Iranischer Tourist lebt monatelang am Strand
Behörden greifen ein
Ein ungewöhnlicher Fall beschäftigt seit Wochen Anwohner und Behörden in Pattaya: Ein iranischer Tourist hat sich dauerhaft am berühmten Strand eingerichtet – mit Einkaufswagen als mobilem Heim und regelmäßigen Betteleien bei Urlaubern. Jetzt schritten die Einwanderungsbehörden ein.
Strandbewohner mit Einkaufswagen:
Ein ungewöhnliches Bild
Augenzeugen berichteten über Wochen von einem ausländischen Mann, der mit einem gestohlenen Big-C-Einkaufswagen voller Habseligkeiten den Strandabschnitt patrouillierte. Der Iraner soll regelmäßig Touristen angesprochen und um Geld gebeten haben – ein Verhalten, das viele Besucher als belästigend empfanden.
„Das Problem ist komplex, aber wir können nicht zulassen, dass sich solche Situationen endlos hinziehen“, erklärte ein besorgter Anwohner gegenüber lokalen Medien. Die Bevölkerung forderte wiederholt konkrete Maßnahmen von den Behörden.
Razzia am 14. Juli:
Immigration überprüft Strandbewohner
Auf die anhaltenden Beschwerden hin leitete Polizeioberst Nattaphon Khositsuriyamanee, Leiter der Chonburi-Einwanderungsbehörde, eine Überprüfungsaktion ein. Die Beamten fanden den Mann tatsächlich vor – mit überraschendem Ergebnis:
• Gültiges Touristenvisum vorgelegt
• Keine illegalen Gegenstände im Besitz
• Keine Vorstrafen bekannt
Minimalist oder Regelbrecher?
Der Erklärungsversuch
Bei der Befragung gab der Iraner an, bewusst einen minimalistischen Lebensstil zu pflegen. Er sei sich nicht bewusst gewesen, dass sein Verhalten gegen Einwanderungsbestimmungen verstoßen oder die öffentliche Ordnung stören könnte.
Die Behörden reagierten mit einer offiziellen Verwarnung und klärten den Mann über die geltenden Rechtsvorschriften auf. Ihm wurde deutlich gemacht, dass ein weiteres Leben am Strand zur Visumsstreichung führen würde.
Thailand bleibt gastfreundlich
aber mit klaren Regeln
Ein Sprecher der Einwanderungsbehörde betonte: „Wir heißen Besucher aus aller Welt willkommen, erwarten aber, dass sich jeder an unsere Gesetze und gesellschaftlichen Normen hält.“ Der Fall zeigt die Gratwanderung zwischen Touristenfreundlichkeit und notwendiger Ordnungspolitik in einem der beliebtesten Reiseziele Südostasiens.



