Hoteliers schlagen Alarm: Gäste bleiben aus

📊🏨🌏 Einst Touristenmagnet, jetzt Problemfall: Thailands Baht-Aufwertung, Angriffe auf Urlauber und schwache Buchungen bedrohen Hotels. Experten warnen: Ohne schnelle Maßnahmen könnte das Land Millionen verlieren.

Hoteliers schlagen Alarm: Gäste bleiben aus
Photo by Andreas Maier on Pexels
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Thailands Tourismus in der Krise: 
Starker Baht vertreibt Urlauber! 

Die thailändische Urlaubsbranche steckt in ernsten Schwierigkeiten: Ein starker Baht, Sicherheitsbedenken und sinkende Besucherzahlen setzen dem einstigen Traumziel schwer zu. Während Langstrecken-Touristen noch kommen, brechen wichtige Märkte wie China ein – und die Regierung handelt nicht schnell genug.

Zahlen sinken 
6% weniger Touristen als 2024

Laut dem Tourismuspolitischen Ministerium fehlen Thailand bisher noch 20 Millionen ausländische Gäste in diesem Jahr – ein Minus von über 6% im Vergleich zum Vorjahr. Noch dramatischer sind die Einnahmen: 1,77 Billionen Baht (rund 43 Milliarden Euro) werden dieses Jahr angestrebt. Bis zum 10. August wurden aber nur 938 Milliarden Baht (ca. 23 Mrd. Euro) erwirtschaftet.

„Der starke Baht macht Thailand teurer, und die Unsicherheit schreckt ab“, erklärt ein Brancheninsider. Besonders betroffen ist der chinesische Markt, der um fast ein Drittel eingebrochen ist. Viele Chinesen reisen lieber nach Japan, wo der schwache Yen mehr Urlaub fürs Geld bietet.

Sicherheits-Skandale verschärfen das Problem

Neben den Währungssorgen schaden auch Sicherheitsvorfälle Thailands Image. Der Schusswaffen-Angriff in Bangkok und Übergriffe auf malaysische Touristen haben international Schlagzeilen gemacht. „Die Regierung muss endlich handeln, sonst verlieren wir noch mehr Gäste“, fordert ein Hotelmanager aus Pattaya.

Dort kämpfen die Betreiber mit extrem schwankenden Auslastungen: Wochenenden und Feiertage wie Muttertag bringen 80-90% Belegung, unter der Woche fallen die Zahlen auf 30-40%. Immer mehr Hotels setzen deshalb auf einheimische Gäste – doch das reicht nicht.

Subventions-Chaos 
Hilfe kommt zu spät

Eigentlich sollte das „Co-Payment“-Programm für Inlandsreisen helfen, doch die Umstellung auf die Pao Tang-App verzögerte sich. Viele kleinere Hotels warten noch immer auf staatliche Unterstützung. „Wir brauchen dringend Vertrauen und Planungssicherheit“, klagt ein Resort-Besitzer aus Phuket.

Zwar brachten chinesische Schulferien kurzzeitig 5% mehr Touristen, doch der Aufschwung war nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ohne eine klare Strategie gegen hohe Kosten und Sicherheitslücken könnte 2025 zum schwächsten Tourismusjahr seit der Pandemie werden.

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Die Branche fordert schnelle Maßnahmen:
Werbung für neue und bestehende Märkte (Indien, Golfstaaten)
Sicherheitskampagnen für Touristen
Steuererleichterungen für Hotels
Stabilere Förderprogramme

Doch ob die Politik rechtzeitig reagiert, bleibt fraglich. 
Thailand muss sich neu erfinden – sonst ziehen die Touristen weiter.

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