Michelin-Restaurant Jay Fai unter Beschuss:
YouTuberin bezahlt 4.000 Baht für Omelett
Behörden ermitteln
Bangkok – Das weltberühmte Michelin-empfohlene Restaurant Jay Fai steht nach einem viralen Social-Media-Post in der Kritik. Die thailändische YouTuberin Pitchaya „Peachii“ Chaychana (bekannt als Peachii Stephen Oppa) beschwerte sich öffentlich, nachdem sie 4.000 Baht (ca. 110 Euro) für ein Krabben-Omelett bezahlen musste – obwohl die Speisekarte 1.500 Baht (ca. 36 Euro) auswies.
„Verwirrend und willkürlich“
YouTuberin schockiert über Rechnung
In einem X-Post (Twitter) vom 15. August schilderte Peachii ihren Besuch im Kult-Restaurant:
„Jay Fais Krabben-Omelett kostete mich 4.000 Baht. Das Fleisch war zwar exzellent – süß und lecker – aber ich habe keine Premium-Option bestellt. Niemand hat mir gesagt, dass der Preis vom Menü abweicht. Erst an der Kasse wurde mir der Betrag genannt.“
Sie betonte, dass Geschmack zwar subjektiv sei, die intransparente Preisgestaltung jedoch unfair sei. Ihr ausländischer Begleiter habe das Essen zwar genossen, sei aber ebenso über die fast dreifache Rechnung erschrocken.

Restaurant rechtfertigt sich
Gäste bleiben skeptisch
Auf Nachfrage erklärten Mitarbeiter, dass Peachii „Premium-Krabbenfleisch“ erhalten habe, das teurer sei als die Standardvariante. Die YouTuberin konterte:
„Warum steht das nicht auf der Karte? Warum wurde ich nicht gefragt, ob ich die Luxusversion will?“
Viele Nutzer teilten ähnliche Erfahrungen:
• „Jay Fais Preise sind unberechenbar – Ich war nur einmal dort und nie wieder.“
• „Berühmtheit schützt nicht vor Abzocke.“
• „Die Behörden sollten einschreiten!“
Handelsministerium leitet Untersuchung ein
Der öffentliche Druck zeigte Wirkung: Das Department of Internal Trade kündigte an, den Vorfall zu prüfen. Ein Sprecher betonte, dass Restaurants klare Preise ausweisen müssen – „Überraschungsrechnungen sind illegal“.

Jay Fai – Kultstatus mit Kontroversen
Die 78-jährige Chefin Jay Fai (bürgerlich: Supinya Junsuta) ist eine lebende Bangkok-Legende. Ihr mit Michelin-Stern ausgezeichnetes Straßenrestaurant lockt Touristen und Promis aus aller Welt. Doch neben Lob für die authentische Küche gibt es seit Jahren Kritik an:
✔ Hohen Preisen (ein Omelett kostet oft mehr als ein Hotelzimmer)
✔ Langen Wartezeiten (teilweise 4+ Stunden)
✔ Intransparenz (keine festen Menüpreise)
Was bedeutet das für Gäste?
• Preise vor der Bestellung klären – nachfragen, ob Zusatzkosten anfallen.
• Kassenbon checken – falls die Rechnung nicht stimmt, sofort reklamieren.
• Bei Unstimmigkeiten melden – beim Office of the Consumer Protection Board beschweren.
Luxus-Omelett oder Abzocke?
Während Jay Fai weiterhin kulinarische Meisterleistungen liefert, zeigt der Fall, dass selbst Michelin-empfohlene Lokale nicht über dem Gesetz stehen. Die Ermittlungen könnten ein Weckruf für die gesamte Branche sein – Transparenz ist kein Luxus, sondern Pflicht.



