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„Kälte“ fordert erstes Todesopfer

"Kälte" fordert erstes Todesopfer
KhaoSod English

BURIRAM – Eine für thailändische Verhältnisse frostige Nacht hat das erste Todesopfer gefordert. Ein 75-jähriger Mann wurde tot in seinem Haus in der Provinz Buriram aufgefunden. Die Temperatur: nur 18 Grad Celsius.

Todesfund am Morgen des 2. Januars

Gegen 7:30 Uhr morgens erreichte die Polizei von Ban Dan der Notruf. Im Dorf Ban Pho Thong war ein Bewohner leblos in seinem Haus entdeckt worden.

Die Beamten fanden den 75-jährigen Wa Chamram auf einer Matratze in seinem eingeschossigen Haus vor. Keine Anzeichen für einen Angriff.

Sein Körper war bereits in Totenstarre. Die Polizei schätzt, dass er mindestens drei Stunden vor der Entdeckung verstarb.

Letzte Nacht des Rentners

Seine Ehefrau, die 69-jährige Jampii Cherngram, war fassungslos. Sie lebte mit ihrem Mann und dem 9-jährigen Enkelsohn zusammen.

Normalerweise stand ihr Mann täglich um 5 Uhr morgens auf, um draußen ein Feuer zum Wärmen zu entfachen. An diesem Morgen blieb es still.

„Ich ging nachsehen und fand ihn reglos vor. Sein Körper war schon steif“, berichtete die verzweifelte Witwe den Ermittlern.

Kälte als mögliche Todesursache

Die Familie gab an, der Mann habe keine bekannten Vorerkrankungen gehabt und keinen Alkohol getrunken. Seine Frau vermutete einen Kälteschock.

Geschlafen habe er in einem offenen Bereich des Hauses. Die nächtlichen Temperaturen waren auf ca. 18 Grad Celsius gefallen.

Ein Nachbar, Thongsuk Tansiaidee (67), hatte den Rentner noch am Vorabend getroffen. „Er sah normal aus, wir haben über Kampfhähne geredet.“

Warum 18 Grad in Thailand tödlich sein können

Für viele Europäer klingt dies nach Frühling. In Thailand, besonders im armen Nordosten (Isaan), sind solche Temperaturen ungewöhnlich tief.

Häuser sind oft nicht isoliert, viele ältere Menschen besitzen keine warme Kleidung oder Heizungen. Der Körper ist die Kälte nicht gewohnt.

Eine plötzliche Unterkühlung kann insbesondere für geschwächte oder alte Menschen lebensbedrohlich werden. Der Kreislauf kollabiert.

Behörden untersuchen den genauen Tod

Die Polizei gab den Leichnam zur traditionellen Bestattung an die Familie frei. Ein offizielles Gutachten steht noch aus, doch die Angehörigen zweifeln nicht an einem natürlichen Tod.

Der Vorfall ist ein trauriger Weckruf. Die thailändischen Behörden warnen regelmäßig vor den Gesundheitsrisiken der „Kalten Jahreszeit“.

Besonders Alte, Kranke und Obdachlose sind gefährdet. Sozialstationen verteilen oft Decken, doch die Hilfe kommt nicht überall an. Für die Familie des Wa Chamram beginnt das neue Jahr mit einer tragischen Geschichte. Sein Tod mahnt, dass auch milde Kälte in Thailand Respekt verdient.

🗣 Wie gefährlich ist Kälte wirklich?

18 Grad klingen harmlos – bis man alt, geschwächt oder schlecht geschützt ist.
Unterschätzt Thailand die Risiken ungewöhnlicher Kälte, weil das Land Hitze gewohnt ist?

Braucht es gezielte Schutzmaßnahmen für Senioren und Kinder, wenn die Temperaturen fallen?
Oder ist das ein tragischer Einzelfall, der schnell wieder vergessen wird?

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Quelle: KhaoSod English

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