NONTHABURI, THAILAND – Thailands Department of Internal Trade geht gegen Abfüllbetriebe und Händler vor, die LPG-Kochgas nicht vollständig in die Flaschen füllen. Kontrollen in mehreren Provinzen führten zu Anzeigen, Geldbußen und Beschlagnahmungen – parallel laufen Maßnahmen zur Senkung der Lebenshaltungskosten.
Behörde verschärft Kontrollen nach Beschwerden
Das Department of Internal Trade (DIT) überprüft die Abfüllung und den Verkauf von Kochgas (LPG) nach Beschwerden aus mehreren Regionen über zu wenig Gas in den Flaschen.
Kontrolliert werden Abfüllanlagen, Großhändler und Einzelhändler, um Verbraucher vor Benachteiligung zu schützen und fairen Handel sicherzustellen.
„Nicht volle Flaschen“ als zusätzliche Belastung
Vize-Generaldirektorin Yaney Srimanee erklärte, die Lebenshaltungskosten stiegen unter anderem durch Energie- und Ölpreise, weshalb korrekte Mengen besonders wichtig seien.
Wer zwar zum üblichen Preis verkauft, aber weniger Inhalt liefert als bezahlt, handle aus Sicht der Behörde opportunistisch und unfair gegenüber Verbrauchern.
Stichproben in Nonthaburi: Abweichungen festgestellt
Bei Stichproben in Verkaufsstellen im Bezirk Mueang der Provinz Nonthaburi wurden einzelne Gasflaschen gewogen, deren Nettomenge nicht mit der Angabe auf der Flasche übereinstimmte.
Da die Abweichungen über den gesetzlichen Toleranzen lagen, wurden Geldbußen verhängt und die Händler angewiesen, die Abfüllbetriebe zur Korrektur der Befüllung zu veranlassen.
57 betroffene Flaschen: Verfahren gegen Abfüllbetriebe
Eine Spezialeinheit des DIT entdeckte zudem in Abfüllbetrieben in Nonthaburi und Ayutthaya insgesamt 57 Flaschen, die nicht vollständig befüllt waren.
Die Fälle wurden nach dem thailändischen Gesetz über Maße und Gewichte (B.E. 2542/1999) bei den zuständigen Polizeidienststellen Bang Bua Thong und Wang Noi zur Anzeige gebracht.
Großhändler in mehreren Provinzen: 20.000 Baht Strafe
In Yasothon, Khon Kaen und Chonburi wurden laut DIT Großhändler festgestellt, die LPG-Flaschen mit unzureichender Füllmenge verkauften.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Die Behörden verhängten eine Geldbuße von 20.000 Baht, beschlagnahmten das betroffene Kochgas und ordneten an, die Ware vor weiterem Verkauf zu korrigieren.
Einzelhandel: Bußgelder in Pathum Thani, Chachoengsao und Satun
Auch im Einzelhandel wurden Verstöße festgestellt, unter anderem in den Provinzen Pathum Thani, Chachoengsao und Satun, wo Flaschen mit falscher Nettomenge verkauft wurden.
Hier wurden pro Fall Geldbußen von 10.000 Baht ausgesprochen, um Handelsstandards durchzusetzen und Verbraucher zu schützen.
DIT kündigt landesweite Dauer-Kontrollen an
Die Behörde betont, die Einsätze seien Teil regulärer Prüfpläne und zugleich eine Reaktion auf Bürgerbeschwerden sowie proaktive Marktüberwachung.
Das DIT will landesweit weiter stichprobenartig kontrollieren und Abfüllbetriebe sowie Händler anweisen, das Gewicht vor Auslieferung oder Verkauf jedes Mal zu prüfen.
Parallel: „Blaue-Flagge“-Programm gegen hohe Lebenshaltungskosten
Begleitend zur Durchsetzung fairer Mengenangaben setzt das DIT laut Yaney Srimanee weiterhin auf Maßnahmen zur Entlastung der Bevölkerung, darunter das Programm „Thong Fah“ (Blaue Flagge) zur Senkung der Lebenshaltungskosten.
Die Zahl der Verkaufsstellen sei von rund 60 auf über 500 landesweit ausgeweitet worden; zudem werde die direkte Anbindung von Rohstoffen an Restaurants gefördert, um Kosten zu senken und bezahlbare Preise zu ermöglichen.
So können Verbraucher Verdachtsfälle melden
Wer den Verdacht hat, dass LPG-Flaschen nicht voll sind – etwa weil das Gas schneller als üblich aufgebraucht ist – kann Hinweise an die Hotline des Department of Internal Trade unter 1569 melden.
Alternativ ist eine Beschwerde über die App „Mr.DIT“ im Menü „Beschwerden“ möglich, inklusive Foto- oder Videobelegen, damit Behörden rasch prüfen und rechtlich vorgehen können.
Deine Meinung
Hast du in Thailand schon erlebt, dass eine Gasflasche auffällig schnell leer war oder das Gewicht nicht plausibel wirkte?
Welche Kontrollen würdest du dir wünschen – und sollten Strafen für Abfüllbetriebe und Händler aus deiner Sicht noch deutlich höher ausfallen? Diskutiere in den Kommentaren.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: