TRAT, THAILAND – In der Tourismusprovinz Trat wächst die Sorge, dass steigende Spritpreise Fähren und Minibusse an die Grenze bringen und am Ende Ticketpreise oder Fahrpläne kippen. Fährbetreiber und Transportfirmen fordern von der Regierung schnelle Entlastung, bevor die Belastung für sie nicht mehr tragbar ist.
Ein Baht mehr, sofort ein Problem
Atthaphon Klinthub, Manager von Boonsiri High-Speed Ferries, sagte, schon ein Aufschlag von 1 Baht pro Liter schlage bei einem großen Betreiber sofort massiv auf die Kosten.
Das Unternehmen verbrauche nach seinen Angaben 4.000 bis 5.000 Liter Treibstoff am Tag, allein eine Passagierfähre liege bei rund 600 Litern pro Fahrt und 1.200 Litern für Hin- und Rückfahrt.
Teurer Einkauf, günstiger Zapfsäulenpreis
Boonsiri kaufe Treibstoff aktuell direkt bei Raffinerien zu 37 Baht pro Liter und erhalte dabei keine staatlichen Zuschüsse, erklärte Atthaphon Klinthub.
Gleichzeitig lägen die Preise an Tankstellen bei 30 bis 31 Baht, was in der Branche Fragen nach Marktmechanismen und möglicher Unterstützung aufwirft.
Spartricks und die Drohung mit höheren Tickets
Um Kosten zu drücken, lasse das Unternehmen Busse und Vans ihren Kraftstoff an normalen Tankstellen kaufen, statt teurer zu beziehen.
Wenn die Lage jedoch länger anhalte, müsse man über Fahrpreiserhöhungen nachdenken, auch wenn man die Tarife nach eigenen Worten zunächst möglichst „einfrieren“ wolle, um den Tourismus nicht zusätzlich zu belasten.
Regierung friert Preise bis 17. März ein
Als wichtigste Maßnahme nannte der Betreiber den staatlichen Plan, die Preise für Diesel und Benzin zunächst bis 17. März zu stabilisieren.
Aus Sicht der Unternehmen reicht das nicht aus, weshalb sie weitere Schritte wie direkte Subventionen, Steuererleichterungen oder Zinssenkungen ins Spiel bringen.
Weniger Ankünfte durch Flugausfälle über den Nahen Osten
Zusätzlich zu den Treibstoffkosten spüre Trat laut Atthaphon Klinthub einen Dämpfer bei ausländischen Ankünften, vor allem bei Reisenden, die über den Nahen Osten einfliegen wollten und von Flugstreichungen betroffen seien.
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Wer umplanen müsse, zahle häufig mehr oder verkürze den Aufenthalt, was die Bereitschaft senke, überhaupt zu kommen oder länger zu bleiben.
Minibusse zwischen Bangkok und Trat rechnen scharf
Auch Rinlapas Saksomboon, Inhaberin eines Minibus-Betreibers auf der Strecke Bangkok–Trat, berichtete von hohem Verbrauch: rund 70.000 Liter pro Monat, also etwa 2.300 Liter pro Tag.
Bei einem Dieselpreis von 30 bis 31 Baht sei es noch machbar, doch ab 35 Baht werde es kritisch, weil der Fahrpreis auf 290 Baht pro Passagier festgelegt sei.
Weniger Fahrten als letzte Stellschraube
Als einzige kurzfristige Möglichkeit, Kosten zu senken, nannte Rinlapas Saksomboon das Kürzen von Fahrten.
Sie erwartet, dass die Regierung die Lage bald erneut bewertet, und hält Zuschüsse für betroffene Betreiber für ein positives Signal, auch wenn offen bleibe, ob die Hilfe am Ende genügt.
Deine Meinung
Wie weit sollte der Staat bei Spritpreisen eingreifen, wenn Tourismusrouten wie Koh Kood und Koh Mak oder Verbindungen zwischen Bangkok und den Provinzen sonst ausgedünnt werden?
Diskutiere in den Kommentaren, ob eher Subventionen, Steuersenkungen oder eine Anpassung der Tarife der ehrlichere Weg wäre.



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