Giftluft über Thailand: Behörden schlagen Alarm

Giftluft über Thailand: Behörden schlagen Alarm
NNT

BANGKOK – Die Luft in Thailands Hauptstadt wird immer gefährlicher. Die Behörden warnen vor weiter steigenden Feinstaub-Werten bis Mitte Januar. Jetzt greifen die Behörden zu drastischen Maßnahmen.

Akute Smog-Lage in der Hauptstadt

Das Pollution Control Department (PCD) schlägt Alarm. Die PM2.5-Werte werden bis etwa zum 16. Januar weiter ansteigen. Besonders betroffen sind Bangkok, der Großraum und die obere Zentralregion.

Schuld sind eine hohe Luftdrucklage, kalte Luftmassen aus dem Norden und schwache Winde. Diese Kombination wirkt wie ein Deckel und hält die Schadstoffe über der Stadt gefangen.

„Die Situation ist besorgniserregend. Die Schadstoffe können nicht entweichen“, erklärt PCD-Generaldirektor Surin Worakijthamrong.

Diese Notfall-Maßnahmen gelten jetzt

Als sofortige Reaktion hat das PCD mit der Bangkok Metropolitan Administration (BMA) koordiniert. Regierungsbehörden werden aufgefordert, Homeoffice-Regelungen massiv auszuweiten.

Gleichzeitig wurden die Kontrollen für rußende Fahrzeuge verschärft. Der erlaubte Emissionsgrenzwert wurde von 30 auf 20 gesenkt – eine Maßnahme, die die Partikelverschmutzung bereits um 30 Prozent reduziert hat.

Auch das Durchsetzen von Brennverboten zeigt Wirkung. Über 8.000 Brandherde wurden bereits verhindert, ein Rückgang von etwa 50 Prozent.

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So gefährlich ist der Feinstaub wirklich

Die winzigen PM2.5-Partikel sind eine massive Gesundheitsgefahr. Sie dringen tief in die Lunge und sogar in den Blutkreislauf ein.

Kurzfristig können sie Atemwegsprobleme, brennende Augen und Husten verursachen. Langfristig erhöhen sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lungenkrebs.

Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. Die Behörden raten allen, unnötige Aufenthalte im Freien zu vermeiden.

Technologie im Kampf gegen den Smog

Die Behörden setzen auch auf moderne Technologie. Cell Broadcast-Alerts warnen die Bevölkerung in Echtzeit vor gefährlicher Luftqualität und tragen dazu bei, offenes Verbrennen zu reduzieren.

Seit der Einführung des Euro-6-Abgasstandards für Fahrzeuge im Jahr 2024 haben sich die Partikelemissionen bereits halbieren können. Dies ist ein wichtiger, langfristiger Schritt.

Mobil einsatzbereite Teams überwachen die Lage und greifen sofort ein, wenn neue Brandherde entdeckt werden.

Appell an die Bevölkerung

Generaldirektor Surin appelliert eindringlich an die Öffentlichkeit. Die Homeoffice-Maßnahmen sollten strikt eingehalten werden, wo immer es möglich ist.

Vor allem aber müsse die Bevölkerung vollständig auf landwirtschaftliches Abbrennen verzichten. Dies sei eine der Hauptquellen für den gefährlichen Feinstaub.

Jeder Einzelne sei gefordert, seinen Beitrag zu leisten, um die gesundheitlichen Risiken für alle zu minimieren. Die Luftqualität soll sich nach dem 16. Januar voraussichtlich wieder verbessern.

🗣 Wenn Luft krank macht

Autos werden kontrolliert, Feuer verboten, Homeoffice empfohlen – und trotzdem hängt der Smog wie eine Decke über dem Land.
Wie viel Verantwortung trägt der Staat?
Wie viel jeder Einzelne?

Sind Appelle genug, wenn Millionen Menschen täglich giftige Luft einatmen?
Oder braucht Thailand endlich radikale Umweltpolitik statt saisonaler Notfallpläne?

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Haben wir den Smog akzeptiert – oder ist es Zeit für echten Druck?

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Quelle: Pattaya Mail

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