Jatuporn: „Thailand hat am Tempel kapituliert!“

Jatuporn: „Thailand hat am Tempel kapituliert!“
Amarin

Jatuporn greift Regierung an: 
„Wir haben Land an Kambodscha verloren!“ 

Der bekannte politische Aktivist Jatuporn Prompan hat die thailändische Regierung scharf für ihr Vorgehen im Grenzkonflikt mit Kambodscha kritisiert. Bei einer Protestkundgebung am Victory Monument warf er der Führung in Bangkok vor, durch eine voreilige Waffenruhe wertvolles Territorium preisgegeben zu haben.

„Kein Zentimeter Land aufgeben!“ 
Jatuporns wütende Rede

Vor Hunderten von Demonstranten brandmarkte Jatuporn die Entscheidung von Premierminister Phumtham Wechayachai, in Malaysia eine bedingungslose Waffenruhe zu vereinbaren, als schweren Fehler. 

„In der Regierungszeit von König Rama X haben wir geschworen, keinen Zentimeter Land aufzugeben. Diese Verhandlung hat dieses Prinzip verraten“, donnerte der Aktivist in seiner emotionalen Abschlussrede um 21 Uhr.

Sein Hauptvorwurf: Obwohl einige Kampfzonen zurückerobert worden seien, habe Thailand durch das Abkommen den historischen Ta Kwai-Tempel an Kambodscha verloren – ohne militärische Niederlage. 

„Unsere Verhandler waren naiv. Sie haben die Bedingungen an der Front ignoriert“, wetterte Jatuporn.

Angriff auf Paetongtarn: 
„Die Premierministerin hat versagt!“

Besonders hart ging der Aktivist mit der suspendierten Premierministerin Paetongtarn Shinawatra ins Gericht. 

Er bezog sich dabei auf ein geleaktes Telefonat mit dem kambodschanischen Strongman Hun Sen: „Wenn die Premierministerin ihre Pflicht zum Schutz der Souveränität erfüllt hätte, bräuchten wir heute nicht zu protestieren.“
Jatuporn wies Paetongtarns Aussage zurück, der Konflikt habe mit Betrugs-Callcentern zu tun: „In dem Telefonat wurde kein einziges Mal über Callcenter gesprochen. Das Volk kennt die Wahrheit.“

Eskalation möglich? 
„Wir lassen uns nicht provozieren“

Auf die Frage, ob die Proteste sich zu einer Sitzblockade vor dem Regierungssitz ausweiten könnten, antwortete Jatuporn ausweichend: „Noch ist das nicht nötig. Aber wenn sie uns zu weit reizen…“ Gleichzeitig kündigte er weitere Aktionen an, sollte die Regierung nicht auf die Forderungen der Demonstranten eingehen.

Zum Abschluss kommentierte er noch Thaksin Shinawatras anstehenden Gerichtstermin am 9. September wegen seines umstrittenen Krankenhausaufenthalts während der Haft: „Ich hoffe, ihn dort zu sehen. Viel Glück!“ – eine sarkastische Bemerkung, die das Publikum zum Lachen brachte.

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