TRAT, THAILAND – Europas Reisegruppen orientieren sich bei Thailand-Trips spürbar um: Weg von südlichen Hotspots, hin zu Zielen an der Ostküste wie Koh Chang und Koh Kut. Die Tourismusbehörde TAT führt die Verschiebung auf die Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten auf Flugrouten und Kosten zurück.
Ostküste wird zur neuen Wunschregion
Kanokkittika Kritwuttikorn, Direktorin der Tourism Authority of Thailand (TAT) für die Ostregion, berichtete, europäische Reisegruppen und Veranstalter zeigten deutlich mehr Interesse an der Ostküste.
Besonders die Inseln Koh Chang und Koh Kut in der Provinz Trat würden von vielen Anbietern als „neue“ Destinationen vermarktet.
Warum der Süden stärker leidet
Nach Angaben von Kanokkittika Kritwuttikorn habe der Konflikt die Ostregion bislang weniger getroffen als südliche Ziele, was bei europäischen Planern die Risikoabwägung verändere.
Viele Besucher planten deshalb längere Aufenthalte in Pattaya und wollten bis zum Songkran-Fest im April bleiben, obwohl der Krieg weiter andauere.
Flugrouten als entscheidender Hebel
Die TAT verweist darauf, dass Europäer für Reisen in den Osten bequem über Bangkok einreisen könnten und dabei direkte Verbindungen nutzen, sofern verfügbar.
Gleichzeitig ließen sich so teure Umwege und Transitstrecken vermeiden, die bei Reisen in andere Landesteile aus Sicht vieler Veranstalter inzwischen als zwingend und kostentreibend gelten.
Trat rückt bei Veranstaltern auf die Landkarte
Pichaya Thachai-adisap, Präsidentin der Trat Tourism and Hotel Association, sagte, Betriebe im Süden berichteten von einem deutlichen Rückgang europäischer Gäste.
Als Grund nannte sie, dass viele Verbindungen in den Süden stärker von Flügen über den Nahen Osten abhängig seien, während Europäer für die Ostküste meist über Bangkok flögen.
TAT setzt auf Messe in Pattaya als Schaufenster
Um den Trend zu verstärken, kündigte die TAT an, die Ostinseln im Juni bei der Branchenmesse Thailand Travel Mart in Pattaya gezielt zu bewerben.
Erwartet würden Vertreter von mehr als 400 ausländischen Reiseagenturen sowie Medienorganisationen, die vor Ort neue Programme und Routen sondieren sollen.
Das Risiko – wenn Energiepreise den Trend drehen
Trotz der aktuellen Dynamik warnte Pichaya Thachai-adisap, ein langer Konflikt könne über steigende Treibstoffpreise die Kalkulation europäischer Reisender grundsätzlich verändern.
Sollten Flugkosten stark anziehen, könnten sich viele Europäer am Ende für Urlaub in der eigenen Region entscheiden, statt Langstreckenreisen nach Südostasien zu buchen.



Finde ich eine geile Idee! Bis man sich mal wieder mit den Kambodschanern an der sehr nahen Grenze beschießt. Gehört dann wohl zum Paket „Abenteuerurlaub“, oder was?