KRABI, THAILAND – Ein 52-jähriger Brite ist im Nationalpark Hat Noppharat Thara–Mu Ko Phi Phi bei einem illegalen Paragliding-Flug an einer steilen Felswand verunglückt und hat sich ein Bein gebrochen.
Unfall über Ton Sai Beach
Der Vorfall ereignete sich gestern, 28. Januar, gegen 10.27 Uhr im westlichen Bereich von Ao Railay nahe Ton Sai Beach in der Provinz Krabi.
Ranger des Hat Noppharat Thara–Mu Ko Phi Phi Nationalparks entdeckten den Unfall während einer routinemäßigen Patrouille. Sie fanden den Mann in rund 60 bis 70 Metern Höhe in einer steilen Felswand hängend, der Fallschirm hatte sich in Felsen und Bäumen verfangen.
Erste Einschätzungen der Einsatzkräfte deuteten darauf hin, dass eine plötzliche Winddrehung den Gleitschirm vom Kurs abgebracht und den Piloten gegen die Felswand geschleudert hatte.
Drohne klärt Lage an der Felswand
Um die Rettung zu planen, setzten die Ranger zunächst eine Drohne ein, um die genaue Position und den Zustand des Briten zu prüfen.
Auf den Aufnahmen war zu erkennen, dass der Mann Verletzungen am Bein erlitten hatte. Er war jedoch bei Bewusstsein und konnte klar mit den Rettungskräften kommunizieren.
Die Ranger nahmen daraufhin Kontakt mit dem Rettungsdienst und dem Krabi Provincial Disaster Prevention and Mitigation Office auf. Speziell ausgebildete Kräfte für Kletter- und Höhenrettung wurden angefordert.
Stundenlange Höhenrettung
Die Bergung gestaltete sich wegen der steilen Felsstruktur aufwendig. Nach stundenlanger Planung und vorsichtigem Aufstieg gelang es dem Team schließlich, den Verunglückten um 16.37 Uhr sicher aus der Wand zu holen.
Vor Ort erhielt der Brite zunächst Erste Hilfe, anschließend wurde er in das Wattanapat Hospital gebracht. Das medizinische Personal bestätigte Schürfwunden am Bein sowie einen Bruch eines Beinknochens.
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Paragliding im Park ist verboten
Die Behörden stellten klar, dass Paragliding im Nationalpark gesetzlich verboten ist. Grundlage ist der National Park Act, der Aktivitäten untersagt, die Naturressourcen oder Wildtiere beeinträchtigen könnten, sofern keine ausdrückliche Genehmigung durch die Parkleitung oder das Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation vorliegt.
Welche rechtlichen Konsequenzen dem Briten drohen, haben die Verantwortlichen bislang nicht bekanntgegeben.
Vorfall mit Drohne in Khao Yai
Der Unfall reiht sich in eine Serie von Regelverstößen in geschützten Gebieten ein. Bereits am 21. Januar war im Khao Yai Nationalpark ein ausländischer Besucher aufgefallen, der eine Drohne ohne Genehmigung fliegen ließ.
Nach Behördenangaben wurde dabei eine Elefantenherde in Panik versetzt, als die Drohne zu nah über die Tiere steuerte. Die Elefanten flohen, verletzt wurde dabei weder ein Tier noch ein Mensch.
Trotz starker öffentlicher Kritik sind in diesem Drohnen-Fall bisher keine Sanktionen bekanntgegeben worden.
🪂🌴 Freiheit oder Leichtsinn?
Ein britischer Tourist stürzt beim illegalen Paragliding im Nationalpark Krabi gegen eine Felswand und hängt stundenlang an einer Klippe fest, bevor Retter ihn bergen können.
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