Gefahrgut-Frachter in Schieflage – Behörden beschwichtigen

🚢⚠️ Vor Phuket sorgt ein havariertes Frachtschiff für erhöhte Aufmerksamkeit. Behörden mobilisieren zahlreiche Stellen und versprechen Transparenz. Warum die Lage genau überwacht wird – und was bisher bekannt ist…

Gefahrgut-Frachter in Schieflage – Behörden beschwichtigen
PR Phuket
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PHUKET, THAILAND – Behörden und Marine arbeiten mit voller Kapazität an der Bergung des havarierten Frachters SEALLOYD ARC vor Phuket und betonen, dass derzeit keine gefährliche Ausbreitung von Chemikalien oder Öl festgestellt wurde. Zugleich sollen straffe Einsatzpläne und tägliche Lagebewertungen den Schutz von Umwelt, Wirtschaft und Tourismus absichern.

Krisensitzung und Einsatzleitung

Bei einer hochrangigen Besprechung am 19.02. leitete Phukets Gouverneur Nirat Pongsitthaworn gemeinsam mit Vizeadmiral Veerudhom Muangchin, Direktor des Thai Maritime Enforcement Command Centre Region 3 (Thai-MECC 3) und Befehlshaber der Royal Thai Navy Region 3, die Vorbereitung der Bergungsarbeiten und die Bewertung möglicher Umwelt- und Tourismusfolgen.

Das Treffen im Hauptquartier der Royal Thai Navy Region 3 am Kap Panwa diente dazu, Informationen zahlreicher beteiligter Stellen zu bündeln, Maßnahmen festzulegen und Einsatz- sowie Notfallpläne abschließend abzustimmen.

Zahlreiche Behörden an Bord

Vertreten waren unter anderem das Phuket Regional Marine Department, das Phuket Provincial Fisheries Office, das Phuket Customs Office, das Upper Andaman Sea Marine and Coastal Resources Research Center, die Mangrove Forest Resource Development Station Nr. 23 (Phuket), die Tourism Authority of Thailand (Phuket Office), das Phuket Provincial Office of Natural Resources and Environment, das Pollution Control and Environment Office Region 15, der Sirinat National Park, der Nopparat Thara Beach–Phi Phi Islands National Park, das Phuket Provincial Disaster Prevention and Mitigation Office sowie die Phuket Immigration.

Nach Angaben der Verantwortlichen wurden Zuständigkeiten und Rollen klar zugeordnet, damit alle Einheiten strikt innerhalb ihres gesetzlichen Mandats handeln.

Lage des Schiffes und Gefahrgut-Container

Vizeadmiral Veerudhom berichtete, das Schiff liege derzeit mit etwa 10 Grad Schlagseite, die Gesamtsituation gelte als beherrscht, werde aber eng überwacht, insbesondere im Hinblick auf 14 Container mit als Gefahrgut eingestuften Ladungen.

In diesen Containern wurden Chemikalien wie Hydrogenharz und Ethylalkohol festgestellt, und der Direktor des Pollution Control and Environment Office Region 15 bestätigte, dass bislang weder eine Ausbreitung dieser Stoffe auf der Wasseroberfläche noch ein großflächiger Umweltschaden nachgewiesen worden sei.

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Einschätzung der Risiken für die Bevölkerung

Behördenvertreter erklärten, „Wenn die Öffentlichkeit einen sicheren Abstand zu dem Gebiet einhält, besteht keine Gefahr“, und riefen Fischer und Anwohner dazu auf, sich nicht übermäßig Sorgen zu machen.

Zugleich wird die geborgene Ladung mit gefährlichen Stoffen mit hoher Priorität aus dem betroffenen Seegebiet entfernt, um verbleibende Risiken weiter zu reduzieren.

Ölfilm vor Laem Phromthep

Etwa drei Seemeilen vor Laem Phromthep wurde ein kleiner, klar erkennbarer schwarzer Ölfilm entdeckt, den die Behörden als innerhalb des üblichen Überwachungsbereichs einstuften, wobei das Notfallreaktionssystem bereits aktiviert worden sei.

Erste Eindämmungs- und Reinigungsmaßnahmen wurden eingeleitet, während parallel daran gearbeitet wird, die Ölleitung des Schiffes abzudichten und weiteres Austreten zu verhindern.

Phasenplan und Zeitdruck durch Wetterwechsel

Die Bergungsmission ist in klar definierte Einsatzphasen gegliedert, für die jeweils Notfallszenarien vorliegen, falls sich die Bedingungen ändern sollten.

Die Behörden verweisen darauf, dass ein saisonaler Wechsel der See- und Wetterverhältnisse im April das Risiko erhöhen könnte, weshalb zentrale Schritte der Operation möglichst rasch abgeschlossen werden müssen.

Tägliche Lagebewertung und Umweltmessungen

Nach der Sitzung traten Gouverneur Nirat und Vizeadmiral Veerudhom gemeinsam mit Rewat Areerob, Präsident der Phuket Provincial Administrative Organisation, Adul Ralukmoon, Direktor des Phuket Regional Marine Department, Ratree Suksuwan, Direktorin des Upper Andaman Sea Marine and Coastal Resources Research Center, Jutamas Prajak, stellvertretende Direktorin des TAT Phuket Office, sowie Parimes Charoennopakhun, leitender Umweltspezialist des Pollution Control and Environment Office 15, vor die Presse.

Nirat betonte, die Hauptverantwortung für die Einsatzkontrolle liege zwar beim Maritime Security Command Region 3, doch habe die Provinz Phuket alle lokalen Einheiten integriert und bewerte die Lage täglich, um Einsatzpläne laufend an neue Informationen anzupassen.

Tourismus und Wirtschaft bislang stabil

Die Tourism Authority of Thailand Phuket Office erklärte, es gebe derzeit keine nennenswerten Stornierungen, die die Provinz wirtschaftlich treffen würden, und touristische Aktivitäten fänden normal statt.

Behörden halten engen Kontakt zu den Tourismusunternehmen, um eine verlässliche Informationslage sicherzustellen und das Bild Phukets als sicheres Reiseziel zu schützen.

Kostenfrage und langfristiger Schutz

Zudem wurde bestätigt, dass der Eigentümer des Schiffes Vertreter im Land benannt hat, die als offizielle Koordinatoren fungieren und dass eine Versicherung alle anfallenden Kosten abdecken soll, sodass der Staatshaushalt nicht zusätzlich belastet wird.

Alle beteiligten Stellen bekräftigten ihren Anspruch, die Bergung im vorgesehenen Zeitrahmen abzuschließen und mit vorbereiteten Notfallplänen sowohl die natürlichen Ressourcen und Meeresökosysteme als auch Wirtschaft und Tourismusimage der Provinz zu sichern.

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Quelle: The Phuket News

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