CHONG AN MA, THAILAND – Zwei thailändische Soldaten sind am 30. Januar beim Versuch, einen Grasbrand nahe der Grenzregion Chong An Ma zu löschen, durch die Explosion eines mutmaßlich alten Blindgängers schwer verletzt worden. Militärangaben zufolge wurde die Detonation durch die Hitze des Feuers ausgelöst, die auf ein Gebiet übergriff, das für zurückgelassene Munition aus früheren Gefechten bekannt war.
Brand nahe Stacheldrahtzaun eskaliert
Nach einem Bericht der Zweiten Armeeregion brach das Feuer in trockenem Gras und Bambus an einem Stacheldrahtzaun in dem als Bo Kai bekannten Abschnitt nahe einer Felsklippe aus.
Das Gebiet war bereits in der Vergangenheit Schauplatz bewaffneter Auseinandersetzungen gewesen und galt den Behörden zufolge als Zone mit nicht explodierter Munition.
Explosion beim Löschversuch
Den Militärangaben zufolge griffen die Flammen in einen Bereich über, in dem alte Sprengsätze vermutet wurden, kurz bevor Soldaten anrückten, um den Brand zu bekämpfen.
Als die Soldaten versuchten, die Ausbreitung des Feuers zu stoppen, kam es demnach ohne Vorwarnung zu einer Explosion, deren Splitter die in der Nähe befindlichen Kräfte trafen.
Verletzte Soldaten und medizinische Versorgung
Zwei Soldaten wurden bei der Detonation verletzt, erhielten noch vor Ort Erste Hilfe von Kameraden und wurden anschließend zur Notfallversorgung in das Krankenhaus Nam Yuen gebracht.
Einer der Betroffenen, Sergeant Major Thammarat Khlaithip, ein Gruppenführer, erlitt Splitterverletzungen in der Nähe des rechten Schlüsselbeins und verlor das Bewusstsein, woraufhin Ärzte Herzüberwachung und eine CT-Untersuchung anordneten.
Verlegung in Militärkrankenhaus und Zustand der Opfer
Die behandelnden Mediziner stellten bei Thammarat später Zeichen von Verwirrtheit sowie einen niedrigen Blutdruck fest und entschieden, ihn per Lufttransport in das Sappasitthiprasong Camp Hospital zu verlegen.
Der zweite Verletzte, Private Weerasak Kanharueang, wurde ebenfalls bewusstlos von der Explosion getroffen und in dasselbe Militärkrankenhaus gebracht, wo er zur Beobachtung aufgenommen wurde.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Ursache unklar, Zeugen schildern Ablauf
Militärvertreter erklärten laut dem Medium Khaosod, Art und Größe des beteiligten Sprengkörpers seien bislang nicht geklärt und würden weiter untersucht.
Soldaten, die den Vorfall miterlebten, berichteten, das Feuer sei zunächst in einem Bambusbestand vor dem Stacheldrahtzaun entdeckt worden, und sie hätten Wasser vorbereiten wollen, um die Flammen vor Erreichen des eigenen Stützpunktbereichs zu löschen.
Rückblick auf tödliche Vorfälle an der Grenze
Die Region an der Grenze, in der sich nun der Vorfall ereignete, war bereits im Dezember von Gewalt betroffen, als ein thailändischer Soldat bei Grenzzusammenstößen in der Provinz Sisaket ums Leben kam.
Damals war nach Berichten der Soldat Private Wasan im Rücken durch einen mutmaßlich von kambodschanischen Truppen abgefeuerten Mörser schwer verletzt worden und später im Krankenhaus gestorben, womit die Zahl der getöteten Armeeangehörigen auf 21 stieg.
💣 Unsichtbare Gefahr – wie sicher sind ehemalige Konfliktzonen wirklich?
Jahre nach bewaffneten Auseinandersetzungen können explosive Überreste noch immer zur tödlichen Bedrohung werden. Für Einsatzkräfte bedeutet jeder Brand in solchen Gebieten ein unkalkulierbares Risiko.
Sollten bekannte Gefahrenzonen stärker geräumt werden – oder ist das praktisch kaum umsetzbar?
Schreib deine Meinung in die Kommentare.

