„Ich liebe dich“ – Stunden spĂ€ter tot

💔 NeujahrsgrĂŒĂŸe, Liebesworte – und nur Stunden spĂ€ter eine schockierende Entdeckung in einer Wohnung. Ermittler prĂŒfen mehrere Spuren, wĂ€hrend vieles noch unklar ist. Was geschah wirklich in dieser Nacht?

„Ich liebe dich“ – Stunden spĂ€ter tot
KhaoSod

UDON THANI, THAILAND – Ein 23-jĂ€hriger Mann ist Anfang Januar leblos in einem Apartment in Udon Thani aufgefunden worden, die Polizei ermittelt wegen eines möglichen Suizids und untersucht zugleich eine nicht registrierte Schusswaffe und weitere illegale GegenstĂ€nde.

Einsatz am Neujahrswochenende

Am 2. Januar 2026 gegen 11.05 Uhr erhielt Pol. Lt. Col. Chakraphong Tomtaem von der Polizeistation Muang Udon Thani die Meldung ĂŒber einen Toten in einem ApartmentgebĂ€ude in der Provinz Udon Thani im Nordosten des Landes.

Die Beamten koordinierten den Einsatz mit der Udon Thani Sawang Metha Tham Foundation, Gerichtsmedizinern des Udon Thani Hospital sowie Forensikern, die den Fundort absicherten und begutachteten.

Im Zimmer entdeckten Ermittler den leblosen Körper eines 23‑JĂ€hrigen, in den Unterlagen nur als Mr. A gefĂŒhrt. Er lag bĂ€uchlings neben dem Bett. Forensiker stellten eine Schussverletzung an der rechten SchlĂ€fe fest. Der Todeszeitpunkt wurde auf rund 24 Stunden vor Auffinden der Leiche geschĂ€tzt.

Verschlossenes Zimmer, Waffe ohne Registrierung

Im Raum fanden Ermittler eine PatronenhĂŒlse und zwei scharfe Patronen auf dem Bett. Außerdem wurde eine 9‑mm‑Pistole sichergestellt. Nach ersten Erkenntnissen war die Waffe nicht registriert und technisch so verĂ€ndert, dass sie scharfe Munition verschießen konnte.

Auf einem Tisch lagen Alkohol- und Wasserflaschen. SĂ€mtliche GegenstĂ€nde – einschließlich der Waffe und der Munition – wurden als Beweismittel beschlagnahmt. Einbruchspuren gab es keine, die TĂŒr war von innen verschlossen.

Der Betreiber der Unterkunft gab an, die CCTV-Aufnahmen zeigten, dass Mr. A das Zimmer seit dem 30. Dezember 2025 nicht mehr verlassen hatte. Lediglich die Freundin sei am 31. Dezember 2025 beim Verlassen des Zimmers zu sehen gewesen, bevor spÀter die Leiche entdeckt wurde.

Letzter Kontakt: „I love you“ nach dem Countdown

Die Freundin schilderte der Polizei, sie habe den 23‑JĂ€hrigen in der Neujahrsnacht gegen 3.00 Uhr telefonisch kontaktiert. Beide hĂ€tten sich ein frohes neues Jahr gewĂŒnscht und „I love you“ geschrieben. Sie selbst sei zu diesem Zeitpunkt betrunken gewesen.

Sie erklĂ€rte, ihr Freund habe nur bemerkt, dass sie alkoholisiert wirkte, ansonsten aber keine Probleme oder auffĂ€lligen Hinweise erwĂ€hnt. Nach ihren Angaben habe er keine Anzeichen gezeigt, die auf eine Verzweiflungstat schließen ließen. Das Paar war seit ĂŒber zwei Jahren zusammen und lebte seit etwa vier Monaten gemeinsam in dem Apartment.

Als der Mann spĂ€ter wiederholt nicht ans Telefon ging und sie die TĂŒr nicht öffnen konnte, alarmierte die Frau das Rettungsteam. Die Helfer verschafften sich Zugang, entdeckten den 23‑JĂ€hrigen leblos und verstĂ€ndigten umgehend die Polizei.

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Familie ohne ErklĂ€rung – Polizei prĂŒft Motiv und Waffe

Die Schwester des Verstorbenen berichtete, Mr. A habe frĂŒher gemeinsam mit dem Vater Nudeln nahe der alten Komma-Kreuzung verkauft. Nach dem Tod des Vaters Anfang Januar 2025 sei er zu seiner Freundin gezogen. Die Familie wisse nicht, woher er die Pistole hatte, ein mögliches Motiv sei unbekannt.

Die Ermittler behandeln den Fall zunĂ€chst als mutmaßlichen Suizid, betonen aber, dass alle Optionen offen bleiben. Das Apartment wurde abgesperrt, FingerabdrĂŒcke und DNA-Spuren werden gesichert, um zu klĂ€ren, wer die Waffe und andere GegenstĂ€nde zuletzt berĂŒhrt hat.

Wichtiger Hinweis der Polizei:

‱ Keine Hinweise auf gewaltsames Eindringen in das Zimmer

‱ Kein Abschiedsbrief gefunden

‱ Illegale Waffe und weitere unerlaubte GegenstĂ€nde erfordern vertiefte PrĂŒfung

Forensik und Datenauswertung laufen weiter

Die Forensik analysiert die Pistole, um festzustellen, ob sie kĂŒrzlich modifiziert wurde und ob sie in anderen VorfĂ€llen eingesetzt wurde. HĂŒlse und Patronen werden auf ballistische Übereinstimmungen geprĂŒft. Auch die Alkohol- und Wasserflaschen werden auf eine mögliche Relevanz hin untersucht.

Parallel werten Ermittler das Telefon des Verstorbenen sowie persönliche und finanzielle Unterlagen aus, um mögliche Hinweise auf ein Motiv zu finden. Nachbarn, Angehörige und Bekannte werden befragt, nahe gelegene Überwachungskameras werden erneut geprĂŒft, um den genauen Ablauf zu rekonstruieren.

Die Polizei bestÀtigte, dass bislang keine weiteren Zeugen aufgetreten sind. Der Fall liegt weiterhin bei Pol. Lt. Col. Chakraphong Tomtaem, der betonte, die Ermittlungen seien aktiv und andauernd. Erst nach Abschluss der Auswertung aller Beweise werde entschieden, ob der Tod als Suizid eingestuft oder ein anderes Delikt vorliegt.

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Quelle: Thai Examiner