Senatspräsident warnt vor Eskalation und ruft zu Dialog und Frieden auf
Am Abend des 6. August 2025 veröffentlichte der Präsident des kambodschanischen Senats, Hun Sen, eine Stellungnahme zu zwei Berichten, die in den vergangenen Tagen verbreitet wurden.
Zum einen geht es dabei um Angaben, wonach Japan Drohnen an Thailand, China Drohnen an Kambodscha und Südkorea Munition sowie Flugzeuge an Thailand geliefert habe – angeblich im Zusammenhang mit möglichen Operationen gegen Hun Sen und Premierminister Hun Manet. Zum anderen wird über angebliche Pläne thailändischer Führungspersonen berichtet, ein Attentat auf Hun Sen und Hun Manet zu verüben.
Hun Sen wies die Annahme zurück, dass die thailändische Führung ein solches Komplott plane. Auch wenn es politische Meinungsverschiedenheiten gebe, sei es schwer vorstellbar, dass sich die thailändische Führung zu einem so extremen und unmoralischen Schritt entschließen würde. Zwar seien in der Geschichte mächtige Generäle zur Kriegsführung gezielt ermordet worden, doch in der heutigen Zeit gehe es um Dialog und gegenseitiges Verständnis.
In Bezug auf die Waffen- und Drohnenlieferungen erklärte Hun Sen, man solle diesen Aspekt nicht überbewerten oder zu einem internationalen Konflikt ausweiten. Gerade die Länder, die Waffen lieferten, unterstützten zugleich Bemühungen um einen Waffenstillstand und den Frieden zwischen Thailand und Kambodscha.
Hun Sen betonte, beide Seiten benötigten jeweils starke Verhandlungspartner. Thailand brauche eine starke Führungspersönlichkeit in Kambodscha, ebenso wie Kambodscha eine starke Führung in Thailand benötige. Derzeit sei es Hun Manet, der die direkten Gespräche führe.
Ein Attentat auf ihn oder Hun Manet würde, so Hun Sen, schwerwiegende Folgen haben. Es würde den Aufstieg von zehntausenden, vielleicht sogar Millionen „Hun Sens“ und „Hun Manets“ in Kambodscha nach sich ziehen und Thailand zum ewigen Feind machen.
Hun Sen ging auch auf Berichte ein, wonach ein Attentatsplan mit dem Einsatz von Militärflugzeugen verbunden sei. In diesem Zusammenhang appellierte er an die Herstellerländer, strikte Kontrollen über die Verwendung der gelieferten Ausrüstung sicherzustellen. Er erinnerte daran, dass Thailand in der Vergangenheit Flugzeuge aus den USA und Schweden eingesetzt habe, um tief in kambodschanisches Gebiet vorzudringen.
Kambodscha lehne den Erwerb von Militärflugzeugen durch Thailand nicht grundsätzlich ab. Allerdings forderte Hun Sen, diese dürften nicht für Luftangriffe gegen Kambodscha oder gegen andere Nachbarländer wie Laos, Malaysia oder Myanmar eingesetzt werden.


