BANGKOK, THAILAND – Ein neuer Goldrekord hat in Bangkok zu einem regelrechten Ansturm auf die Goldläden geführt. Die Preise für das Edelmetall legten international wie im Inland deutlich zu, die Geschäfte in der Chinatown der Hauptstadt waren am Donnerstag durchgehend gefüllt.
Goldpreis auf neuem Rekordniveau
Der internationale Spotpreis für Gold stieg am Donnerstagmorgen um 2,7 Prozent auf 5.546,29 US-Dollar je Unze. Zuvor hatte das Edelmetall mit 5.594,82 US-Dollar ein neues Allzeithoch erreicht.
Damit setzte Gold seine Rekordrallye am neunten Handelstag in Folge fort. Analysten sahen darin eine Fortsetzung des Trends, wonach Anleger in unsicheren Zeiten verstärkt in als sicher geltende Anlagen ausweichen.
Deutlicher Preissprung im Inland
In Thailand zogen die Inlandspreise noch kräftiger an. Nach Angaben der Gold Traders Association verteuerten sich Goldprodukte im Vergleich zum Handelsschluss am Mittwoch um 4.200 Baht.
Um 13.49 Uhr Ortszeit wurde Goldschmuck mit einem Feingehalt von 96,5 Prozent zu 82.700 Baht pro Baht-Gewicht verkauft. Das traditionelle Baht-Gewicht ist in Thailand die gängige Maßeinheit im Goldhandel.
Notierungen für Barren und Schmuck
Goldbarren mit 96,5-prozentiger Reinheit wurden laut der 37. Preisbekanntgabe des Tages der Gold Traders Association zu folgenden Kursen gehandelt:
• 81.800 Baht (rund 2.623 US-Dollar) beim Ankauf
• 81.900 Baht (rund 2.626 US-Dollar) beim Verkauf
Goldschmuck derselben Reinheit wurde zu 80.166,08 Baht (etwa 2.571 US-Dollar) angekauft und zu 82.700 Baht (etwa 2.652 US-Dollar) verkauft.
Geopolitische Spannungen als Preistreiber
Das Edelmetall profitierte nach Angaben des Analysehauses Hua Seng Heng von einer angespannten geopolitischen Lage. Die Experten verwiesen auf eine Botschaft von US-Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social vom Mittwoch.
Trump hatte dort vor einem massiven Marineeinsatz gegen Iran gewarnt, falls Teheran nicht zu neuen Verhandlungen über sein Atomprogramm zurückkehre. „Die globalen Goldpreise wurden durch die zunehmenden geopolitischen Spannungen unterstützt“, erklärte Hua Seng Heng.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Andrang in Bangkoks Chinatown
Die Preissprünge lösten in Bangkok einen Goldrausch entlang der Yaowarat Road aus, der zentralen Einkaufsstraße im Chinatown-Viertel. Goldläden meldeten dichtes Gedränge über den gesamten Tag.
Vor zahlreichen Geschäften bildeten sich lange Warteschlangen, viele Kunden standen bereits vor den Öffnungszeiten an. Nach Beobachtung der Händler suchte die Mehrheit der Käufer nicht nach langfristigem Werterhalt, sondern nach schnellen Kursgewinnen.
Die meisten Kunden wollten Gold für kurzfristige spekulative Gewinne erwerben, hieß es aus den Läden. Damit steigt das Risiko, dass starke Preisschwankungen künftige Verluste nach sich ziehen könnten, sollte sich die Rallye umkehren.
💰 Goldrausch oder letzte Chance?
Der Goldpreis kennt nur noch eine Richtung: nach oben. Läden in Bangkok sind überfüllt, viele hoffen auf schnelle Gewinne.
Ist das kluges Investieren – oder gefährliche Euphorie kurz vor der Korrektur?
Schreib deine Meinung in die Kommentare.


