Goldraub erfunden: Mann verzockt Geld seiner Frau (Video)

🎰 Lüge wegen Glücksspiel: Ein Mann behauptete, Räuber hätten ihm Gold gestohlen und sein Motorrad in einen Kanal getreten. Doch Ermittler fanden schnell Ungereimtheiten. Steckt hinter der Geschichte nur eine verzweifelte Ausrede?

Goldraub erfunden: Mann verzockt Geld seiner Frau (Video)
Amarin
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SONGKHLA, THAILAND – Ein 35-jähriger Mann hat in Songkhla einen Goldraub vorgetäuscht, nachdem er Geld seiner Frau beim Online-Glücksspiel verloren hatte. Die Polizei stufte ihn nach Ermittlungen vom Opfer zum Verdächtigen um – nun drohen ihm bis zu drei Jahre Haft.

Ein Notruf, ein Kanal und ein vermeintlicher Überfall

Am 5. März meldete der Mann bei der Polizei, zwei Täter auf einem Motorrad hätten ihn verfolgt, sein Bike in einen Entwässerungskanal getreten und Goldschmuck gestohlen.

Beamte der Polizeistation Muang Songkhla rückten zu einem Kanal entlang des Samrong-Kanals im Unterbezirk Khao Rup Chang aus, wo das Motorrad des Mannes im Wasser lag.

Die Geschichte vom Gold – zwei Baht und zwei Salueng

Laut Anzeige sollen die Angreifer eine Goldkette im Gewicht von zwei Baht und zwei Salueng an sich genommen und anschließend geflüchtet sein.

Pol Col Keerati Triwai, Chef der Muang Songkhla Police Station, sagte, die Schilderung habe einen gezielten Angriff beschrieben – inklusive Tritt gegen das Motorrad und Flucht auf zwei Rädern.

Polizei reagiert sofort – Kontrollen und CCTV-Suche

Nach der Meldung richteten die Beamten Straßensperren und Kontrollen auf mehreren Routen ein, um mögliche Verdächtige abzufangen.

Parallel werteten Ermittler CCTV-Aufnahmen aus und versuchten, den Weg des Mannes vor und rund um den angeblichen Tatzeitpunkt nachzuzeichnen.

Der Knackpunkt – Goldladen ja, Kauf nein

Die Polizei stellte fest, dass der Mann tatsächlich zuvor einen Goldladen aufgesucht hatte, was zunächst zu seiner Geschichte passte.

Auf den Videoaufnahmen war jedoch zu sehen, dass er dort lediglich nach Preisen fragte und weder Schmuck kaufte noch Gold auslöste.

Widersprüche führen zum Geständnis

Auch entlang seiner Strecke fand sich in den Aufnahmen kein Hinweis auf ein Motorrad, das ihn verfolgt oder den beschriebenen Angriff verübt hätte.

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Wegen der Ungereimtheiten wurde der Mann erneut detailliert vernommen und räumte schließlich ein, dass der Raub nie stattgefunden hatte.

Der wahre Grund – Geld verspielt, Angst vor Zuhause

Nach Angaben der Polizei hatte ihm seine Frau Geld gegeben, um bei einem Juwelier Gold auszulösen, doch er setzte das Geld beim Online-Glücksspiel und verlor alles.

Aus Angst vor der Reaktion seiner Frau inszenierte er die Szene, ließ sein Motorrad im Kanal landen und erstattete anschließend Anzeige.

Vom Opfer zum Beschuldigten – harte Folgen nach Strafrecht

Die Beamten nahmen ihn fest und änderten seinen Status offiziell, weil aus dem angeblichen Geschädigten ein Verdächtiger wurde.

Ihm wird nun das Erstatten einer falschen Anzeige nach thailändischem Strafrecht vorgeworfen, was laut Polizei mit bis zu drei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von bis zu 60.000 Baht geahndet werden kann.

Warnung der Polizei – 191 ist kein Spielplatz

Pol Col Keerati mahnte, Notrufe bei 191 dürften nur in echten Notlagen abgesetzt werden, da falsche Meldungen Einsatzkräfte binden.

Solche Täuschungen könnten laut Polizei echte Einsätze verzögern und damit Menschenleben sowie Eigentum gefährden.

Familie auf der Wache – Kaution zum Verfahrensstart

Später reisten nach einem Bericht von Anarin die Mutter und die Ehefrau des Mannes zur Polizeistation, um eine Kaution zu organisieren.

Während die rechtlichen Schritte anliefen, blieb der Fall für die Polizei auch ein Beispiel dafür, wie schnell sich eine erfundene Geschichte durch Video- und Routenprüfungen zerlegen lässt.

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Quelle: Amarin

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