ANG THONG, THAILAND – Auf einem Pferdehof im Bezirk Sawaeng Ha sucht der Betreiber San Kongwet Treibstoff auf ungewöhnliche Weise: zu Pferd, mit Kanister, durch die Dorfstraßen. Der Benzinmangel legt nicht nur Fahrzeuge lahm, sondern bringt auch die Fütterung der Tiere durcheinander und trifft damit einen Betrieb, der von verlässlicher Logistik lebt.
Ritt mit Kanister durch Ban Phran
San Kongwet, Besitzer der Cowboy Farm im Unterbezirk Ban Phran, schwang sich auf sein Pferd und ritt mit einem Gallonen-Behälter los, um irgendwo noch Benzin zu bekommen.
Nach eigenen Angaben kam er aus den Reisfeldern und fuhr die Straßen im Dorf ab, um eine Tankstelle zu finden, die noch Treibstoff vorrätig hatte.
Tankstellen – Mal da, mal schon leer
San berichtete, Benzin sei derzeit schwer zu kaufen, weshalb er inzwischen ständig nachverfolgen müsse, welche Stationen überhaupt noch liefern können.
Mehrfach sei er erst angekommen, als der Vorrat bereits aufgebraucht gewesen sei, wodurch jeder Versuch zur Wette gegen die Zeit werde.
Stillstand auf dem Feld und Arbeit mit der Sichel
Am selben Tag blieb ein Auto, das eigentlich Gras für die Pferde holen sollte, mitten auf einem Feld liegen, nachdem der Tank leer war.
Auch die Maschine zum Grasschneiden stoppte, als ihr der Treibstoff ausging, woraufhin die Mitarbeiter kurzfristig per Hand mit einer Sichel weitermachten.
Futter per Pferdewagen – Improvisation im Alltag
Ein Angestellter, der die Pferde versorgt, schnitt Gras auf den Feldern und sammelte laut Bericht ungefähr einen Korb voll.
Das Gras wurde anschließend auf einen pferdegezogenen Wagen geladen und zur Farm gebracht, damit die Tiere gefüttert werden konnten, während parallel weiter nach Benzin gesucht wurde.
Aufträge in anderen Provinzen geraten ins Wanken
Die Treibstofflage trifft den Hof auch wirtschaftlich, weil San nach eigenen Angaben Pferde für Drama-Produktionen und Shows in anderen Provinzen bereitstellt.
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Ohne verlässlich betankte Fahrzeuge lassen sich Transporte und Futterfahrten kaum planen, was Termine und Abläufe bei externen Einsätzen erschwert.
Behörden geben Entwarnung – aber die Schlangen bleiben real
In einem weiteren, damit zusammenhängenden Update erklärte der Generaldirektor des Department of Energy Business, die Treibstoffversorgung im Land sei grundsätzlich ausreichend.
Zugleich entschuldigte er sich für zuletzt beobachtete Warteschlangen an Tankstellen sowie für Probleme bei Auslieferungen, die vielerorts den Eindruck einer Knappheit verstärkt hätten.
Deine Meinung
Wie sollten Behörden und Anbieter in solchen Phasen kommunizieren und reagieren, damit aus kurzfristigen Lieferproblemen nicht sofort ein Alltag voller Improvisation wird?
Welche Erfahrungen gab es zuletzt in den eigenen Regionen mit Warteschlangen, Limits oder leeren Zapfsäulen – und was hat tatsächlich geholfen?



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