Der Zeitraum von Januar 2026 bis zum Februar 2026 war an den Finanzmärkten außergewöhnlich bewegt: Gold und Silber legten eine spektakuläre Rallye hin, während die thailändische Börse mit deutlicher Volatilität und interessanten Sektoren aufwartete.
In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Entwicklungen zusammen und zeigen, was diese Bewegungen für Anleger in Thailand bedeuten können.
- Gold: Rekordrallye mit heftigen Schwankungen
- Silber: Sprung auf neue Allzeithochs
- Gründe für den Edelmetall‑Boom
- Korrekturen und neue Gleichgewichte
- Gold und Silber für Anleger in Thailand
- Die thailändische Börse im Januar 2026
- Starke Sektoren an der SET
- Herausforderungen und Risiken an der SET
- Wechselwirkungen zwischen Edelmetallen und Aktien
- Chancen für Investoren in Thailand
- Redaktioneller Hinweis
Gold: Rekordrallye mit heftigen Schwankungen
Im Januar 2026 kletterte der Goldpreis erneut auf neue Rekordniveaus und setzte damit die starke Aufwärtsbewegung aus dem Vorjahr fort. Viele Analysten führen dies auf anhaltende Unsicherheiten im globalen Umfeld, eine angespannte geopolitische Lage sowie eine weiterhin lockere Geldpolitik zentraler Notenbanken zurück, die Gold als sichere Anlage besonders begehrt machen.
Gleichzeitig zeigte der Markt extreme Volatilität: Nach dem Anstieg auf historische Höchststände kam es am Ende des Monats zu einem massiven Tageseinbruch, der als einer der stärksten Rücksetzer seit Beginn der Rallye gilt. Diese Bewegungen unterstreichen, dass Gold zwar als Schutz gegen Krisen gilt, aber auch kurzfristig stark schwanken kann – ein Punkt, den Anleger in Thailand besonders beachten sollten.
Silber: Sprung auf neue Allzeithochs
Silber erlebte im Januar 2026 eine noch dynamischere Entwicklung als Gold und stieg zeitweise auf über 119 US‑Dollar je Unze, was einem Plus von rund 65 Prozent innerhalb eines Monats entspricht. Auf internationalen Terminmärkten wie Comex und in China wurden teils sogar kurzfristig Niveaus über 120 US‑Dollar pro Unze erreicht, bevor der Kurs wieder zurückging.
Die Treiber sind vielfältig: Neben der klassischen „Safe‑Haven‑Nachfrage“ spielt die industrielle Verwendung von Silber in Solarzellen, Elektronik und neuen Technologien eine immer größere Rolle. Zudem berichten Händler von hoher physischer Nachfrage, vor allem aus asiatischen Märkten, was die Preise zusätzlich befeuert hat.
Gründe für den Edelmetall‑Boom
Mehrere Faktoren erklären den starken Anstieg von Gold und Silber im Januar 2026. Dazu zählen anhaltende geopolitische Spannungen, insbesondere im Nahen Osten und in Europa, sowie ungelöste Handelskonflikte zwischen großen Volkswirtschaften. In solchen Umfeldern fließen Kapitalströme verstärkt in Edelmetalle, weil Anleger vor Verlusten an Aktien‑ und Anleihemärkten geschützt sein wollen.
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Zusätzlich hat die Entscheidung der US‑Notenbank, die Leitzinsen im Januar zunächst stabil zu lassen, die Rechnung für Edelmetalle verbessert. Niedrige oder unveränderte Zinsen senken die Opportunitätskosten für den Besitz von Gold und Silber, da diese keine Zinsen abwerfen und daher in einer niedrigen Zinsphase attraktiver werden.
Korrekturen und neue Gleichgewichte
Nach den extremen Gewinnen im Januar folgten Mitte bis Ende des Monats deutliche Kursrücksetzer bei Gold und Silber. Experten sprechen von einer „gesunden Korrektur“, bei der sich der Markt von überhitzen Niveaus trennt und sich in einem neuen Bereich stabilisiert.
Technische Analysen zeigen, dass Silber sich nach der Korrektur in einer Zone um etwa 70–75 US‑Dollar pro Unze eingependelt hat, während Gold weiterhin auf einem deutlich höheren Niveau notiert als noch vor einem Jahr. Solche Phasen bieten Chancen für langfristig orientierte Anleger, aber auch Risiken für Spekulanten, die auf kurzfristige Kursbewegungen setzen.
Gold und Silber für Anleger in Thailand
Für Anleger in Thailand sind Gold und Silber traditionell beliebte Anlageklassen, nicht zuletzt wegen der kulturellen Bedeutung von Schmuck und Barren. In den letzten Wochen haben viele Händler in Thailand sowohl physisches Gold als auch Silberbarren in höheren Stückzahlen nachgefragt, was sich auch in gestiegenen Verkaufszahlen lokaler Juweliere und Edelmetallhändler widerspiegelt.
Gleichzeitig warnen Finanzexperten vor einer einseitigen Fokussierung auf Edelmetalle. Gold und Silber können eine sinnvolle Beimischung im Portfolio sein, ersetzen aber keine diversifizierte Strategie aus Aktien, Anleihen und anderen Vermögenswerten.
Die thailändische Börse im Januar 2026
Parallel zur Edelmetall‑Rallye entwickelte sich die thailändische Börse (SET) im Januar 2026 ebenfalls sehr dynamisch. Der Index bewegte sich in einem breiten Korridor, geprägt von starken Sektoren wie Tourismus, Konsum und Finanzen, die von der anziehenden Wirtschaft und der erhöhten Auslandsnachfrage profitierten.
Gleichzeitig zeigte der Markt eine erhöhte Volatilität, da globale Nachrichten über Zinsen, Handel und Geopolitik schneller als früher auf die Kurse in Bangkok durchschlugen. Viele Fonds‑ und Privatanleger nutzten die Schwankungen, um gezielt in wachstumsstarke Branchen einzusteigen, während andere in defensive Werte wie Versorger und Banken flohen.
Starke Sektoren an der SET
Im Januar 2026 fielen vor allem Tourismus‑ und Konsumwerte positiv auf, da Thailand weiterhin von einem starken Zustrom ausländischer Touristen profitierte. Hotels, Fluggesellschaften, Einzelhandel und Freizeitunternehmen verzeichneten teils zweistellige Kursgewinne, was sich auch in steigenden Umsätzen und Gewinnen niederschlug.
Zudem spielten Finanzwerte wie Banken und Versicherer eine wichtige Rolle, da die Zinspolitik der thailändischen Zentralbank und die Kreditnachfrage die Erwartungen an höhere Margen stützten. Diese Sektoren boten für viele Anleger in Thailand eine attraktive Kombination aus Wachstum und Dividenden.
Herausforderungen und Risiken an der SET
Trotz der positiven Entwicklungen gab es auch Risiken an der thailändischen Börse. Ein Teil der Unternehmen litt unter steigenden Kosten, etwa durch Energiepreise und Lohnzuwächse, was die Gewinnmargen belastete. Zudem sorgten globale Unsicherheiten dafür, dass ausländische Investoren einzelne Tage stärker abzogen, was die Kurse zusätzlich schwanken ließ.
Für Anleger in Thailand bedeutet dies, dass eine selektive Auswahl von Titeln sowie eine langfristige Perspektive wichtig sind. Wer nur auf kurzfristige Trends setzt, kann durch die Volatilität leicht Verluste machen.
Wechselwirkungen zwischen Edelmetallen und Aktien
Die starke Performance von Gold und Silber im Januar 2026 hatte auch Auswirkungen auf Aktienmärkte, einschließlich der SET. In Phasen, in denen Edelmetalle stark steigen, neigen Anleger dazu, in Minen‑ und Rohstoffaktien zu investieren, was deren Kurse zusätzlich befeuert.
Gleichzeitig kann eine sehr starke „Flucht in sichere Häfen“ auch dazu führen, dass weniger Kapital in risikoreichere Aktien fließt. Für Anleger in Thailand bedeutet das, dass die Entwicklung von Gold und Silber ein wichtiger Indikator für die allgemeine Risikobereitschaft an den Börsen ist.
Chancen für Investoren in Thailand
Für Investoren in Thailand ergeben sich aus den Bewegungen von Januar 2026 mehrere Chancen. Einerseits können Edelmetalle als Absicherung gegen Krisen und Inflation dienen, andererseits bieten Aktien der SET, insbesondere in wachstumsstarken Sektoren, Potenzial für mittel‑ bis langfristige Kursgewinne.
Wichtig ist eine ausgewogene Verteilung des Kapitals: Gold und Silber können als Stabilisatoren im Portfolio wirken, während ausgewählte Aktien der thailändischen Börse das Wachstum tragen. Wer auf eine solche Mischung setzt, kann sowohl von der Edelmetall‑Rallye als auch von der dynamischen Entwicklung der heimischen Börse profitieren.
Redaktioneller Hinweis
Die hier dargestellten Entwicklungen an den Edelmetall‑ und Aktienmärkten beruhen auf aktuellen Marktdaten und Analysen. Die Ausführungen dienen ausschließlich der Information und stellen keine individuelle Anlageberatung dar. Anleger sollten ihre persönliche Risikobereitschaft, Anlagehorizonte und finanzielle Situation sorgfältig prüfen und gegebenenfalls einen unabhängigen Berater konsultieren, bevor sie Anlageentscheidungen treffen.


