PATTAYA, THAILAND – Eine russische Mutter ist nach Pattaya gereist, um ihren 30-jährigen Sohn zu suchen, der nach einem mutmaßlichen Geschäftstermin im Cannabis-Milieu spurlos verschwunden ist.
Verschwinden nach heiklem Geschäftstreffen
Die 51-jährige Russin Olga Lazarenko berichtete am frühen Morgen des 14. Januar 2026 in Pattaya über einen Dolmetscher von dem Verschwinden ihres Sohnes Mikhail Emelianov. Der 30-Jährige, ebenfalls russischer Staatsbürger, hatte seit rund zwei Jahren in Pattaya gelebt und dort geschäftlich gearbeitet.
Emelianov war zuletzt am 7. Januar 2026 erreichbar. An diesem Tag habe er seine Mutter telefonisch kontaktiert und dabei deutlich verängstigt gewirkt. Er habe ihr mitgeteilt, dass er zwei russische Männer treffen müsse, um über ein Cannabis-Geschäft zu verhandeln, und deren Auftreten als bedrohlich beschrieben.
Letzte Nachrichten und plötzlicher Kontaktabbruch
Vor dem Treffen habe Mikhail wiederholt seinen Live-Standort mit seiner Mutter geteilt. Später am Abend schrieb er ihr eine letzte Nachricht: Er werde Pattaya zusammen mit denselben zwei russischen Männern in Richtung Bangkok verlassen und fühle sich weiterhin unsicher.
Besonders alarmierend: Emelianov warnte seine Mutter ausdrücklich, dass Schweigen von mehr als zwei Stunden bedeuten würde, dass er sich in ernsthafter Gefahr befinde, möglicherweise entführt oder verletzt worden sei. In diesem Fall solle sie sofort die Polizei einschalten. Kurz darauf brach der Kontakt vollständig ab – genau wie von ihm befürchtet.
Verdächtige am Cannabis-Shop entdeckt
Freunde und Geschäftspartner von Emelianov machten wenig später die beiden beschriebenen russischen Männer in einem Cannabis-Shop ausfindig, an dem Mikhail als Partner beteiligt gewesen sein soll. Nach ihren Angaben hielten die Männer das Mobiltelefon des Vermissten in den Händen, von Mikhail selbst fehlte jedoch jede Spur.
Aus Angst vor den als einschüchternd beschriebenen Personen verzichteten die Bekannten darauf, die Männer direkt zu konfrontieren. Sie warteten vergeblich darauf, dass Emelianov zurückkehren würde.
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Am folgenden Tag erstatteten die Rechtsvertreter von Olga Lazarenko eine Vermisstenanzeige bei der Polizeistation Pattaya City.

Finanzielle Belastung und offene Fragen
Zusätzlich belastet Lazarenko, dass ihr Sohn kurz vor seinem Verschwinden 10.000 US-Dollar von ihr geliehen hatte, um in seine Geschäfte zu investieren. Wo sich dieses Geld befindet, ist unklar. Die Mutter weiß nicht, ob der Betrag eine Rolle bei möglichen Streitigkeiten gespielt haben könnte.
Lazarenko zeigte sich vor Ort sichtbar mitgenommen und bat die thailändischen Behörden eindringlich um schnelle Hilfe. Sie äußerte die Furcht vor einer Entführung oder Gewalttat. Zugleich appellierte sie an alle Personen, die ihren Sohn gesehen haben oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben können, sich umgehend an die Polizei in Pattaya zu wenden. Zur Unterstützung der Ermittlungen übergab sie Fotos und CCTV-Aufnahmen, die Emelianov zuletzt zeigen sollen.
Polizei ermittelt im Cannabis-Milieu
Der Fall ist nach Angaben der Ermittler weiterhin aktiv, bislang wurden jedoch keine bestätigten neuen Entwicklungen öffentlich gemacht. Die Polizei setzt ihre Nachforschungen im Umfeld der lokalen Cannabis-Branche fort, in der ein mögliches Fremdverschulden vermutet wird.
Die Namen der mutmaßlichen Geschäftspartner seien den Behörden bekannt und würden geprüft. Öffentlich wurden diese Identitäten bislang jedoch nicht genannt.
🗣 Wenn eine Nachricht zur letzten Spur wird
Er kündigt Gefahr an. Teilt seinen Standort. Warnt seine Mutter.
Dann verschwindet er – genau wie vorhergesagt.
Ist das ein eskalierter Geschäftsdeal?
Eine Entführung?
Oder etwas, das viel größer ist, als es aussieht?
Was glaubst du:
Zufall – oder eiskalte Planung?
Und warum hatten andere plötzlich sein Handy, aber nicht ihn?
Schreib offen, was du für möglich hältst.


