Thailands Krankenhaus-Revolution: Patienten kaufen Medikamente billiger außerhalb
Eine bahnbrechende Reform in Thailands Gesundheitswesen: Mehr als 350 Privatkliniken erlauben Patienten jetzt, Medikamente außerhalb der Krankenhäuser zu kaufen. Das „Happy Body, Happy Wallet“ Programm soll thailändischen Bürgern und Ausländern satte 32,4 Milliarden Baht (ca. 810 Millionen Euro) ersparen!
354 Privatkliniken machen mit
Das Programm umfasst prestigeträchtige Namen wie Bangkok Dusit Medical Services, Thonburi Hospital und BPK Hospital Group. Insgesamt 354 Privatkrankenhäuser aus neun großen Gruppen ermöglichen es Patienten, mit einem ärztlichen Rezept Medikamente in externen Apotheken zu kaufen.
Der Ablauf ist simpel: Patienten erhalten während der Konsultation ein Rezept und können dann Preise in verschiedenen Apotheken vergleichen. Allerdings sind Medikamente für schwere Erkrankungen wie Herzkrankheiten und Krebs-Therapien vom Programm ausgenommen – aus Sicherheitsgründen.
20.000 Apotheken stehen bereit
Das Handelsministerium plant ein Treffen mit dem Apothekerverband, um den Registrierungsprozess zu etablieren. In Thailand gibt es 20.099 Apotheken, von denen 93% über vollzeitbeschäftigte, lizenzierte Apotheker verfügen.
Das Projekt wird etwa 90% aller Medikamente abdecken, darunter Behandlungen für chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes. Für Millionen Patienten bedeutet dies eine erhebliche finanzielle Entlastung.
Krankenhäuser verlieren Monopolstellung
Paiboon Eksaengsri, Präsident der Vereinigung privater Krankenhäuser, betont: „Überhöhte Aufschläge belasten oft Menschen, die Medikamente benötigen.“ Alternative Apotheken könnten mit wettbewerbsfähigen Preisen und mehr Auswahl Abhilfe schaffen.
Doch warum machen die Krankenhäuser bei einem Programm mit, das ihnen Einnahmen entzieht? Die Antwort: Der Druck auf das Gesundheitssystem ist zu groß geworden – und die Regierung drängt auf Reformen.
Qualitätskontrolle bleibt entscheidend
Trotz der Öffnung warnt Eksaengsri vor gefälschten Medikamenten. Die Qualitätskontrolle in Apotheken müsse gewährleistet bleiben. Das Handelsministerium plant daher, Preisstrukturen zu bewerten, um Transparenz und Fairness in der Kostenverwaltung sicherzustellen.
Langfristig könnte das Programm sogar die Überlastung öffentlicher Krankenhäuser verringern, indem einige Medikationsaufgaben an externe Apotheken übertragen werden.
Was bedeutet das für Patienten?
Für den durchschnittlichen Patienten könnte dies Ersparnisse von 30-50% bei Medikamentenkosten bedeuten. Besonders chronisch kranke Menschen, die regelmäßig Medikamente benötigen, werden profitieren.
Arzneien frei kaufen
Chance oder Risiko?
Würden Sie Ihre Medikamente lieber in einer günstigen Apotheke statt im Krankenhaus kaufen – auch wenn Sie dafür selbst auf Qualität achten müssen? Teilen Sie Ihre Meinung!




… auch ich habe aufgeatmet!!!!
Welch eine Erleichterung!!!! Und die Inflationsrate ist sofort gegen 0 gesunken!
Was sollte daran neu sein? Wenn mir ein Arzt Medikamente auf’s Auge drücken wollte, habe ich ganz klar zum Ausdruck gebracht, dass ich Diese ausserhalb kaufen werde; da Medis im Spital überteuert sind. Bis jetzt hatten die Aerzte immer Verständnis dafür!
Habe im KH immer ein Foto gemacht und habe mir die Medikamente bei Facino gekauft. Da haben sie im KH immer ganz blöd aus der Wäsche geschaut. Zum Teil waren die Medikamente im KH 400 % teurer.