Goldpreis fällt um über 10.000 Baht

Goldpreis fällt um über 10.000 Baht
The Nation

BANGKOK – Der thailändische Goldmarkt erlebt ein historisches Beben. Innerhalb von 72 Stunden stürzte der Preis um 10.000 Baht ab. Der Goldhändler-Verband warnt jetzt eindringlich vor den Risiken des Handels per App.

Historische Achterbahnfahrt beginnt

Am 29. Januar 2026 erreichte thailändisches Feingold mit 81.950 Baht je Baht-Gewicht ein Allzeithoch. Die Euphorie war grenzenlos.

Doch dann kam der Absturz. In nur drei Werktagen rauschte der Kurs um satte 13% in den Keller. Er landete zwischen 71.000 und 74.000 Baht. „Das ist der heftigste tägliche Preisverfall seit 1980“, stellen Experten fest. Der Markt befand sich im freien Fall.

App-Zocker werden kalt erwischt

Die größten Verlierer sind junge Anleger, die mit gehebelten Futures über Handy-Apps spekulierten. Bei nur 7% Margin reicht ein kleiner Ruck – und das Konto ist pleite. Der Präsident des Goldhändlerverbands, Jitti Tangsitpakdee, warnt vor dem „Hot Money“: „Geld, das nie für langfristige Investitionen gedacht war.“

Bei einem 10%igen Kurseinbruch lösen die Apps automatisch Zwangsverkäufe aus. Die Anleger sind chancenlos und verlieren ihr gesamtes Kapital.

Verband schlägt Alarm und handelt

Die Gold Traders Association (GTA) sah sich zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Sie verdoppelte den Geld-Brief-Spread von 100 auf 200 Baht. Doch die Turbulenzen rissen nicht ab. Am 5. Februar korrigierte der Verband den Preis 102 Mal an einem einzigen Tag. Ein absoluter Rekord.

Am Ende stand ein Nettoverlust von 2.400 Baht je Baht-Gewicht. Die Botschaft ist klar: Dies ist kein Markt für schwache Nerven.

Experten-Rat: Nur mit „kaltem Geld“ investieren

Jitti Tangsitpakdee appelliert an die Vernunft der Anleger. Sie sollen auf „kaltes Geld“ setzen – also nur Erspartes, auf das sie nicht angewiesen sind. „Wenn Sie 70.000 Baht haben, strecken Sie sich nicht, um ein volles Baht Gold zu kaufen. Sie müssen eine Liquiditätsreserve behalten“, rät er.

„Overtrading“ über die eigenen Verhältnisse sei der sicherste Weg in den finanziellen Ruin. Die Gier frisst hier den Verstand.

Globale Unsicherheit treibt die Volatilität

Auch international gibt es keine Ruhe. Der Gold-Spotpreis pendelt zwischen 4.852 und 5.091 US-Dollar je Unze. Analysten von YLG Bullion International sehen den Markt in einer Korrekturphase. Es fehlt an klaren Signalen.

Alle warten auf die US-Arbeitsmarktdaten und die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). Erst dann könnte sich die Lage beruhigen.

Was Anleger jetzt tun müssen

Die Lehre ist schmerzhaft klar: Leverage (Hebelwirkung) ist ein zweischneidiges Schwert. In volatilen Märkten wird es zur Falle. Anleger sollten auf direkten physischen Kauf oder ungehebelte ETFs setzen. Und immer einen langfristigen Anlagehorizont im Blick behalten.

Der thailändische Goldmarkt hat eine neue, gefährliche Ära betreten. Nur wer die Regeln versteht, wird sie überstehen.

💰 Goldrausch oder Risiko-Falle?

Rekordschwankungen, gehebelte Trades und plötzlich leere Depots: Der Goldmarkt zeigt derzeit seine brutalste Seite seit Jahrzehnten. Besonders unerfahrene App-Investoren geraten unter Druck.
Ist Gold noch der sichere Hafen – oder längst ein Spielplatz für Hochrisiko-Spekulation?
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Quelle: The Nation

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