Premierministerin steht fest:
Kein Rücktritt trotz Verfassungsklage!
Thailands suspendierte Premierministerin Paetongtarn Shinawatra wird entgegen aller Gerüchte nicht zurücktreten. Das bestätigte ihr Generalsekretär Prommin Lertsuridej in einer klaren Stellungnahme am Montag. Trotz einer anhängigen Verfassungsklage und brisanten Grenzspannungen mit Kambodscha bleibt die Tochter des Ex-Premiers Thaksin Shinawatra kämpferisch.
„Keine Rücktrittsabsichten“
Klare Worte aus dem Regierungslager
Die politische Lage in Bangkok bleibt angespannt, nachdem Medien über einen möglichen vorzeitigen Rücktritt der 37-jährigen Regierungschefin spekuliert hatten.
„Ich kann bestätigen, dass sie derzeit keine Rücktrittsabsichten hat“, stellte Generalsekretär Prommin unmissverständlich klar. „Wir handeln strikt nach dem Gesetz und stehen zur Rechtmäßigkeit unseres Handelns.“
Hintergrund sind Aufnahmen eines Gesprächs zwischen Paetongtarn und dem kambodschanischen Senatspräsidenten Hun Sen, die für politischen Zündstoff sorgen. Das Verfassungsgericht muss noch über die Rechtmäßigkeit dieses Austauschs entscheiden – ein Urteil, das die populäre Politikerin im schlimmsten Fall ihr Amt kosten könnte.
Grenzkrise mit Kambodscha:
Paetongtarn agiert im Hintergrund
Trotz ihrer Suspendierung bleibt die Premierministerin nach Angaben ihres Teams aktiv in die Lösung der Grenzspannungen eingebunden.
„Sie koordiniert sich informell mit Militär und Nationalem Sicherheitsrat“, verriet Prommin.
Die Tochter des umstrittenen Ex-Premiers Thaksin Shinawatra setze alles daran, eine Eskalation mit dem Nachbarland zu verhindern.
Interessant dabei: Obwohl Paetongtarn offiziell suspendiert ist, führt sie hinter den Kulissen weiter Regierungsgeschäfte.
„Sie handelt als verantwortungsvolle Führungspersönlichkeit“, betonte ihr Generalsekretär. „Gleichzeitig respektiert sie die Autorität des Gerichts und erwartet das Urteil.“
Ethikvorwürfe und juristisches Tauziehen
Die Opposition wirft der Regierungschefin vor, in dem geleakten Gespräch mit Hun Sen Grenzen überschritten zu haben.
Doch Prommin kontert: „Unsere Stellungnahme an das Gericht behandelt alle ethischen und rechtlichen Aspekte umfassend.“
Man sei zuversichtlich, dass das Gericht Paetongtarns Engagement für Stabilität und Frieden anerkennen werde.
Politische Beobachter werten die klare Haltung der Regierungschefin als strategischen Schachzug.
„Ein Rücktritt vor dem Urteil wäre als Schuldeingeständnis gewertet worden“, analysiert der Bangkok-basierte Politikwissenschaftler Dr. Sitthiphon Kruarattikan. „So bleibt ihr jede Option offen – von der Rückkehr ins Amt bis zum Gang in die Opposition.“
Paetongtarns Pheu-Thai-Partei kämpferisch
Während das Land auf das Verfassungsgerichtsurteil wartet, zeigt sich Paetongtarns Pheu-Thai-Partei kämpferisch. Parteimitglieder bereiten bereits öffentliche Unterstützungskundgebungen vor, falls das Urteil negativ ausfallen sollte.
Eines ist klar: Die politische Zukunft Thailands hängt maßgeblich von den kommenden Wochen ab. Sollte Paetongtarn ihr Amt behalten, könnte sie gestärkt aus der Krise hervorgehen. Ein Amtsverlust dagegen würde die fragile Koalitionsregierung ins Wanken bringen – und möglicherweise Neuwahlen erzwingen.
Für jetzt bleibt die Botschaft aus dem Regierungslager eindeutig: Paetongtarn Shinawatra gibt nicht auf.
„Thailand braucht in dieser schwierigen Zeit Stabilität“, so Prommin. „Und genau dafür wird unsere Premierministerin weiterkämpfen.“



