Schicksalsschlag in Bangkok:
Brite verliert beide Beine nach Fahrerflucht-Unfall
Ein 54-jähriger schottischer Expat erlitt bei einem Motorradunfall in Bangkok lebensverändernde Verletzungen. Der Lastwagenfahrer, der den Unfall verursacht haben soll, flüchtete – und ließ Willie Braid schwer verletzt zurück.
Tragischer Unfall mit Folgeschäden
Am 27. Juli kollidierte Willie Braid im Großstadtverkehr Bangkoks mit einem Lkw. Der Brite wurde mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert, wo Ärzte um sein Leben kämpften. Neben Nierenversagen erlitt er so schwere Beinverletzungen, dass beide Unterschenkel amputiert werden mussten.
„Er lag im künstlichen Koma, jetzt ist er zwar wach, aber völlig verwirrt“, berichtet seine Schwester June Braid, die eigens aus Großbritannien angereist ist. Ein Psychiater begleitet Willie, doch die Realität scheint ihn nur langsam zu erreichen.
Langer Weg zur Rehabilitation
Der medizinische Aufwand ist enorm: Dialyse, Wundversorgung und schließlich Prothesen-Anpassungen stehen an. Die Ärzte rechnen mit mindestens drei Monaten Krankenhausaufenthalt, gefolgt von monatelanger Rehabilitation.
June zeigt sich dankbar für die gute Versorgung, blickt aber sorgenvoll in die Zukunft: „Er kann noch nicht fliegen, und wir wissen nicht, wann er reisefähig sein wird. Jetzt geht es Tag für Tag.“
Familie kämpft um Gerechtigkeit
und finanzielle Hilfe
Während Willie um seine Gesundheit ringt, versucht die Familie, den flüchtigen Lkw-Fahrer zur Rechenschaft zu ziehen. Die britische Botschaft unterstützt sie bei der Suche nach einem Anwalt, um die thailändische Polizei bei den Ermittlungen zu drängen.
Gleichzeitig läuft eine Spendenkampagne, die bereits 5.000 Pfund (rund 5.800 Euro) eingebracht hat. Das Geld soll Willies Behandlungskosten decken – und ihm später ein Leben in einer behindertengerechten Wohnung ermöglichen.
„Sein Leben wird nie mehr wie vorher sein“, sagt June. „Aber wir tun alles, damit er wieder auf die Beine kommt – im wahrsten Sinne des Wortes.“



