BANGKOK, THAILAND – Thailands Department of Disease Control (DDC) warnt zum Start der heißen Jahreszeit vor Hitzschlag als lebensgefährlichem Risiko, besonders für Menschen, die draußen arbeiten, sowie für Ältere und weitere gefährdete Gruppen.
Sommerbeginn bringt neue Gefahr
Die heiße Jahreszeit in Thailand dauert typischerweise von Ende Februar bis Mitte Mai und gilt als Phase, in der hitzebedingte Erkrankungen deutlich zunehmen.
Das DDC rief deshalb zu besonderer Vorsicht auf, weil der Körper bei extremer Hitze seine Temperaturregulation verlieren kann und Notfälle schnell eskalieren.
182 Fälle – vor allem junge Männer betroffen
Laut Dr. Montien Kanasawat, Generaldirektor des DDC, wurden 2025 im System Digital Disease Surveillance insgesamt 182 hitzebedingte Erkrankungen erfasst.
Die meisten Patientinnen und Patienten waren Männer (59,3%), und die größte Altersgruppe lag bei 15 bis 34 Jahren mit 78 Fällen (42,8%), gefolgt von 29 Fällen bei Menschen ab 60 (15,9%).
Draußen arbeiten – draußen kollabieren
Mehr als die Hälfte der registrierten Erkrankungen betraf Personen, die im Freien arbeiten, darunter Soldaten und allgemeine Arbeitskräfte.
Damit unterstreicht die Behörde, dass lange Belastung in direkter Sonne und auf heißem Asphalt zu den zentralen Treibern der Fälle gehört.
Welche Hitze-Krankheiten am häufigsten waren
Am häufigsten diagnostiziert wurde Heat exhaustion (Hitzeerschöpfung) mit 62 Fällen (34,07%), gefolgt von heat syncope (Hitzekollaps) mit 43 Fällen (23,63%).
Heat cramps (Hitzekrämpfe) wurden 26-mal (14,29%) gemeldet, während der gefährlichste Verlauf, der Hitzschlag, 17 Fälle (9,34%) ausmachte.
21 Tote – Nordosten besonders betroffen
Zusätzlich erfasste das Überwachungssystem der Epidemiologie-Abteilung 21 hitzebedingte Todesfälle im Jahr 2025.
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18 der Verstorbenen waren Männer und drei Frauen, im Alter von 27 bis 79 (Durchschnitt 51), gemeldet aus 16 Provinzen mit Udon Thani an der Spitze (fünf Todesfälle) vor Nakhon Ratchasima (zwei).
April-Spitze, Alkohol und Vorerkrankungen als Risikofaktoren
Regional entfielen 52% der Todesfälle auf den Nordosten, gefolgt von Zentral- und Westregion mit zusammen 24%.
Das DDC nannte Vorerkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes bei 24% der Todesfälle, wies auf Alkohol als wichtigen Risikofaktor hin und stellte fest, dass 67% der Sterbefälle im Freien passierten und April mit 57% der Todesfälle die Spitze bildete, wenn Temperaturen bis 41 Grad Celsius erreichen können.
Warnzeichen – und was im Notfall gilt
Ein Hitzschlag tritt laut DDC vor allem bei sehr hohen Temperaturen, besonders über 40 Grad Celsius, auf, wenn der Körper die Wärme nicht mehr ausreichend abführen kann.
Als Warnzeichen nennt die Behörde unter anderem sehr hohe Körpertemperatur, heiße gerötete Haut, fehlendes Schwitzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen, Verwirrtheit, Schwäche, Bewusstlosigkeit sowie schwere neurologische Symptome wie Krampfanfälle oder unzusammenhängende Sprache.
Erste Hilfe und Hotlines in Thailand
Bei Verdacht auf Hitzschlag soll sofort ein Krankenhaus aufgesucht oder der Rettungsdienst über 1669 kontaktiert werden.
Als Erste Hilfe empfiehlt das DDC, Betroffene flach zu lagern, enge Kleidung zu lockern, den Körper mit kalten nassen Tüchern an Nacken, Achseln, Kopf und Rumpf zu kühlen und mit einem Ventilator nachzuhelfen, während Bewusstlose in die stabile Seitenlage gebracht werden sollen.
Schutzmaßnahmen – wer besonders aufpassen muss
Dr. Anek Mung-Om-Klang, stellvertretender Generaldirektor des DDC, zählt ältere Menschen, kleine Kinder, Schwangere, Outdoor-Arbeiter, Sportler sowie Personen mit chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden und Adipositas zu den Hochrisikogruppen.
Die Behörde rät, zwischen 11 und 15 Uhr Aktivitäten im Freien zu vermeiden, regelmäßig im Schatten zu pausieren, ausreichend sauberes Wasser zu trinken, auf Alkohol, Koffein und stark gezuckerte Getränke zu verzichten, lockere helle Kleidung zu tragen und Kinder oder Tiere niemals in geparkten Autos in der Sonne zurückzulassen, weil sich Innenräume innerhalb von 10 bis 20 Minuten stark aufheizen können.
Deine Meinung
Die Zahlen zeigen, dass Hitze in Thailand nicht nur unangenehm, sondern für bestimmte Gruppen eine konkrete Gesundheitsgefahr ist, über die im Alltag oft zu locker hinweggegangen wird.
Welche Erfahrungen wurden in der heißen Saison gemacht, etwa bei Outdoor-Arbeit, Sport oder Reisen, und welche Maßnahmen helfen nachweislich am besten gegen Kreislauf- und Hitzeprobleme in den Kommentaren?



Aufgeblasener Hitzewahnsinn. Diese Hitzewelle existiert in TH schon seit Jahrhunderten, aber jetzt hat der Mainstream und die Politik die angstmachende Möglichkeit voll im Griff. Seit der Abholzung/Brandrodung in TH stieg die Temperatur kontinuierlich. TH war mal über 80% bewaldet. Durch die Wasserverdunstung der Wälder konnte die Temperatur auf einem erträglichen Niveau gehalten werden. Bei der heutigen Methode des Radikalschlags ist die veränderte Situation gebührend zu beachten. Das heißt konkret: Wasser, Elektrolythaushalt und Temperatur sind zu beachten. ANGSTMACHE braucht es dazu NICHT. Selbst, bin ich jeden Tag mehre Std. mit meinen Hunden unterwegs mir kurzem Leibchen und kurzen Hosen, ohne Sonnenschutz unterwegs. Ich beachte aber das Obenerwähnte und betreibe sehr starken „Radikalschutz“ (UV) durch die intensive Sonnenbestrahlung. So kann ich auch, ganz im Gegenteil der total eingemummten Thais, genügend Vit. D3 bilden.
Vielen Dank fu00fcr Ihren Kommentar, Herr Bu00fctler. Sie sprechen einen entscheidenden Punkt an: Die massive Entwaldung und die damit verbundene verringerte Verdunstungsku00fchlung haben zweifellos einen erheblichen Einfluss auf das Mikroklima in Thailand. Dennoch zeigen die aktuellen Daten der Wetterdienste, dass die Intensitu00e4t und Frequenz der Hitzewellen weit u00fcber die historischen Durchschnittswerte hinausgehen. Dass Sie persu00f6nlich gut mit der Hitze zurechtkommen und auf Vitamin D3 achten, ist erfreulich u2013 fu00fcr vulnerable Bevu00f6lkerungsgruppen und die Landwirtschaft stellen diese Extremwerte jedoch eine reale, messbare Belastung dar, die u00fcber eine rein mediale Debatte hinausgeht. Herzliche Gru00fcu00dfe, Ihre Redaktion.