Kein Sprit mehr: Notfallhilfe bricht zusammen

⛽ Alarm in Chiang Mai: Rettungsfahrzeuge bleiben stehen, weil plötzlich kein Diesel mehr verfügbar ist. Erste Einsätze müssen gestoppt werden – mitten in einer angespannten Lage. Wie weit eskaliert diese Krise noch?

Kein Sprit mehr: Notfallhilfe bricht zusammen
Chiang Mai News

CHIANG MAI, THAILAND – Wegen akuter Dieselknappheit hat eine Rettungseinheit im Bezirk San Pa Tong die Patienten-Transporte vorübergehend eingestellt. Rettungswagen stehen unbetankt auf dem Hof, während die Leitstelle bereits informiert ist.

Rettungseinheit meldet Stopp an Leitstelle

Der Leiter der Einheit Wathansil Rinchoy von der Sarat Ruamjai Rescue Association Chiang Mai teilte der Leitstelle Erawan Center mit, dass Krankentransporte bis auf Weiteres nicht mehr zuverlässig gefahren werden könnten.

Als Grund nannte er fehlenden Diesel, weil die Einsatzfahrzeuge in der Umgebung aktuell keinen Kraftstoff mehr bekommen und mehrere Wagen deshalb außer Betrieb seien.

Panikkäufe leeren die Zapfsäulen

Nach Angaben der Rettungskräfte hätten viele Menschen in den vergangenen Tagen „auf Vorrat“ getankt, wodurch in San Pa Tong und benachbarten Bezirken der Dieselbestand an nahezu allen Tankstellen aufgebraucht worden sei.

Selbst neu angelieferter Kraftstoff sei jeweils in kurzer Zeit wieder verkauft gewesen, was die Versorgung der Einsatzfahrzeuge zusätzlich verschärft habe.

Zwei Fahrzeuge warten in der Schlange

Am 18. März stellte die Einheit dem Bericht zufolge mindestens zwei Rettungsfahrzeuge an einer Tankstelle an, um in der Warteschlange auf eine Betankung zu hoffen.

Ziel sei, so schnell wie möglich wieder Patiententransporte aufnehmen zu können, sobald ausreichend Diesel verfügbar sei.

Wenn Treibstoff zur Gesundheitsfrage wird

Die Rettungskräfte warnten, die Lage treffe nicht nur den Verkehr, sondern gefährde im Ernstfall direkt Menschenleben, weil ein Einsatz ohne Kraftstoff schlicht nicht möglich sei.

Gerade bei Unfällen und medizinischen Notfällen entscheide die Verfügbarkeit von Rettungswagen über Minuten, die in der Notfallmedizin oft den Unterschied machen.

Appell an Tankstellen – Diesel-Quote für Notfälle

Wathansil Rinchoy forderte Tankstellenbetreiber auf, für medizinische Einsatzfahrzeuge eine gesonderte Diesel-Quote bereitzustellen, damit der Rettungsdienst weiterarbeiten könne.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Er verwies darauf, dass allgemeine Beschränkungen beim Tanken zwar den Verbrauch dämpfen könnten, aber ohne Ausnahmen für Blaulichtfahrzeuge landesweit Rettungsdienste ausbremsen würden.

Deine Meinung

Sollten Tankstellen in Krisenlagen verpflichtet werden, für Rettungsdienst und Krankenwagen feste Kontingente vorzuhalten, auch wenn normale Kunden dann länger warten oder weniger bekommen.

Welche Regeln wären fair und praktikabel, damit am Ende weder Versorgung noch Sicherheit leiden – die Kommentare sind offen.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: chiangmainews.co.th

Ein Kommentar zu „Kein Sprit mehr: Notfallhilfe bricht zusammen

  1. Es ist ein Hohn, dass sich Sanitätsfahrzeuge in einer Kolonne anstellen müssen, um für einige hundert Baht betankt zu werden. Nach meinem Dafürhalten haben Krankenwagen absolute Priorität und sollten vollgetankt werden, ohne Wenn und Aber und ohne sich anstellen zu müssen! Da sollte die Regierung schleunigst Handeln!

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert