700-Baht-Raub mit tierischer Begleitung:
22-Jähriger gesteht aus Verzweiflung
Skurriler Überfall mit Maskottchen
Ein 22-jähriger Foodpanda-Fahrer hat mit einem außergewöhnlichen Komplizen einen Convenience-Store in Bangkok überfallen: seinem eigenen Hund! Die am 7. Juli gegen 22:10 Uhr aufgenommenen CCTV-Bilder zeigen, wie der maskierte Anocha mit seinem Vierbeiner vor einem 7-Eleven in der Charan Sanitwong Soi 82 auftauchte. Während der Hund treu draußen wartete – ähnlich wie beim Filmhelden John Wick – bedrohte der Täter die Angestellten und erbeutete kläglich 700 Baht (ca. 18 Euro).
Schnelle Fahndungserfolge
Die Polizei unter Pol. Lt. Gen. Siam Boonsom wertete die Überwachungsvideos aus und stellte den Täter bereits zwei Tage später vor einem Wohnheim in Nonthaburi. „Er hatte den Laden mehrmals ausgekundschaftet“, so die Ermittler. Der Festnahme lag ein Haftbefehl des Taling Chan Gerichts wegen nächtlichen Raubüberfalls mit Maskierung und Fluchthilfe durch ein Fahrzeug zugrunde.
Geständnis aus Armut
Bei der Vernehmung brach der junge Mann zusammen: „Die finanzielle Not trieb mich dazu. Ich war nur zwei Tage glücklich, dann hat mich die Realität eingeholt.“ Als Lieferfahrer kämpfte er offenbar mit existenziellen Sorgen.
Schicksal des tierischen „Komplizen“ unklar
Während Anocha in der Bang Phlat Polizeistation auf seine Anklage wartet, ist das Schicksal seines Hundes noch ungewiss. Die Behörden prüfen, ob das Tier in ein Tierheim kommt oder bei Verwandten untergebracht wird.
Ein Kuriosum mit ernstem Hintergrund – der Fall zeigt die sozialen Abgründe Bangkoks und wie Filme manchmal seltsame Realitäten inspirieren.



