CHIANG MAI – Eine schreckliche Tragödie hat eine Familie ausgelöscht. Fünf Menschen, darunter Zwillingsmädchen, kamen in einem nächtlichen Hausbrand in Chiang Mai ums Leben. Die Feuerwehr vermutet einen elektrischen Defekt als Ursache.
Feuer brach um Mitternacht aus
Kurz nach Mitternacht am 8. Januar ging der Notruf ein. In der Soi Ruean Kham 17 im Bezirk Mueang stand ein zweistöckiges Haus in Flammen.
Feuerwehrleute und Rettungskräfte mehrerer Stiftungen eilten herbei. Das Haus beherbergte fünf Familienmitglieder: ein Ehepaar, dessen Zwillingsmädchen und ein bettlägeriger Patient.
Die Flammen waren bereits voll ausgebrochen. Die Familie schlief, als das Feuer ausbrach, und hatte keine Chance zur Flucht.

Rettungskämpfe blieben vergeblich
Über eine Stunde lang kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen, bevor sie das Feuer unter Kontrolle brachten. Dann betraten sie das verkohlte Gebäude.
Sie bargen alle fünf Bewohner und leiteten sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Anschließend wurden die Opfer ins Maharaj Nakorn Chiang Mai Hospital gebracht.
Doch alle Rettungsversuche blieben vergeblich. Die fünf Familienmitglieder erlagen ihren Verletzungen. Für die Helfer war es ein traumatischer Einsatz.
Kurzschluss als wahrscheinliche Ursache
Beamte der Bezirksverwaltung untersuchten zunächst die Brandstelle. Ihr erster Verdacht: Ein elektrischer Kurzschluss hat die Katastrophe ausgelöst.
Ein forensisches Team wird nun eine detaillierte Untersuchung durchführen, um die exakte Ursache zu bestätigen. Solche Brände sind in Thailand leider keine Seltenheit.
Die Nachbarn sind fassungslos. „Es ist so tragisch. Eine ganze Familie ist einfach weg“, sagte ein Anwohner unter Tränen.
Thailand von tödlichen Bränden heimgesucht
Dieser schreckliche Vorfall reiht sich in eine Serie tödlicher Hausbrände ein. Erst im Oktober vergangenen Jahres starb in der Provinz Rayong eine siebenköpfige Familie bei einem ähnlichen Feuer.
Drei Nachbarhäuser wurden damals beschädigt, Helfer erlitten Verbrennungen. Im Dezember gab es in Bangkoks Saimai-Bezirk einen Brand, bei dem zwei Holzhäuser zerstört wurden.
Glück im Unglück hatte am 4. Januar eine 80-jährige Frau in Samut Prakan. Sie konnte sich und neun Hunde retten, als ihr Haus in Flammen aufging.
Experten warnen vor veralteter Elektrik
Brandschützer weisen immer wieder auf die Gefahren durch veraltete oder überlastete Elektroinstallationen hin. Besonders in älteren Häusern sind die Leitungen oft marode.
Die Empfehlung lautet: Rauchmelder installieren und die Elektrik regelmäßig von einem Fachmann überprüfen lassen. Diese Vorsorge hätte Leben retten können.
Für die Familie in Chiang Mai kommt jede Warnung zu spät. Die Gemeinschaft trauert um fünf Menschen, die auf schreckliche Weise ihr Leben verloren.
🗣 Wenn ein Zuhause zur Todesfalle wird
Ein normales Haus.
Eine ganz normale Nacht.
Dann Hitze. Rauch. Dunkelheit. Und keine zweite Chance.
Fünf Menschen sterben, weil Sekunden fehlen. Weil Schlaf tiefer ist als Angst.
Weil ein technischer Defekt genügt, um aus einem Zuhause eine Falle zu machen.
Solche Brände sind keine „Unfälle“.
Sie sind stille Warnungen.
Über veraltete Elektrik.
Über fehlende Rauchmelder.
Über Häuser, in denen niemand mehr aufwacht, wenn das Feuer kommt.
Und während Ermittler nach der Ursache suchen, bleibt eine Frage brutal offen:
Wie viele Häuser in Thailand würden diese Nacht nicht überstehen?



