Fake-Raub: Touristen wollten Versicherungs-Geld

🚨 Falscher Überfall? Touristen melden Raub in Chiang Mai – doch Ermittler stoßen auf Ungereimtheiten. Der Verdacht: Alles nur erfunden für Versicherungs-Geld. Was steckt wirklich hinter dem Fall?

Fake-Raub: Touristen wollten Versicherungs-Geld
Chiang Mai News

CHIANG MAI, THAILAND – Ein chinesischer Tourist hat in Chiang Mai Anzeige wegen eines angeblichen Raubes erstattet, doch Ermittler fanden laut Polizei keine Hinweise auf die Tat. Brisant: Der Mann soll kurz darauf ausgereist sein – und dabei ausgerechnet den Pass genutzt haben, den er als „gestohlen“ gemeldet hatte.

Anzeige in der Nacht: Angeblicher Überfall nahe Night Bazaar

Nach Angaben der Polizeiinspektion Chiang Mai City (SPh. Mueang Chiang Mai) meldete Mr. Xiao am 17. März gegen 23.40 Uhr einen Überfall in der Nähe der Kamphaeng Din Road im Stadtgebiet.

Er habe behauptet, zwei Männer auf einem Motorrad ohne Kennzeichen hätten ihm von hinten die braune Umhängetasche entrissen, als er zu Fuß vom Night Bazaar in Richtung Kad Kom unterwegs gewesen sei.

Teure Beute: Kamera, iPad und Bargeld als „Schadensliste“

In seiner Anzeige listete der Tourist nach Polizeiangaben eine auffällig hochpreisige Auswahl an Gegenständen auf, darunter eine Sony A7M4 mit Sony G Master II 24–70, ein iPad Pro 2024 und weitere persönliche Dinge.

Außerdem habe er Bargeld in Höhe von rund 5.000 Baht und etwa 3.500 Yuan sowie seinen chinesischen Reisepass und Ausweisdokumente als geraubt angegeben.

Videoauswertung: Keine Täter, kein Gerangel, keine Tat

Am 18. März überprüfte das Ermittlerteam laut Polizei mehrere CCTV-Kameras entlang der beschriebenen Route sowie an Ein- und Ausgängen der genannten Gassen.

Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Es seien weder verdächtige Personen noch Anzeichen eines Handgemenges oder einer Flucht zu sehen gewesen, die die Darstellung des mutmaßlichen Opfers stützen könnten.

Plötzlich nicht erreichbar! Hotel, Grab-Fahrt, Tha Phae Gate

Als die Ermittler den Mann telefonisch kontaktieren wollten, sei er über die von ihm angegebene Nummer nicht mehr erreichbar gewesen, weshalb auch die Touristenpolizei Chiang Mai um Hilfe bei der Kontaktaufnahme gebeten wurde.

Im Hotel, in dem er laut Meldung bei der Immigration registriert war, habe das Personal mitgeteilt, er sei mit einem Grab-Auto abgeholt worden, ohne auszuchecken, und der Fahrer habe ihn am Tha Phae Gate abgesetzt.

Ausreise nach Hongkong – mit dem angeblich gestohlenen Pass

Am frühen Abend holte die Polizei schließlich Reiseinformationen bei der Einwanderungsbehörde Chiang Mai ein und erhielt laut Darstellung den Hinweis, dass Mr. Xiao über den Flughafen Chiang Mai nach Hongkong ausgereist sei.

Dabei habe er den Reisepass vorgelegt, den er zuvor als gestohlen gemeldet hatte, was die Ermittler als zentrales Indiz werten, dass der Raub nicht stattgefunden habe.

Verdacht: Falsche Anzeige für Versicherungsleistungen

Die Polizei erklärte, es lägen keine Belege für den behaupteten Raub vor, weshalb man davon ausgehe, der Tourist habe bewusst falsche Angaben gemacht.

Nach Einschätzung der Ermittler sollte die Anzeige offenbar dazu dienen, amtliche Unterlagen zu erhalten, um damit Versicherungsansprüche wegen angeblich verlorener oder gestohlener Gegenstände auf Reisen geltend zu machen.

Deine Meinung

Der Fall wirft die Frage auf, wie konsequent Behörden bei falschen Anzeigen durchreisender Touristen vorgehen sollten, wenn der Verdächtige das Land bereits verlassen hat.

Sollten Versicherer und Polizei bei Reise-Diebstählen strengere Nachweise verlangen, oder trifft das am Ende auch ehrliche Opfer – was ist eure Meinung in den Kommentaren?

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Quelle: chiangmainews.co.th

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