PHUKET, THAILAND – Mögliche rechtswidrige Jetski-Geschäfte mit Verbindungen zu ausländischen Investorengruppen auf Phuket werden nach Beschwerden örtlicher Betreiber von der Regierung geprüft. Im Mittelpunkt stehen Vorwürfe zu Scheinvereinen, Scheinvertretern ausländischer Investoren und mangelhafter Sicherheit an stark frequentierten Stränden.
Regierungsdelegation in Patong
In Patong hat gestern am 12. Februar eine Faktenrunde mit anschließendem Lokaltermin stattgefunden, geleitet vom stellvertretenden Ständigen Sekretär des Premierministers Nopporn Boonkaew.
Dabei traf Boonkaew Stranddienstleister und Jetski-Verleiher, um ihre Sorgen über auslandsverbundene Unternehmen, Wasserwegsregeln und Fragen der maritimen Sicherheit aufzunehmen.
Ursprung der Beschwerde
Auslöser der Untersuchung ist eine Eingabe vom 30. September des vergangenen Jahres, die Platth Chandrasobhin, Berater des Phuket Jet-Ski Rental Operators Club, über das 1111 Public Service Center beim Büro des Premierministers eingereicht hatte.
Die Beschwerde folgte auf ein früheres Schreiben vom 10. Januar desselben Jahres und forderte Ermittlungen gegen Firmen, die sich als Vereine ausgeben, aber angeblich als Vertreter ausländischer Investoren auftreten.
Forderung nach Lizenzentzug
In der Petition wurde zudem verlangt, Lizenzen von Jetski-Vermietern auszusetzen, wenn sich herausstellt, dass sie illegal operieren.
Nach Eingang der Vorwürfe wies das Büro des Ständigen Sekretärs des Premierministers das Provinzbüro Phuket unter Leitung von Gouverneur Nirat Pongsitthaworn sowie das Phuket Marine Office an, die Anschuldigungen zu prüfen, im Rahmen ihrer Befugnisse einzuschreiten und erste Ergebnisse an die Beschwerdeführer zu melden.
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Streit um Wasserzonen und neue Geräte
Bei der Besprechung machten Betreiber den Einfluss der Regelungen zu Wasserwegen zum Thema und verwiesen auf einen Hinweis des Provinzbüros Phuket vom 16. Februar dieses Jahres, der die bestehende Vorgabe bekräftigt, dass Zonen für Wasseraktivitäten maximal 10 Prozent der Strandfläche einnehmen dürfen.
Kritisiert wurde außerdem die angeblich nicht genehmigte Vermietung von elektrischen Surfboards, Jet-Surfboards und elektrischen Hydrofoil-Bikes an den Stränden von Patong, Kata, Karon und Kalim, die nach Angaben der Betreiber andere Aktivitäten beeinträchtigen und das Unfallrisiko erhöhen.
Verdacht auf Nominee-Konstruktionen
Mehrere Betreiber sprachen von Einflüssen ausländischer Investorengruppen, die über thailändische Nominee-Strukturen am Markt beteiligt seien und lokale Unternehmen unter Druck setzten.
Gleichzeitig wurden Probleme mit festgelegten Jetski-Parkzonen, der Regulierung lizenzierter Verleiher, Sicherheitsbedenken wegen Speedboat-Liegeplätzen und der Gefahr von Seeunfällen sowie Vorwürfe angesprochen, dass Lizenzen an Vereine vergeben wurden, die angeblich ausländische Investmentgruppen repräsentieren und damit gegen geltendes Recht verstoßen.
Forderungen der Betreiber
Die Betreiber forderten die Behörden auf, Organisationen, die sich als Vereine oder Vertreter ausländischer Investoren ausgeben, umfassend zu überprüfen und bei Verstößen Lizenzen zu suspendieren.
Zugleich verlangten sie eine spürbare Stärkung des Sicherheitsmanagements auf dem Wasser an allen Stränden Phukets, um Konflikte zwischen Anbietern und Risiken für Badegäste und Wassersportler zu reduzieren.
🏖️ Wem gehören die Strände – Einheimischen oder Investoren?
Lokale Betreiber warnen vor ausländisch beeinflussten Firmen, die den Jet-Ski-Markt dominieren könnten. Behörden ermitteln bereits – es geht um Fairness, Sicherheit und Kontrolle über lukrative Strandgeschäfte.
Sollte Thailand bei solchen Investments strenger sein – oder braucht der Tourismus genau dieses Kapital?
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