BANGKOK, THAILAND – Thailändische Ermittler und der US-Konzern Meta haben ihre Zusammenarbeit im Kampf gegen Online-Betrug deutlich verstärkt und seit Oktober 2025 über 52.000 verdächtige Seiten auf Facebook und anderen Diensten abgeschaltet. Im Zentrum der Offensive stehen illegale Online-Glücksspielplattformen, aggressive „Loan-Shark“-Kreditapps und gefälschte Stellenanzeigen, die Opfer in ausländische Scam-Fabriken locken.
Vertiefte Allianz von Polizei und Tech-Konzern
Die Royal Thai Police (RTP) hat ihre Kooperation mit Meta, dem Mutterkonzern von Facebook, Instagram und WhatsApp, spürbar ausgebaut und richtet den Fokus gezielt auf digitale Strukturen krimineller Syndikate.
Spezialisierte Cybercrime-Einheiten wie die Technology Crime Suppression Division arbeiten eng mit Metas Policy- und Enforcement-Teams zusammen, um Hinweise auszutauschen und Maßnahmen zu koordinieren.
Systematische Jagd auf illegale Plattformen
Zu den Kernmaßnahmen gehören das proaktive Sperren des Zugangs zu illegalen Angeboten, das Entfernen betrügerischer Seiten und Konten sowie das Unterbinden irreführender Anzeigen, die gegen Plattformregeln und nationales Recht verstoßen.
Damit soll verhindert werden, dass Online-Gambling-Seiten, Wucher-Kreditangebote und betrügerische Jobportale im großen Stil neue Nutzerinnen und Nutzer ansprechen.
Mehr als 52.000 Seiten in wenigen Monaten offline
Zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 wurden durch das gemeinsame Vorgehen über 52.000 verdächtige Seiten auf Facebook und anderen Meta-Diensten blockiert.
Diese Seiten standen nach Angaben der Behörden mit verschiedenen Cyberdelikten in Verbindung, darunter Werbung für nicht lizenzierte Glücksspiele, extrem hochverzinste illegale Kredite und fingierte Jobangebote, die häufig in Menschenhandel in Scam-Camps in Nachbarländern münden.
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Einbettung in internationale Anti-Scam-Offensiven
Die aktuelle Kooperation knüpft an umfassendere Anti-Scam-Kampagnen an, in deren Rahmen thailändische Behörden bereits mit Meta und internationalen Partnern wie dem FBI zusammengearbeitet haben.
Dazu gehörte auch die Aktion „Joint Disruption Week“ Ende 2025, die sich gegen grenzüberschreitende Netzwerke richtete und eine große Zahl hochriskanter Inhalte entfernen ließ.
Technik von Meta trifft auf Ermittlerwissen der RTP
Die verstärkte Zusammenarbeit signalisiert den politischen Willen, die Durchsetzung des Cyberstrafrechts angesichts zunehmend komplexer Online-Betrugsmuster in der Region deutlich zu erhöhen.
Durch die Kombination von Metas Tools zur Inhaltsmoderation und Echtzeit-Erkennung mit den Ermittlungsressourcen der RTP sollen Bürgerinnen und Bürger besser vor finanzieller Ausbeutung und damit verbundenen Schäden geschützt werden.
Appell an die Bevölkerung zur Wachsamkeit
Parallel dazu ruft die Royal Thai Police die Öffentlichkeit weiterhin dazu auf, verdächtige Aktivitäten über offizielle Kanäle zu melden.
Die Behörden betonen, man müsse bei unaufgeforderten Online-Angeboten, die schnellen Reichtum oder lukrative Jobs versprechen, besonders wachsam sein.
📱 52.000 Seiten dicht – reicht das gegen die Scam-Flut?
Thailand verstärkt den Druck auf Online-Betrüger und arbeitet enger mit Meta zusammen. Tausende Seiten wurden gesperrt – doch Scam-Netzwerke sind oft international organisiert.
Ist das der Wendepunkt im Kampf gegen Online-Betrug – oder nur ein Schritt in einem endlosen Katz-und-Maus-Spiel?
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