PHUKET – Ihr Trick flog erst auf, als sie das Land verlassen wollten. Zwei Türken sind am Samstagabend am internationalen Flughafen Phuket festgenommen worden. Sie hatten gefälschte Einreisestempel im Pass – und lebten seit über zwei Jahren illegal in Thailand.
Ausreise wurde zur Falle
Gegen 17:30 Uhr am Samstag (7. Februar) betraten die beiden 30-jährigen Türken die Abflughalle des Phuket International Airport. Doch statt in den Flieger zu steigen, endete ihre Reise in Handschellen.
Scharfsinnige Beamte der Einwanderungsbehörde entdeckten Unstimmigkeiten in ihren Pässen. Die vermeintlichen Einreisestempel waren gefälscht. Ihr Plan, unerkannt auszureisen, war gescheitert. Die Männer wurden umgehend festgenommen und zur Sakhu Polizeistation überstellt.
Der unglaubliche Überstellungs-Marathon
Die Ermittlungen offenbarten ein erstaunliches Ausmaß. Die beiden Männer hielten sich bereits seit 918 Tagen illegal in Thailand auf – das sind mehr als zweieinhalb Jahre.Sie hatten ihre erlaubte Aufenthaltsdauer massiv überschritten. Die gefälschten Stempel dienten offenbar dazu, diesen Verstoß bei eventuellen Kontrollen zu vertuschen.
Den Behörden liegen nun die echten Daten ihrer letzten legalen Einreise vor. Die lückenlose Aufklärung ihres langen illegalen Aufenthalts hat begonnen.
Diese schweren Vorwürfe stehen im Raum
Den Türken werden zwei schwerwiegende Delikte zur Last gelegt: Erstens die Nutzung gefälschter Einwanderungsstempel, ein klarer Fall von Dokumentenfälschung. Zweitens der Aufenthalt im Königreich ohne Erlaubnis nach Ablauf der Visumsgültigkeit. Beide Vergehen können zu hohen Geldstrafen, Haftstrafen und einem langjährigen Wiedereinreiseverbot führen.
Die Polizei ermittelt nun, ob die Männer allein handelten oder Teil eines größeren Netzwerks für Passfälschungen sind.
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Ein klarer Warnschuss an alle Gesetzesbrecher
Die Einwanderungsbehörde nutzt den Fall für eine klare Botschaft. „Diese Festnahmen zeigen unsere laufenden Bemühungen, Dokumentenfälschung zu bekämpfen und die Einwanderungsgesetze durchzusetzen“, so ein offizieller Sprecher.
Besonders in Touristen-Hotspots wie Phuket werde die Überwachung intensiviert. Moderne Scanner und geschulte Beamte sollen künftig noch mehr Fälschungen erkennen.
Wie konnten sie so lange unentdeckt bleiben?
Diese Frage beschäftigt die Ermittler. Lebten die Männer im Verborgenen? Oder nutzten sie Lücken im System?
In Touristengebieten ist die anonyme Untertauch-Möglichkeit größer. Dennoch ist ein unentdeckter Aufenthalt über 900 Tage eine beunruhigende Feststellung für die thailändischen Sicherheitsbehörden. Die Überprüfung, ob sie während dieser Zeit arbeiten konnten, ist Teil der Ermittlungen.
Das bedeutet das für andere Ausländer
Der Fall ist eine eindringliche Warnung an alle Ausländer in Thailand: Die Behörden verschärfen die Kontrollen, sowohl bei der Ein- und Ausreise als auch im Landesinneren. Die geplanten Investitionen in neue Pass-Scanner und die Vernetzung der Datenbanken sollen solche Langzeit-Überstellungen in Zukunft unmöglich machen.
Für die beiden Türken endete der Traum vom unentdeckten Leben in den Tropen an der Passkontrolle. Ihr Prozess wird wohl als abschreckendes Beispiel in die Annalen der Phuket-Einwanderung eingehen.
🛂 918 Tage illegal – braucht Thailand noch strengere Kontrollen?
Mit gefälschten Stempeln und über zwei Jahren Overstay wollten zwei Ausländer offenbar unbemerkt ausreisen. Der Fall zeigt, wie kreativ manche versuchen, das System zu umgehen.
Sollte Thailand bei Visa-Verstößen noch härter durchgreifen – oder reichen die bestehenden Maßnahmen?
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