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Immigration wehrt sich gegen Reuters-Vorwürfe

Immigration wehrt sich gegen Reuters-Vorwürfe
Somchai Poomlard, Bangkok Post

Thailands Immigrationsbehörde weist Reuters-Vorwürfe entschieden zurück!

Ein brisanter Reuters-Report wirft thailändischen Beamten vor, beim Menschenhandel in Betrugszentren in Myanmar mitgewirkt zu haben. Jetzt schlägt die thailändische Immigrationspolizei zurück – und spricht von „verzerrten Fakten und falschen Anschuldigungen“.

Reuters-Report löste internationales Echo aus

In der investigativen Reportage „Scammed into Scamming“ beschreibt Reuters die schockierenden Erlebnisse von neun Menschen aus Afrika und Asien, die zwischen 2022 und 2025 in Betrugszentren in Myanmar verschleppt wurden. Sechs von ihnen gaben an, von mutmaßlichen Einwanderungsbeamten durch Thailands internationale Flughäfen begleitet worden zu sein, bevor sie nach Myanmar gebracht wurden.

Ihr Ziel: der berüchtigte KK Park Komplex in Myawaddy, ein Zentrum für zwanghafte Betrugsanrufe. Der kenianische Botschafter in Thailand, Lindsay Kiptiness, der Hunderte seiner Bürger aus den Scam-Zentren gerettet hat, bestätigte die Vorwürfe: „Sie beschreiben durchgängig, dass sie von Beamten durch thailändische Flughäfen eskortiert wurden.“

Thailand kontert: 
„Keine Beweise, keine Ethopier“

Polizeioberst Choengron Rimpadee, Kommandeur der Einwanderungsabteilung 2, ging in die Offensive: Er ließ alle Einreisen nach Thailand im November 2024 überprüfen, die auf den Namen „Oly“ passen könnten. Von 62 Treffern waren nur zwei afrikanische Staatsangehörige – ein Ugander über Phuket und eine Kenianerin aus Dubai. „Keine äthiopischen Staatsangehörigen“, so Choengron.

Seit Januar habe die Polizei strengere Kontrollen eingeführt: Gefährdete Personen würden durch Überprüfung von Visa, Rückflugtickets, Reiseplänen und Unterkünften gescreent. Seitdem habe man 16.538 Personen die Einreise verweigert.

„Hotelpersonal hat keinen Zutritt“

Choengron zweifelte die Glaubwürdigkeit des Reuters-Berichts an: „Hotelpersonal hat ohne spezielle Freigabe keinen Zutritt zu eingeschränkten Gepäckbereichen – selbst hochrangige Einwanderungsbeamte benötigen gültige Pässe.“ Der Fall „Oly“, der behauptete, von Einwanderungsbeamten an angebliche Hotelmitarbeiter übergeben worden zu sein, sei daher kaum plausibel.

Der Kommandeur kritisierte auch die Intention von Reuters und verglich den Bericht mit der BBC-Dokumentation „The Dark Side of Paradise“, die Thailand als Drehscheibe krimineller Aktivitäten darstellte.

Botschafter frustriert über mangelnde Reaktion

Kenias Botschafter Kiptiness zeigte sich unterdessen frustriert: Er habe den thailändischen Behörden detaillierte Informationen über die Entführungen überlassen, aber keine Rückmeldung erhalten. Ein Sprecher des thailändischen Außenministeriums entgegnete, man habe keine Berichte über die Vorwürfe erhalten, sei aber bereit, alle „glaubwürdigen Informationen oder Beweise“ zu untersuchen.

Die Fronten sind verhärtet: Während Reuters auf seinen Quellen beharrt, weist Thailand die Vorwürfe entschieden zurück. Der internationale Druck auf Thailand wächst, das Problem der Menschenhändlerringe an der Grenze zu Myanmar endlich in den Griff zu bekommen.

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