Entführungsversuch in Pool-Villa gescheitert
Ein dramatischer Entführungsversuch hat in den frühen Morgenstunden des Freitags die Ruhe einer luxuriösen Pool-Villa in Pattaya erschüttert. Zwei chinesische Männer drangen in das zweistöckige Anwesen im Bezirk Nong Prue ein und fesselten eine Thai-Frau mit Kabelbindern. Doch die mutige Frau konnte sich befreien und entkommen, bevor die Kidnapper ihr Ziel erreichten.
Die Polizei fahndet nun intensiv nach den Flüchtigen, die bei ihrer spektakulären Flucht ein Polizei-Motorrad rammten und dabei einen Beamten verletzten. Oberst Anek Srathongyoo von der Polizeistation Pattaya bestätigte den Vorfall und erklärte: „Die Frau schaffte es, sich zu befreien, rannte panisch aus dem Haus und suchte Hilfe bei einem Nachbarn, der die Polizei verständigte.“
Bewaffnete Täter warten auf Ehemann
Die erschreckenden Details des Verbrechens kommen erst nach und nach ans Licht. Die Täter bedrohten die Frau mit einer Schusswaffe und sperrten sie in ein Schlafzimmer ein, während sie auf die Rückkehr ihres chinesischen Ehemanns warteten. Die Kidnapper hatten offenbar einen konkreten Plan und wollten die Frau als Druckmittel gegen ihren Mann einsetzen.
Zeugenaussagen bestätigen die dramatischen Ereignisse: „Die Frau rannte heraus und bat um Hilfe. Sie sagte, zwei chinesische Männer hätten ihre Hände gefesselt und wollten sie für Lösegeld festhalten“, berichtete ein Nachbar, dessen Identität von der Polizei geschützt wird. Die Täter versuchten das Opfer zu beruhigen und sagten ihr, dass „alles vorbei sein würde“, sobald ihr Ehemann nach Hause käme. Diese Aussage lässt darauf schließen, dass es sich nicht um einen zufälligen Raubüberfall handelte, sondern um eine gezielte Aktion.

Spektakuläre Flucht nach Polizei-Ramm-Attacke
Als die Beamten um 3 Uhr morgens am Tatort eintrafen, entwickelte sich eine actionreiche Verfolgungsjagd. Die beiden Verdächtigen – einer mit Baseballkappe und Gesichtsmaske – fuhren einen weißen Toyota mit unlesbarem Kennzeichen. Sie erkannten sofort die Gefahr und versuchten zu fliehen. Die Polizei positionierte ein Motorrad, um den Ausgang der Villa zu blockieren, doch die skrupellosen Täter zeigten keine Absicht anzuhalten.
„Sie rammten das Motorrad des Streifenbeamten, verursachten Sachschäden und stießen auch mit dem geparkten Auto eines Anwohners zusammen, bevor sie davonrasten“, erklärte Oberst Anek. Der betroffene Polizist wurde glücklicherweise nicht schwer verletzt. Die anschließende Verfolgung erstreckte sich über mehr als 20 Kilometer durch die Provinz Chonburi, wobei mehrere Straßensperren errichtet wurden.
Täter verschwinden spurlos
Ermittlungen laufen
Trotz des Großaufgebots an Polizeikräften gelang den Kidnappern die Flucht. „Die Verdächtigen schienen mit den örtlichen Straßen vertraut zu sein und nutzten abgelegene Routen, um der Festnahme zu entgehen. Sie entkamen schließlich über die Huay Yai Road“, berichtete der Polizei-Superintendent frustriert. Die Ermittler prüfen nun verschiedene Tatmotive, darunter Schuldenprobleme, persönliche Konflikte oder Geschäftsstreitigkeiten.
Sowohl der chinesische Ehemann als auch seine Thai-Frau wurden für ausführliche Verhöre zur Polizeistation gebracht, wobei ihre Aussagen laut Oberst Anek „widersprüchliche und verwirrende Details“ enthalten. Die Detektive analysieren derzeit Überwachungsaufnahmen aus der Umgebung, um die Bewegungen der Täter zu verfolgen und ihre Fluchtroute zu identifizieren. Die Fahndung nach den beiden chinesischen Kidnappern läuft auf Hochtouren.



