in einer primären Erdbebenzone, doch Nähe zu Myanmar und Subduktionszonen im Indischen Ozean machen solche Ereignisse möglich. 

Die erneute Erschütterung weckte bei vielen Thais schmerzhafte Erinnerungen an das schwere Erdbeben in diesem Jahr, bei dem sogar ein im Bau befindliches Hochhaus einstürzte und zahlreiche Bauarbeiter unter den Trümmern verschüttet wurden; viele von ihnen starben. Dieses traumatische Ereignis habe die Sensibilität für Bauqualität und Sicherheitsstandards geschärft und trägt jetzt zur großen Verunsicherung bei, sagen Anwohner und Sicherheitsbehörden.

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