Biometrie-Skandal in Thailand: Iris-Scans fĂźr Kriminelle?
Ein massiver Biometrie-Skandal in Thailand: Iris-Scans von Ăźber einer Million Menschen kĂśnnten in die Hände krimineller Netzwerke gelangt sein. Die Daten wurden angeblich fĂźr Cryptocurrency-BetrĂźgereien missbraucht â mit einem geschätzten Schaden von Ăźber 2 Milliarden Baht (50 Millionen Euro)!
DĂśrfer verkaufen ihre Iris-Daten
Rangsiman Rome, Vorsitzender des nationalen Sicherheitsausschusses, enthĂźllt schockierende Details: Ganze DĂśrfer lieĂen sich fĂźr kleines Geld Iris-Scannen â oft ohne die Risiken zu verstehen. „Viele Teilnehmer sind in prekären finanziellen Verhältnissen und daher anfällig fĂźr Ausbeutung“, so der Politiker.
Die gesammelten Biometrie-Daten sollen mit Unternehmen in Verbindung stehen, die mit Yim Leak verbunden sind â einer SchlĂźsselfigur der BIC-Gruppe. Diese wiederum soll mit Benjamin Mauerberger (alias Ben Smith) zusammengearbeitet haben, einem umstrittenen SĂźdafrikaner, der als Strippenzieher fĂźr sĂźdostasiatische Eliten gilt.
Connection zu kambodschanischen Betrugszentren
Die Ermittlungen deuten auf Verbindungen zu chinesischen Betrugszentren in Kambodscha hin. Eine thailändische Firma unter Mauerbergers Kontrolle soll Iris-Scans in Bangkok durchgefßhrt haben, während KuCoin-Mitarbeiter halfen, betrßgerische Kryptowährungen in das Finanzsystem einzuschleusen.
Rangsiman warnt: „Dies geht Ăźber Geldwäsche hinaus â hier geht es um biometrischen Betrug.“ Die Iris-Scans seien besonders sensibel, da sie viel mehr persĂśnliche Informationen erfassen als Gesichtserkennung.
Globale Dimension des Skandals
Das Problem ist nicht nur national, sondern global: Multinationale Konzerne und grenzßberschreitende Netzwerke machen die Verfolgung der Täter extrem schwierig. Der Politiker fordert die thailändische BÜrsenaufsicht (SEC) auf, mit Cyber-Polizei, der Geldwäsche-BehÜrde (AMLO) und internationalen Regulierern zusammenzuarbeiten.
Unterdessen hat das Digitalministerium unter Ministerin Chaichanok Chidchob bereits GegenmaĂnahmen eingeleitet. Die Datenschutzkommission hat Tools for Humanity (TFH) und andere Partner angewiesen, Daten nach Gebrauch zu lĂśschen und klare Einwilligungen einzuholen.
Was bedeutet das fĂźr die Betroffenen?
Die Gefahr ist real: Gestohlene Iris-Daten kĂśnnen fĂźr Identitätsdiebstahl missbraucht werden. Da sich Iris-Muster â anders als PasswĂśrter â nicht ändern lassen, wäre ein einmaliger Diebstahl fatal.
Investigativ-Journalist Tom Wright berichtet, dass TFH unwissentlich mit kriminellen Netzwerken verflochten war. Die Firma soll jetzt alle Daten vernichten â doch ist das bereits zu spät?
Wie geht es weiter?
Die AufsichtsbehĂśrden stehen unter Druck: Sie mĂźssen nicht nur die Schuldigen finden, sondern auch verhindern, dass weitere biometrische Daten in falsche Hände geraten. FĂźr die Ăźber eine Million Betroffenen beginnt eine Zeit der Ungewissheit â und die Angst vor Identitätsdiebstahl.
Was meinen Sie?
Wie sicher fĂźhlen Sie sich bei der Weitergabe biometrischer Daten in Thailand? Vertrauen Sie staatlichen Stellen und privaten Firmen, wenn es um den Schutz Ihrer Iris- oder Gesichtsdaten geht â oder sollten solche Programme komplett gestoppt werden, bis volle Transparenz gewährleistet ist? Ihre Meinung zählt.



