Heimlich gefilmt! Dutzende Frauen Opfer von Erpressung – 400 Tage Overstay

Heimlich gefilmt! Dutzende Frauen Opfer von Erpressung - 400 Tage Overstay
The Pattaya News

Pattaya: Malaysier filmte Frauen heimlich 
dann kam die Erpressung 

Ein 24-jähriger Malaysier sitzt in Pattaya in Untersuchungshaft – wegen heimlicher Videoaufnahmen und Erpressung. Die Polizei fand Dutzende explizite Videos und enthüllte ein perfides System, mit dem der Mann thailändische Frauen über Jahre hinweg unter Druck setzte.

Mit WeChat in die Falle gelockt

In den frühen Morgenstunden des 8. August durchsuchte die Einwanderungspolizei Chonburi eine Wohnung in der Soi Thepprasit 9. Dort nahmen sie Tak Sun Chong fest, der seit über 400 Tage illegal in Thailand lebte. Der Vorwurf: Der Malaysier soll Frauen über die App WeChat kennengelernt, sie in sein Apartment gelockt und dort heimlich gefilmt haben.

„Er gab sich freundlich, lud die Frauen zu sich ein und nahm die intimsten Momente mit versteckten Kameras auf“, erklärt Polizeioberst Natphong Khositsuriyamanee. Später habe er die Opfer erpresst: Entweder sie zahlten – oder die Videos landeten im Internet. Eine Frau zeigte den Mann schließlich an, nachdem er sie um zigtausend Baht erpresst hatte.

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Beweise belasten den Verdächtigen schwer

Bei der Durchsuchung fanden die Beamten:
Zwei Miniatur-Kameras, clever in der Wohnung versteckt
USB-Sticks und Speicherkarten mit Dutzenden Videos
Zwei Handys, die der Täter für die Erpressungen nutzte

Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 2021 bis 2025 – ein Indiz dafür, dass der Malaysier seit langem aktiv war. „Einige Frauen haben bereits Geld gezahlt, aus Angst vor Bloßstellung“, so ein Ermittler. Die Summen reichten von einigen hundert bis zu zehntausenden Baht.

Illegal im Land 
und noch mehr Fragen offen

Doch der Fall wirft weitere Fragen auf: Der Verdächtige reiste fünf Mal mit einem Touristenvisum ein, blieb aber zuletzt über 400 Tage illegal im Land. Zudem gab er zu, eine gestohlene Keycard genutzt zu haben, um ein Apartment in Jomtien als „Drehscheibe“ zu missbrauchen.

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„Wir prüfen, ob die Videos bereits im Darknet veröffentlicht wurden“, sagt Polizeimajor Thong Ko-tonan. Der Malaysier gestand schließlich die Erpressungen – doch die Polizei vermutet, dass er nicht allein handelte.

Was kommt jetzt?

Tak Sun Chong wurde an die Pattaya Polizeistation überstellt. Ihm drohen jetzt schwere Anklagen – von Erpressung über Verletzung der Privatsphäre bis zu illegalem Aufenthalt. Für die Opfer beginnt nun der Kampf, die Videos aus dem Internet fernzuhalten – ein oft aussichtsloser Kampf.

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