Alkoholgesetz 2025 trifft das Strand Business hart
Die thailändische Tourismusbranche schlägt Alarm: Das neue Alkoholgesetz von 2025 sorgt für neue Probleme in Pattaya und anderen Urlaubsgebieten. Touristen werden am Strand verhaftet, Geschäfte klagen über Einbrüche – und es gibt sogar Korruptionsvorwürfe gegen Beamte!
Strand-Bier nur mit Geldstrafe
Lisa Hamilton, Präsidentin der Pattaya Nightlife Business Operators Association, übergab im Parlament eine Beschwerde. Der Grund: Paragraph 32 des neuen Alkoholgesetzes verbietet den Verkauf von Alkohol ohne spezielle Lizenz – mit fatalen Folgen für den Tourismus.
„In Pattaya werden Touristen sofort verhaftet oder mit Geldstrafen belegt, wenn sie auf Strandliegen ein Bier trinken“, sagte Hamilton. Die Geschäftsleute fordern eine Überprüfung des Gesetzes, da es sowohl Betreiber als auch Touristen gleichermaßen treffe.
Hochsaison in Gefahr?
Die Timing könnte kaum schlechter sein: Gerade beginnt die Hauptreisezeit in Thailand, doch statt entspannter Urlauber herrscht Verunsicherung. Hamilton befürchtet negative Mundpropaganda: „Wenn das Problem nicht schnell gelöst wird, werden Touristen davon berichten – mit schlimmen Folgen für unsere Branche.“
Besonders pikant: Die Unternehmerin äußert auch Korruptionsvorwürfe. Das strenge Gesetz biete staatlichen Beamten Gelegenheit, Bestechungsgelder zu fordern. Ein offenes Geheimnis, das jetzt erstmals offen angesprochen wird.
Senat reagiert – Anutin wird eingeschaltet
Senator Pisit Apiwattanapong, Sprecher des Sonderausschusses für Senatsangelegenheiten, nahm die Beschwerde entgegen. Er versprach, das Anliegen an Senatspräsident Mongkol Sursajja und Premierminister Anutin Charnvirakul weiterzuleiten.
Die Senatoren zeigen sich besorgt über die wirtschaftlichen Auswirkungen. Schließlich ist der Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Thailands, und Pattaya zählt zu den beliebtesten Zielen internationaler Besucher.
Balanceakt zwischen Ordnung und Freiheit
Das neue Alkoholgesetz war eigentlich gedacht, um Exzesse und öffentliche Trinkerei einzudämmen. Doch die praktische Umsetzung erweist sich als problematisch: Urlauber, die entspannt ein Bier am Strand genießen wollen, werden plötzlich zu Straftätern.
Die Geschäftsleute fordern keine komplette Abschaffung, sondern eine pragmatische Anpassung. Vorschläge beinhalten ausgewiesene Bereiche an Stränden, wo Alkoholkonsum erlaubt ist – ähnlich wie in anderen Touristenzentren weltweit.
Was kommt als Nächstes?
Die Beschwerde aus Pattaya hat hohe Wellen geschlagen. Jetzt ist die Regierung am Zug: Wird sie das Gesetz lockern oder an der strikten Linie festhalten?
Die Uhr tickt für Thailands Tourismusindustrie. Wenn die Lösung nicht vor Beginn der Hauptsaison kommt, könnte dies einer der schwächsten Sommer seit Jahren werden – mit Milliardenverlusten für die gesamte Branche.
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