SONGKHLA, THAILAND – Ein 56-jähriger Mann ist festgenommen worden, nachdem er eine zweijährige Husky-Hündin namens „Molly“ vorsätzlich verletzt haben soll. Das Tier überlebte den Vorfall nicht. Die Behörden haben Anklage wegen Tierquälerei erhoben.
Vorfall in Songkhla
Der Vorfall ereignete sich nach Polizeiangaben im Village Nr. 8 in der Provinz Songkhla. Der Verdächtige soll die Hündin vorsätzlich angegriffen haben. Die Ermittler gehen von einer gezielten Handlung aus.
Als Auslöser nannte der Verdächtige einen vorangegangenen Vorfall auf seinem Grundstück: Die Hündin soll in seinen Hühnerstall eingedrungen sein und dabei einen seiner Kampfhähne verletzt haben.
Festnahme des Verdächtigen
Der Verdächtige, identifiziert als Charoen „Yao“ Khamwun, wurde auf Grundlage eines Haftbefehls des Provinzgerichts Songkhla festgenommen und zur Vernehmung in das Polizeirevier Mueang Songkhla gebracht.
Die Behörden bestätigten die Festnahme und leiteten umgehend die weiteren rechtlichen Schritte ein.
Anklagepunkte
Dem Verdächtigen werden Brandstiftung mit Sachbeschädigung sowie Tierquälerei mit Todesfolge nach Section 217 und Section 358 des thailändischen Strafgesetzbuches vorgeworfen.
Zusätzlich stützt die Staatsanwaltschaft die Anklage auf Section 20 des Prevention of Animal Cruelty and Provision for Animal Welfare Act B.E. 2557 (2014), der den gesetzlichen Rahmen für den Tierschutz in Thailand bildet.
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Spurensicherung und Beweismittel
Die Polizei sicherte am Tatort in der Nähe eines Kanals Spuren und nahm Zeugenaussagen auf. Bei einer anschließenden Durchsuchung des Hauses des Verdächtigen stellten die Beamten Gegenstände sicher, die nach bisheriger Einschätzung in direktem Zusammenhang mit der Tat stehen.
Die sichergestellten Beweismittel wurden zur weiteren Auswertung in Verwahrung genommen und fließen in die Ermittlungsakte ein.
Aussage des Verdächtigen
Bei der Vernehmung soll Charoen „Yao“ Khamwun die Tat eingeräumt haben. Gleichzeitig verwies er auf den vorangegangenen Vorfall auf seinem Grundstück als Begründung für sein Handeln.
Die Polizei wertet diese Aussage im Rahmen der laufenden Ermittlungen aus. Weitere Einzelheiten werden von ranghohen Beamten erwartet, darunter dem Kommandeur der Provincial Police Region 9.
Öffentliche Reaktion
Der Fall hat in Thailand und in deutschsprachigen Expat-Gemeinschaften Reaktionen ausgelöst. Mollys frühere Halterin sowie zahlreiche Nutzer in sozialen Netzwerken äußerten sich betroffen. Tierschutzorganisationen nahmen den Vorfall zum Anlass, auf bestehende Lücken im Vollzug der Tierschutzgesetze hinzuweisen.
Ob die geltenden Strafrahmen ausreichen, um vergleichbare Taten zu verhindern, wird in der Öffentlichkeit diskutiert. Das Verfahren gegen Charoen „Yao“ Khamwun wird weiter beobachtet.
Tierschutzrecht in Thailand
Thailand verfügt seit 2014 mit dem Prevention of Animal Cruelty and Provision for Animal Welfare Act über ein eigenständiges Tierschutzgesetz. Es sieht Strafen für vorsätzliche Tierquälerei vor, wird in der Praxis aber nach Einschätzung von Tierschützern zu selten konsequent angewendet.
Fälle, die öffentliche Aufmerksamkeit erregen, führen in Thailand regelmäßig zu erneuten Forderungen nach schärferen Strafen und besserem Vollzug. Der Fall „Molly“ reiht sich in diese Entwicklung ein.



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