PATTAYA, THAILAND – Die Immigrationspolizei Chonburi hat in Zentral-Pattaya eine 34-jährige Russin festgenommen, die laut Ermittlern aus einer Eigentumswohnung heraus illegale Beauty-Behandlungen inklusive Injektionen angeboten haben soll. Spritzen, Filler, Medikamente und medizinische Geräte wurden beschlagnahmt, mehrere Anklagepunkte stehen im Raum.
Zugriff im Condo in Phra Tamnak
Die Beamten durchsuchten am 10. März eine Wohnung mit der Nummer 389/1879 in der Soi Phra Tamnak 5, nachdem es Hinweise auf einen laufenden Beauty-Betrieb gegeben hatte.
Nach einer Beobachtung sahen Polizisten demnach Kundinnen und Kunden in die Einheit gehen, identifizierten sich beim Betreten und nahmen die Verdächtige vor Ort fest.
Die Beschuldigte und ihr angebliches Angebot
Als Verdächtige nannten die Behörden Anastasiia Tyltseva (34), russische Staatsbürgerin, die Beauty-Services über Instagram beworben und Termine darüber koordiniert haben soll.
Nach Darstellung der Polizei umfassten die Angebote unter anderem Injektionen und weitere kosmetische Eingriffe, die in Thailand typischerweise in zugelassenen Einrichtungen erfolgen müssen.
Sicherstellungen – Spritzen, Filler, Autoklav
Bei der Durchsuchung stellten die Ermittler nach eigenen Angaben Injektionsnadeln und Spritzen, Filler, diverse medizinische Geräte, einen Autoklaven zur Sterilisation sowie verschiedene Medikamente und Substanzen sicher.
Die beschlagnahmten Gegenstände wurden zusammen mit der Verdächtigen an die Ermittler übergeben und sollen nun Bestandteil des weiteren Verfahrens sein.
Vorwürfe – Arbeiten ohne Work Permit bis Schein-Arzt
Die Behörden werfen der Frau vor, als Ausländerin ohne gültige Arbeitserlaubnis gearbeitet und eine Gesundheitseinrichtung ohne Genehmigung betrieben zu haben.
Hinzu kommen laut Polizei der Verdacht der Ausübung medizinischer Tätigkeiten ohne Approbation, der unerlaubte Verkauf von Arzneien und Medizinprodukten sowie das Inverkehrbringen nicht registrierter Kosmetik.
Kein Arzt – keine Lizenz, keine Erlaubnis
Die Ermittlungen hätten ergeben, dass die Beschuldigte keine Lizenz, kein Work Permit und keine Autorisierung für diese Tätigkeiten besaß und zudem keine qualifizierte Ärztin sei.
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Eine öffentliche Erklärung oder ein Schuld- beziehungsweise Unschuldbekenntnis gab es nach Angaben der Polizei zunächst nicht.
Warum die Behörden jetzt härter durchgreifen
Der Fall ist nach Darstellung der Behörden Teil einer anhaltenden Kampagne gegen nicht lizenzierte medizinische und kosmetische Angebote, die besonders dann gefährlich werden, wenn Eingriffe unter fragwürdigen Hygienebedingungen stattfinden.
Offizielle Stellen riefen Anwohner und Touristen dazu auf, ausschließlich zugelassene Kliniken zu nutzen und verdächtige Angebote zu melden, um Komplikationen durch unregulierte Behandlungen zu vermeiden.
Deine Meinung
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