PHUKET – Die Polizei hat auf der Ferieninsel Phuket ein illegales Autovermietungs-Netzwerk zerschlagen. Zwei Russen sollen mit Hilfe thailändischer Strohmänner ein riskantes Geschäft betrieben haben – und vermieteten Autos, ohne die Führerscheine der Kunden zu prüfen.
Spur führte zu einer Reihe von Unfällen
Auslöser der Ermittlungen war eine Serie von Verkehrsunfällen auf der Insel, an denen ausländische Fahrer ohne gültige Lizenz beteiligt waren. Die Spuren führten immer wieder zu einem Mietwagen-Shop an der Saiyuan Road im Bezirk Rawai.
Die Chalong-Polizei nahm die Fährte auf. Sie stellte fest, dass das Geschäft auf Saiyuan Road von Ausländern geführt wurde. Diese organisierten die Vermietung und die Bezahlung komplett selbst.
Der kritischste Punkt: Sie überprüften nicht die Führerscheine ihrer Kunden. Ein gefährliches Spiel mit der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.
So tricksten die Verdächtigen das Gesetz aus
Um das thailändische Recht zu umgehen, bedienten sich die mutmaßlichen Betreiber eines bekannten Tricks. Sie setzten thailändische Staatsbürger als nominelle Partner ein.
Diese fungierten als Strohmänner (Nominees), um die gesetzliche Beschränkung für Ausländer zu umgehen. Das eigentliche Geschäft lag jedoch vollständig in der Hand der beiden Russen.
Am Mittwoch führte die Polizei Razzien in dem Mietwagen-Shop und in einer beteiligten Buchhaltungsfirma in Chalong durch. Beweise wurden gesichert.
Festnahme nach richterlichem Haftbefehl
Am Donnerstag beantragten die Ermittler erfolgreich Haftbefehle beim Phuket Provincial Court. Noch am selben Tag konnten die beiden Verdächtigen festgenommen werden.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um einen Mann und eine Frau. Ihre Namen wurden zunächst nicht öffentlich gemacht.
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Ihnen wird vorgeworfen, ein geschütztes Gewerbe ohne Genehmigung betrieben zu haben. Zusätzlich lautet der Vorwurf auf illegale Geschäftstätigkeit mittels thailändischer Strohmänner.
Welche Strafen jetzt drohen
Das thailändische Gesetz verbietet Ausländern strikt, bestimmte in Anlage Drei gelistete Geschäfte ohne entsprechende Genehmigung zu betreiben. Die Autovermietung fällt darunter.
Die Nutzung thailändischer Bürger als Nominee-Aktionäre zur Umgehung dieser Beschränkung stellt eine Straftat dar. Den Verdächtigen drohen nun hohe Geldstrafen und möglicherweise eine Gefängnisstrafe.
Die Polizei betont, dass die Ermittlungen noch andauern. Möglicherweise werden weitere Personen, darunter die thailändischen Strohmänner, zur Rechenschaft gezogen.
Sicherheitsrisiko für die Insel
Der Fall wirft ein grelles Licht auf ein Sicherheitsrisiko im Phuket-Tourismus. Ungeprüfte Fahrer hinter dem Steuer von Mietwagen sind eine Gefahr für alle.
Die lokalen Behörden wollen mit dieser Aktion ein deutliches Zeichen setzen. Illegale Geschäftspraktiken und die Missachtung von Sicherheitsvorschriften werden nicht toleriert.
Für Touristen ist es ein wichtiger Reminder: Nur bei lizenzierten und seriösen Vermietern ein Auto mieten und immer den internationalen Führerschein bereithalten.
🗣 Wer schützt hier eigentlich wen?
Mehrere Unfälle, keine Führerschein-Kontrollen, Strohmänner im Hintergrund. Ist das ein Einzelfall – oder nur ein weiteres Zeichen, wie locker illegale Geschäfte in Touristenregionen laufen? Sollten solche Betriebe sofort geschlossen und öffentlich gemacht werden? Schreib, was du darüber denkst.



